"Das Vergessen"

Arbeiten von Studierenden der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter

Kunst- und Museumsbibliothek

4. Juli bis 26. Juli 2015

Nach einem Jahr Pause zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln in diesem Jahr wieder eine Künstlerbuchausstellung in Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter. Präsentiert werden die Werke von neun Studierenden der Hochschule, die unter der Leitung des Papierkünstlers John Gerard entstanden sind.
Das Thema, das allen Arbeiten zu Grunde liegt ist das „Vergessen". Ein nicht nur allgegenwärtiges, sondern auch äußerst vielschichtiges Thema.
Wichtig für die Ausstellung ist die klare Abgrenzung zur Erinnerung. Natürlich ist Vergessen eng verknüpft mit dem Erinnern, aber es ist eben das Nicht-Erinnern, dass hier im Mittelpunkt stehen soll. Die Wissenschaft ermöglicht seit einigen Jahren immer genauere Einblicke in die Funktionsweise unseres Gehirns. Den Moment des Lernens und Erinnerns kann man mit Magnetresonanz mittlerweile beobachten. Der Moment des Vergessens bleibt vorerst jedoch ein neurologisches Geheimnis.
Die Herangehensweisen der ausgestellten Arbeiten sind ebenso vielfältig wie das Thema selbst.
Eine Studentin beschäftigt sich damit, dass die allgemeine Geschichtserinnerung stark von Männerschicksalen geprägt ist und schafft ein Buch, dass den nicht erinnerten Frauen gewidmet ist. Dabei wird ihre Geschichte nicht erzählt. Nur das Vergessen wird erinnert.
Eine andere Studentin arbeitet mit ihrem, an japanische Roll-Betrachtungsbilder erinnernden, Buch in Bezug auf das Vergessen als einer bewussten Entscheidung: das Leeren der Erinnerung und das Vergessen als angestrebte Ruhe.
Es wird auch ein comichaftes Buch aus Aquarellmalerei geben, in dem die Studentin das eigene Erleben der „chronischen Vergesslichkeit“ in humoristischen Szenen auf die Schippe nimmt.
Wieder ein anderes Buch visualisiert die Eigenschaft des menschlichen Gehirns, erst wirklich zu vergessen, wenn eine alte Erinnerung von einer Neuen überschrieben wird.
Andere Bereiche, die thematisiert werden, sind Traumata, Demenz, Geschichte der Sieger, oder kollektives Vergessen.
Die ausstellenden Studierenden/Künstler sind: Fidan Akhundova, Anna Chulkova, Cami Donneys, Anna Fernengel, Badia Freywald, John Gerard, Sabine Helsper-Müller, Jule Höhner, Julia Söntgenrath und Anna Thinius.

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Öffnungszeiten

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Dienstag-Donnerstag 10-21 Uhr
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Der Eintritt ist frei.

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