Ein schöner Rücken

Bild der 33. Woche - 13. bis 19. August 2012

Johann Anton de Peters (1725-1795), Weiblicher Rückenakt, Schwarze Kreide, weiß gehöht, auf blauem Vergé, 50,1 x 30,2 cm, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Inv. Z 984 – Foto: Dieter Bongartz
Johann Anton de Peters (1725-1795), Gruppe tanzender Bacchantinnen, Bleistift und Aquarell, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Inv. Z 514 – Foto: Dieter Bongartz
Johann Anton de Peters (1725-1795), Frau mit drei Putten, einen Globus haltend, Bleistift und Feder, aquarelliert und weiß gehöht, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Inv. Z 644 – Foto: Dieter Bongartz

Diese Aktstudie des Kölner Künstlers Johann Anton de Peters (1725-1795) zeigt eine Frau in Schrittstellung, die uns ihren Rücken zuwendet und den rechten Arm emporstreckt. Rücken und Gesäß gewinnen vornehmlich durch Weißhöhungen Plastizität, nach rechts ist ihre Kontur weich durch gewischte schwarze Kreide verschattet. Mit dem Arm berührt sie die erhobene Rechte einer ebenfalls in Vorwärtsbewegung begriffenen, sich zu ihr umdrehenden zweiten Frau, deren Unterkörper unausgeführt blieb. Als Tänzerin im Reigen begegnet der offensichtlich nach dem Modell gezeichnete Rückenakt erneut in der Zeichnung einer Gruppe tanzender Bacchantinnen (s. Bild 1 rechts, im Bild rechts). Zudem korrigierte Peters die Stellung des linken Beines und probierte eine alternative Haltung des rechten Armes, der einen Gegenstand auf Brusthöhe umfasst. Diese Änderung der Arme könnte im Zusammenhang mit der aquarellierten Zeichnung einer Frau entstanden sein, die mit Hilfe dreier Putti einen Globus in die Höhe stemmt (s. Bild 2 rechts). Alle drei Blätter sind im Besitz des Kölner Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud.

H. Fink