Friedrich Seidenstücker, Stettiner Bhf., 1930, Silbergelatine-Abzug, Vintage © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München Friedrich Seidenstücker, Familientandem, 1947Silbergelatine-Abzug, Vintage © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München Friedrich Seidenstücker, Prominente werden geknipst, Zoologischer Garten Berlin, 1930, Silbergelatine-Abzug, Vintage © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München Friedrich Seidenstücker, Kinder in der Stadt, 1928Silbergelatine-Abzug, Vintage © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München Friedrich Seidenstücker, Begegnungen im Zoo, 1926, Silbergelatine-Abzug, Vintage © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Friedrich Seidenstücker – Leben in der Stadt Fotografien der 1920er bis 1940er Jahre Käthe Kollwitz Museum 21.5. – 15.8.2021 Friedrich Seidenstücker (1882–1966) zählt zu den bedeutenden Chronisten des Alltagslebens im Berlin der Weimarer Republik. Seine atmosphärischen Fotografien, meist entstanden auf seinen Streifzügen durch die Stadt, erzählen von scheinbar beiläufigen Ereignissen und Begebenheiten: vom Sonntagsvergnügen und vom Arbeitsalltag, von Kinderspielen auf der Straße und vom Treiben auf Bahnhöfen und im Zoo. Seidenstücker zeigt, häufig mit humoristischem Blick, die Menschen und das Leben in der Metropole. Seine Aufnahmen machen zugleich die Härten der Großstadtexistenz sichtbar und lassen im Hintergrund immer wieder auch die Gegensätze der sozialen Realität in den Zwischenkriegsjahren durchscheinen.Im Sommer 2021 – geplant von 21. Mai bis 15. August 2021 – präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln 100 Werke des Fotografen aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, und lädt seine Besucher*innen dazu ein, Friedrich Seidenstücker auf seinen Spaziergängen durch das Berlin vor 100 Jahren zu folgen.Die Kunst des AugenblicksBis auf wenige Ausnahmen findet der »Momentknipser«, wie er sich selbst bezeichnete, seine Motive draußenauf der Straße. Seine berühmt gewordenen Aufnahmen der »Pfützenspringerinnen« repräsentieren als Bildmetaphern die großstädtische Moderne und urbanes Leben. Mit handlicher Kamera und lichtempfindlichem Objektiv dokumentiert er instinktsicher noch viele weitere Szenen und Gestalten – darunter Kleingewerbler wie Kofferträger, Kutscher und fliegende Händler, Kindermädchen, Müllarbeiter und Zeitungsverkäuferinnen – bei ihrem täglichen Tun und Handeln, aber auch beim Warten oder Ausruhen.»Ich bin ein Ausflugsmensch«So charakterisiert sich Seidenstücker selbst und macht sich auf, seine Bildmodelle an den Wannseestrand oder zur Kirschblüte nach Werder zu begleiten. Sein Lieblingsort ist jedoch der Berliner Zoologische Garten. In seinen hier entstandenen Aufnahmen wird nicht nur die Begeisterung der Tiergartenbesucher sichtbar – manchmal scheinen Betrachter und Betrachtete ihre Rollen zu vertauschen: Ob die Tiere sich wohl auch für die Menschen interessieren?Seidenstückers Fotografien aus den 1920er bis 1940er Jahren sind Bilder des Alltags, frühe street photography, die mit zugewandtem Blick und feinem Gespür die Menschen im sozialen Gefüge der modernen Großstadt dokumentiert. Mit einem Augenzwinkern vermitteln sie uns heute eine Vorstellung von den Härten und der Mühsal, aber auch von den Sehnsüchten, den kleinen Ablenkungen und den Vergnügungen des Lebens in der Stadt.Die Ausstellung wurde organisiert in Kooperation und mit wissenschaftlicher Unterstützung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München.Eine Ausstellung im Rahmen des Festivals Photoszene United Köln 2021. Weitere Informationen Ausstellungen LOUISE STOMPS Konturen des Inneren 27. März — 28. Juni 2026 Louise Stomps führte ein kompromisslos eigenständiges Leben als Künstlerin. Ihr Werk kreist um existenzielle Erfahrungen wie Liebe, Trauer, Hoffnung und Verlust. Ausgehend von der klassischen Moderne entwickelte sie eine Formensprache, die sich behutsam von der Figur löste – der Mensch blieb aber auch in ihren zunehmend abstrakten Arbeiten stets zentraler Bezugspunkt. Das Kollwitz Museum Köln lädt nun dazu ein, Leben und Schaffen der Bildhauerin neu zu entdecken. mehr Webseite Facebook Flickr Instagram Adresse Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage50667 KölnT +49 221 227 2899/-2602museum@kollwitz.de Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag: 11 - 18 UhrErster Donnerstag im Monat: 11 - 21 Uhr Feiertage: 11 - 18 UhrKarfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3. Okt.), Reformationstag (31. Okt.), Allerheiligen (1. Nov.), Neujahr Montags: geschlossenebenso an Heiligabend, den Weihnachtstagen und Silvester sowie an Karneval von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag. Eintritt Audioguides Barrierefreiheit Museumsshop Verkauf von Publikationen, Filmen, Postkarten und Plakaten an der Kasse oder online über www.kollwitz.de Gastronomie Anfahrt & Verkehrsanbindung Öffentliche Verkehrsmittel Bus, Straßenbahn, U-Bahn: "Neumarkt"ParkhäuserParkhaus Wolfsstraße, CONTIPARK Parkhaus Lungengasse, Parkhaus Am Neumarkt, City Parkhaus GmbH & Co KG Bilder der Woche aus diesem Museum