Museum Ludwig

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Römisch-Germanisches Museum

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

NS-Dokumentationszentrum

Museum für Angewandte Kunst Köln

Kölnisches Stadtmuseum

Museum Schnütgen

Museum für Ostasiatische Kunst

Käthe Kollwitz Museum

Archäologische Zone, Jüdisches Museum

artothek - Raum für junge Kunst

Skulpturenpark Köln

 

Ausstellungsplanung

05.03.20
18.04.20

Alfons Knogl/Lukas Schmenger

artothek - Raum für junge Kunst

ULTRA bezeichnet Phänomene, die jenseits des ohne Hilfsmittel wahrnehmbaren Spektrums an der Grenze des noch Vorstellbaren existieren.
In der Gemeinschaftsproduktion „ULTRA“ zeigen Alfons Knogl und Lukas Schmenger Reliefs aus Aluminium und Epoxidharz, die in einem speziellen Display mitten im Raum präsentiert werden. In runden und rechteckigen überdimensionalen Plaketten thematisieren sie die klassische Ausdrucksform zwischen Skulptur und Architektur vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen von Figur und Objekt. Entgegen der üblichen Positionierung mit nur einer sichtbaren Schauseite und einer verborgenen Rückseite, ermöglicht diese Art der Installation nun neben der Vorderseite auch einen Blick auf die Rückseite zu werfen und die Formgebung und Volumina zu studieren, die in Abhängigkeit von der Gestaltung der Vorderseite entstanden sind. Sie bilden das reduzierte abstrakte Gegenstück zu den figurativen und gegenständlichen Bildwerken.
Die Darstellung der menschlichen Figur ist das zentrale Thema in den Arbeiten von Lukas Schmenger. Der divergente Blick auf Gebrauchsobjekte und ihre Eingebundenheit in globale Produktions- und Handelsketten bilden den Schwerpunkt in der Arbeit von Alfons Knogl. Im Spannungsfeld von aufgeladener Figuration und nüchterner Assemblage, von klassischer Form und modernem Material entwickelt sich zwischen den Arbeiten ein vielschichtiger Dialog. Das verbindende Thema der Konfrontation von Individualität und globaler Gleichförmigkeit in der heutigen Lebens- und Ding-Welt wird von beiden Künstlern in eine neue, in unserer Zeit gültige Form für das Ausdrucksmedium Relief überführt.
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Förderung der Kunststiftung NRW, der Sparkasse KölnBonn, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Alfons Knogl und Lukas Schmenger erhalten für die Ausstellung „ULTRA“ den „Horizont Raum“-Preis der Freunde der artothek Köln e.V.

06.03.20
24.05.20

Kriegsende in Köln - Stadt und Menschen zwischen dem 6. März und 8. Mai 1945

NS-Dokumentationszentrum

Anlässlich der 75. Wiederkehr des Kriegsendes wird das NS-DOK völlig neue Wege beschreiten: das Gewölbe des EL-DE-Hauses wird zu einer »Media-Box«. Gezeigt werden Kombinationen aus Licht- und Audioinstallationen sowie Film- und Bild-Projektionen. Das eröffnet neue Zugänge zu den Themen NS-Zeit, Krieg und Umgang mit der Vergangenheit. Vertiefende historische Inhalte werden in Medienstationen vermittelt. Parallel dazu wird die Stadt selbst zur Ausstellungsfläche. An zwei Originalplätzen in Köln, an denen wichtige Ereignisse gegen Kriegsende stattfanden, werden von Lesungen und Musik begleitete Lichtinstallationen und Film-/Bild-Projektionen gezeigt.

