Erstaunliches aus den Kölner Museen

Bild der 18. Woche - 4. Mai bis 10. Mai 2020

Porträt Jacques Offenbach, vor 1880, Köln, Historisches Archiv der Stadt Köln (Foto © Rheinisches Bildarchiv Köln)

Auch in Zeiten, in denen scheinbar alles eine schlüssige Erklärung hat, können uns noch Dinge in Erstaunen versetzen. Wir haben uns in den Sammlungen der Kölner Museen umgesehen und sind auf Wunderbares gestoßen, auf Wunderliches und auf Objekte, die unglaubliche Geschichten erzählen. Folgen Sie uns diese Woche in das Kabinett der Wunder des Historischen Archivs der Stadt Köln.

Ein musikalisches Wunderkind erblickt am 20. Juni 1819 das Licht der Welt: Jakob "Jacques" Offenbach beherrscht bereits in frühen Jahren die Violine in Perfektion. Mit neun wird ihm die Geige langweilig, und - selbst ist das Kind - er bringt sich das Cellospielen bei. Vater Isaac Offenbach lässt den talentierten Sprössling bei den besten Cellisten der Stadt unterrichten. 

Mit 13 Jahren packt Jakob Instrument und Koffer und zieht nach Paris, wo er als "Liszt des Violoncellos" und schließlich als Weltstar der Operrette gefeiert wird. Noch kurz vor seiner Abreise in Frankreichs Metropole gib Jakob Offenbach seine erste Komposition in Druck, das "Divertimento über Schweizerlieder".

 

R. Müller