Endstation Ubierring

Das Ende des Fachbereichs Kunst und Design in der Kölner Südstadt
In Kooperation mit Köln im Film e.V.

Kölnisches Stadtmuseum

12. Dezember 2015 – 24. April 2016

Am 31. März 1993 wird die Freie Kunst als Studienmöglichkeit an der Fachhochschule Köln geschlossen. Nach 115 Jahren endet die Geschichte der traditionsreichen Kunstausbildung am Ubierring 40: Die einstigen „Kölner Werkschulen“ sind endgültig Vergangenheit – in der Kunststadt Köln gibt es keine Kunstschule mehr.

Zorn, Verbitterung und Enttäuschung machten sich damals breit. Die städtische Kunstschule hatte sich seit der Gründung 1879 zu einem kreativen Zentrum in Köln entwickelt. Dozenten und Absolventen der „Kölner Werkschulen“ bildeten das lokale Fundament der international geschätzten Kunstmetropole – auch wenn die Institution am Ubierring durch die Eingliederung in die Fachhochschule 1971 ihre Eigenständigkeit verlor. 1987 wurde die Auflösung des Studienbereichs Freie Kunst zum Sommersemester 1993 per Landesgesetz beschlossen.

Das Kölnische Stadtmuseum erinnert an die umstrittene Schließung vor 22 Jahren: Im Zentrum der Ausstellung steht ein 46,5 Meter langer Porträtzyklus des Malers Hans Rolf Maria Koller aus dem Jahr 1992. Als Zeitdokument hält er den Schlussakt des Dramas um die Kunstschule fest: Lehrer, Schüler, Mitstreiter und Beteiligte von Stadt und Verwaltung stehen an der „ENDSTATION UBIERRING 40“. Darunter sind bekannte Persönlichkeiten wie Robert von Ackeren, Max Adenauer, René Böll, Norbert Burger, Tommy Engel, L. Fritz Gruber, Trude Herr, Arno Jansen, Renate Lewandowski, Alfred Neven DuMont, Wolfgang Niedecken, Heribert C. Ottersbach, Dieter Wellershoff, Stefan Wewerka und viele mehr.

Einen zweiten Schwerpunkt der Ausstellung bilden Filmsequenzen zur Geschichte und zu den Ereignissen rund um das Ende der Kunstschule. Sie vermitteln die Dramatik der damaligen Situation und zeigen Reaktionen der Zeitgenossen: Die politischen Entscheidungsträger kommen hier ebenso zu Wort wie Schüler und Lehrer.

Fundstücke aus den ehemaligen Räumlichkeiten der Schule und dem Museumsdepot ergänzen die Präsentation. Schließlich ist der Besucher selbst zu einer Spurensuche aufgefordert: Ausgewählte Bilddokumente zur Kunst im öffentlichen Raum konfrontieren ihn mit den künstlerischen Hinterlassenschaften ehemaliger Studenten und Dozenten in der Stadt.

Über allem steht die Frage: Was starb damals wirklich am Ubierring 40?

Adresse

Kölnisches Stadtmuseum
Minoritenstraße 13

Verwaltungseingang / Postanschrift
Postal address and administrative entrance:
Kolumbahof 3
50667 Köln

T 0221 - 221-22398  
F 0221 - 221 24154
koelnisches.stadtmuseum@stadt-koeln.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 – 22 Uhr
Montag: geschlossen

An Feiertagen (auch montags) geöffnet: 10 – 17 Uhr
[Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, Allerheiligen, 2. Weihnachtstag]

Geschlossen an: Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr

Eintritt

Erwachsene
5 € / Ermäßigt: 3 €*

Eintritt frei:
Kinder unter 7 Jahren, Schüler*innen, Kinder und Jugendliche mit Wohnsitz in Köln bis 18 Jahre, Schüler*innen im Klassenverband + 2 Lehrpersonen pro Klasse; Kölner*innen am Tag ihres Geburtstages oder am KölnTag (1. Donnerstag im Monat), Inhaber*innen des Köln-Passes

*Der ermäßigte Eintritt gilt für:
Student*innen, Auszubildende, Wehrdienstleistende, Teilnehmer*innen am Bundesfreiwilligendienst, Mitglieder des „(Bundes-)Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler“, Inhaber*innen von Ehrenamtskarten

Audioguides

Kostenloser MultiMediaGuide

Deutsch / Englisch / Einfache Sprache

Mit: Highlight-Führung, Audiodeskriptionen für sehbeeinträchtigte Menschen, DGS-Videos für hörbeeinträchtigte Menschen, Führung „Lebendige Traditionen in Köln“ (nur auf Deutsch)

Die Inhalte können mit Hilfe des eigenen Smartphones abgerufen werden.

Barrierefreiheit

Alle Etagen und die sanitären Einrichtungen sind mit Aufzügen erreichbar, der Eingang ist ebenerdig.

Menschen mit Sehbeeinträchtigungen finden taktile Bodenleitlinien, die zur Eingangstür, zur Kasse, zur Garderobe, zu den sanitären Einrichtungen und durch die Ausstellungsbereiche leiten. Auf allen Stockwerken finden sich zur Orientierung taktile Übersichtspläne. Die wichtigsten Texte in jedem Ausstellungsbereich sind zusätzlich in Brailleschrift ausgeführt, auch Grafiken sind teilweise taktil erfahrbar. Darüber hinaus wurden für Besucher*innen mit Seheinschränkungen zahlreiche „Hands-on“-Stationen konzipiert.

Über den MultiMediaGuide ist zudem eine speziell auf Menschen mit Sehbehinderungen abgestimmte Führung abrufbar sowie DGS-Videos und eine Highlight-Führung in einfacher Sprache.

Anfahrt & Verkehrsanbindung

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bahn
Linien 3, 4, 16, 18, Appellhofplatz und Dom/Hbf

Bus
Linie 171, Haltestelle Offenbachplatz

Mit dem Auto (Parkhäuser):

J.&R. Kalscheurer Parkhausbetriebe,
Glockengasse 1, 50667 Köln

CONTIPARK
Schwertnergasse 1, 50667 Köln

Parkhaus Brückenstraße
Ludwigstraße 1-4, 50667 Köln