11.03.20
26.04.20

Hans Kotter / Licht - Farbe - Raum

Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers Hans Kotter konzentrieren sich auf die physikalisch-, künstlerischen Grundelemente Licht – Farbe – Raum. Sein Interesse gilt ihrem Erscheinen und ihrer Wirkung unter unterschiedlichen materiellen Bedingungen. Dabei entstehen sowohl minimalistische Einzelobjekte als auch raumgreifende Installationen. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Museumssammlungen vertreten, so auch im MAKK, das seine Arbeit „Explosion“ in der neu eröffneten Designausstellung „Kunst + Design im Dialog“ zeigt. Die Ausstellung ist Teil der internationalen Lichtkunstprojektes „Collumina II“, die vom 11. bis 14. März 2020 in Köln stattfindet.

13.03.20
24.05.20

Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus

NS-Dokumentationszentrum

Das KZ Buna-Monowitz wurde 1942 gemeinsam von dem Chemiekonzern I.G. Farben und der SS errichtet. Durch unmenschliche Arbeitsbedingungen kamen dort tausende Häftlinge zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren. Die Ausstellung zeichnet Entstehung, Betrieb und Auflösung des KZs nach. Historische Fotografien dokumentieren den Blick von Konzern und SS. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten sowie mit Aussagen von Überlebenden in den Nachkriegsprozessen.

21.03.20
28.06.20

50 JOHR BLÄCK FÖÖSS. Die Jubiläumsausstellung

Kölnisches Stadtmuseum

Mit der Single „Rievkooche-Walzer“ begann 1970 die Erfolgsgeschichte der Bläck Fööss. Hervorgegangen aus einer Beat-Band, verknüpften die sechs Musiker erfolgreich zeitgenössische Einflüsse der Popmusik mit Karnevalsschlagern. Die Bläck Fööss traten dabei mit den Protestzeichen der Jugendkultur auf: Jeans, lange Haare, E-Gitarre – und nackte Füße. Gleichzeitig porträtierten sie liebevoll das Kölner Milieu und die Veedel der Stadt. Protestlieder und Milieuschilderungen aus dem einfachen Leben, immer gepaart mit einem Appell an eine menschliche Solidarität ohne Grenzen, wechseln sich bis heute mit Tanz-Nummern ab. Seit nunmehr 50 Jahren gehört die „Mutter aller kölschen Bands“ zu den erfolgreichsten Kölner Mundart-Gruppen. Sie sind zum Markenzeichen und Aushängeschild der Stadt geworden, zu einer musikalischen Institution weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ihre Fangemeinde umfasst alle Generationen, die Lieder werden im Kindergarten genauso gesungen wie im Altenheim. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Bläck Föös zeigt das Kölnische Stadtmuseum diese einzigartige Bandgeschichte in einer mitreißenden Sonderausstellung – begleitet von einem abwechslungsreichen Begleitprogramm, bei dem natürlich auch die Bläck Föss mit von der Partie sind.

27.03.20
28.06.20

Art Decó – Grafikdesign aus Paris

Käthe Kollwitz Museum

Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – in den 1920er Jahren vereint das Grafikdesign der Art Déco das scheinbar Gegensätzliche. Ausdrucksstarke Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die schillernden Themen dieser Zeit: Die neue Werbung für Art Bijoux, Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften, nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen, entführt in die Illusion einer besseren und schöneren Welt.
Was anknüpfend an den französischen Jugendstil der Jahrhundertwende seinen Anfang nimmt und zur Pariser Weltausstellung der angewandten Künste 1925 seine Benennung findet, dokumentiert nichts weniger als den gesellschaftlichen Tanz auf dem Vulkan der Zwischenkriegszeit: In kühn gezeichneten Visionen extravaganten Lebens zeigt Frankreich sich nach und vor den dunklen Jahren farbenfroh, progressiv und exaltiert.
Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert in seiner Frühjahrsausstellung mehr als 100 faszinierende, zum Teil großformatige Druckgrafiken aus der Sammlung des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

27.03.20
28.02.21

Poesie der See. Niederländische Marinemalerei aus dem 17. Jahrhundert

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Die Niederlande gelten im 17. Jahrhundert nicht nur wirtschaftlich sondern vor allem auch kulturell als eine der reichsten Mächte der Welt. Auf ihrem Höhepunkt erschaffen dort an die 700 Maler jährlich rund 70.000 Gemälde, weshalb die Epoche auch heute noch als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnet wird. Reichtum und Erfolg der noch jungen Republik beruhen auf der Beherrschung der Weltmeere wie der Binnengewässer. Das starke Selbstbewusstsein als Seefahrernation inspiriert auch die Kunst. Eine neue Gemäldegattung entsteht: die Marinemalerei. Eine feine Auswahl dieser gemalten Marinepoesie zeigt das Wallraf in seiner neuen Jahrespräsentation. Im Fenstersaal der Barockabteilung mit Blick auf den Kölner Dom kommen mehr als zwanzig Gemälde von Marinemalern wie Josse de Momper, Hendrick Cornelisz. Vroom, Isaac Willaerts, Jan Porcellis, Pieter Mulier, Jan van Goyen, Salomon van Ruysdael und Pieter de Molyn zusammen.

02.04.20
05.07.20

Arnt, der Bilderschneider. Meister der beseelten Skulpturen

Museum Schnütgen

Wer war der Meister Arnt von Kalkar und Zwolle?
Die erste monographische Ausstellung zu dem Begründer einer reichen Bildschnitzerschule am Niederrhein nimmt die Besucher*innen mit in die Zeit des ausgehenden Mittelalters. Gezeigt werden etwa 50 Werke des zwischen circa 1460 und 1492 tätigen Künstlers. Das spätgotische Œuvre Meister Arnts besticht durch außerordentliche Lebendigkeit, Themenreichtum und Erzählfreude.

22.04.20
26.07.20

Wolfgang-Hahn-Preis 2020: Betye Saar

Museum Ludwig

Betye Saar wird mit dem 26. Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet. Es ist mehr als an der Zeit, die 1926 in Los Angeles geborene, in Deutschland bisher wenig bekannte Künstlerin zu würdigen, entschied die Jury bestehend aus Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, Christophe Cherix, Robert Lehman Foundation Chefkurator für Zeichnung und Grafik am Museum of Modern Art (MoMA) in New York sowie den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins. Betye Saar schafft seit über 50 Jahren Assemblagen aus den verschiedensten gefundenen Objekten, die sie mit Zeichnung, Drucken, Malerei oder Fotografie kombiniert.

24.04.20
30.08.20

Die Schatten der Dinge

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Die Ausstellung widmet sich den vergessenen, verdrängten und verflochtenen Geschichten von Objekten in Ethnologischen Sammlungen. Sie nimmt fünf Objekte mit besonderer Biographie in den Blick und nähert sich ihren Geschichten, ihrer Präsenz oder Abwesenheit und ihrem Nachleben heute.
Die Besucher*innen sind eingeladen, die Herkunft der Objekte zu ergründen, sie auf neue Weise wahrzunehmen und einen künstlerischen Blick auf die Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums zu erfahren.
Mit Arbeiten der Fotografin Sara-Lena Maierhofer und einer Filminstallation von Clara Wieck.

25.04.20
23.08.20

Mapping the Collection

Museum Ludwig

Gleichberechtigung, indigene Selbstbestimmung, Frauenrechte und Black Power: Die Ausstellung wirft einen intensiven Blick auf die 1960er und 1970er Jahre in den USA. Sie fragt, wie Künstler*innen auf die sozialen Entwicklungen und Umbrüche dieser Jahrzehnte reagiert haben – und welche Vorstellung von der Kunst dieser Zeit andererseits unsere Erinnerung geprägt hat. Welches Bild der USA wird hier repräsentiert? Welchen Anteil hatten indigene Künstler*innen, weibliche Künstlerinnen, queere Positionen oder „artists of Color“ an der Entwicklung der Kunst in dieser Zeit? Ausgehend von den Bürgerrechtsbewegungen wie dem Civil Rights Movement, dem Chicano Movement, der Gay Liberation oder dem Kampf für indigene Rechte, die diese beiden einflussreichen Jahrzehnte geprägt haben, zeigt die Ausstellung neben Werken aus eigenem Bestand Arbeiten von Künstler*innen indigener, afroamerikanischer oder lateinamerikanischer Herkunft, die bislang nicht in der Sammlung vertreten sind. So entsteht ein komplexes, auch überraschendes Bild US-amerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig wirft „Mapping the Collection“ Fragen nach Repräsentation und Selbstbestimmung auf, die heute so relevant sind wie damals – in den Vereinigten Staaten wie in Deutschland.
Hervorgegangen ist die Ausstellung aus einem Forschungsprojekt, initiiert 2018 vom Museum Ludwig mit Unterstützung der Terra Foundation for American Art. Über zwei Jahre untersucht das Projekt die Sammlung US-amerikanischer Kunst hinsichtlich postkolonialer und siedlungskolonialer, feministischer, queerer oder gender-theoretischer Fragestellungen.

06.05.20
26.07.20

Künstlerblick. Clemens, Sigmund & Siecaup

Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Sammlung des Münchner Malers und Sammlers Dr. h. c. Wilhelm Clemens ist mit ca. 1600 Werken die umfangreichste Sammlung eines Einzelstifters im MAKK. Anlässlich des 100. Jubiläums der ersten Präsentation im damaligen Kölner Kunstgewerbemuseum werden durch die Künstler Ulrike Siecaup (Köln) und Sigmund de Jong (Rotterdam) ausgewählte Werke durch künstlerische Interventionen neu positioniert.

04.06.20
09.08.20

Thessaloniki - Gespaltene Erinnerungen 1940-1950. Zwischen Geschichte und Erfahrung

NS-Dokumentationszentrum

Der totale Krieg, die Massenmobilisierung, die fremde Besatzung, Widerstand, Bürgerkrieg, Genozid – eine ungeheure humanistische Katastrophe. Die Ausstellung behandelt einen der bedeutendsten Zeitabschnitte in der Geschichte Griechenlands und darüber hinaus. Sie zeigt kulturelle und künstlerische Auseinandersetzungen dieser Zeit, die das Leben des Landes bis heute bestimmt.
Eine Ausstellung des Goethe-Instituts Thessaloniki in Zusammenarbeit mit dem Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst und dem Jüdischen Museum Thessaloniki und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin

06.06.20
30.08.20

HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Dynamische Räume

Museum Ludwig

Künstler*innen: Contemporary And, The Nest Collective, CUSS & Vukani Ndebele, Nkiruka Oparah, Frida Orupabo
Für die sechste Ausstellung der Reihe „HIER UND JETZT im Museum Ludwig“ ist das Kunstmagazin „Contemporary And“ (C&) in Köln zu Gast. Gegründet von Yvette Mutumba und Julia Grosse, versteht sich C& als „dynamischer Ort, an dem Themen und Informationen zu zeitgenössischer Kunstpraxis aus afrikanischen Perspektiven reflektiert und vernetzt werden.“ Für ihre vielfältigen Aktivitäten ist die mehrsprachige Internetseite ein Knotenpunkt, zweimal jährlich erscheint ein gedrucktes Magazin. Im Museum Ludwig steht das Langzeitprojekt „C& Center of Unfinished Business“ im Mittelpunkt der Ausstellung. Es handelt sich um eine partizipative Bibliothek, die durch Videos und Publikationen die Spuren kolonialer Machtverhältnisse und deren Wirken bis in die Jetztzeit sichtbar macht. Die Kölner Version des „C& Center of Unfinished Business“ ist ganz auf ihren Standort bezogen. In der für den Museumsraum entwickelten Bibliotheksarchitektur kommen C&s eigene Bestände sowie von C& ausgewählte Publikationen aus der Kunst- und Museumsbibliothek Köln zusammen. Das Projekt knüpft damit dynamische Verbindungen zum Museum, dessen Standort und seinen Besucher*innen. Daneben sind in der Ausstellung Videoarbeiten afrikanischer Künstler*innenkollektive aus der Rubrik „C& Commissions“ sowieWerke afrodiasporischer Künstler*innen zu sehen. Auch diese eröffnen dynamische Räume voller Bilder, die aktuelle Erfahrungen Schwarzer Identität aufgreifen, fremdbestimmende Blicke offen legen und neue Entwürfe gegen stereotype Vorstellungen setzen.

27.06.20
27.09.20

Joachim Brohm. Ruhrlandschaften (Präsentation im Fotoraum)

Museum Ludwig

Das Museum Ludwig präsentiert elf Arbeiten aus der Serie „Ruhrlandschaften“ von Joachim Brohm (*1955), die er zwischen 1981 und 1983 aufgenommen hat. In dieser frühen Serie zeigt Brohm bereits seine eigenständige fotografische Haltung, mit der er einen neuen Blick auf die Region jenseits der verbreiteten stereotypen Darstellungen des Ruhrgebietes öffnet.
Brohm, der 1977 bis 1983 Visuelle Kommunikation an der Folkwangschule in Essen studierte, sah in diesen Motiven „die Verbindung von Freizeitangebot und Freizeitindustrie“ dokumentiert. Ihn inspirierte damals die neue amerikanische Dokumentarfotografie, die nicht mehr heroische Metropolen oder erhabene Naturlandschaften, sondern Tankstellen, Parkplätze, Vorstadtsiedlungen, Motels und Gewerbeparks in einer vom Menschen veränderten Naturlandschaft fotografierte.

12.09.20
31.01.21

Danish Jewellery Box. Zeitgenössisches Schmuckdesign

Museum für Angewandte Kunst Köln

Schmuck als eigenständige Kunstform blickt in Dänemark auf eine lange Tradition zurück. Ein schlichter und gleichzeitig ausdrucksstarker Minimalismus gilt bis heute als Markenzeichen für dänische Schmuckkunst. Die Ausstellung bietet daher einen eindrucksvollen Einblick in 50 Jahre zeitgenössisches Schmuckdesign wozu die Danish Arts Foundation seit 1978 eine Schmucksammlung von rund 300 Objekten aufgebaut hat.

18.09.20
31.01.21

Hundert Ansichten des Mondes. Japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892)

Museum für Ostasiatische Kunst

Das Museum zeigt japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Die gleichnamige Serie gilt als das Meisterwerk des letzten großen Holzschnittkünstlers in der Tradition des Ukiyo-e (populäre Farbholzschnitte der Edo-Zeit). In Hundert Ansichten des Mondes werden die Geschichte und Mythologie des alten China und Japan lebendig.

26.09.20
03.01.21

Russische Avantgarde im Museum Ludwig. Original und Fälschung

Museum Ludwig

Immer mehr Museen öffnen sich nach langer Tabuisierung für einen transparenten Umgang mit Fälschungen, tauschen Erkenntnissen aus und entscheiden sich – falls notwendig – Werke in der Sammlung neu zu bewerten. Mit einer komprimierten Studioausstellung stellt auch das Museum Ludwig Fragen nach Authentizität am Beispiel der Russischen Avantgarde. Sie bildet – neben Pop Art und Picasso – einen Sammlungsschwerpunkt des Museums: Die Kollektion umfasst über 800 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter rund 100 Gemälde. Aus unterschiedlichen Gründen gelangten immer wieder Werke fraglicher Autor*innenschaft in private und institutionelle Sammlungen. Auch das Museum Ludwig ist betroffen und untersucht mithilfe internationaler Wissenschaftler*innen seinen Bestand. Die Ausstellung präsentiert erste Ergebnisse und stellt anhand von Werken von Natalja Gontscharowa, Kliment Redko, Nikolai Suetin und weiteren Künstler*innen kun¬sthis¬torische und technologische Methoden vor, um künstlerische Handschriften oder auch Falschzuschreibungen erkennbar zu machen.

02.10.20
31.01.21

Bon Voyage, Signac! Eine impressionistische Reise durch die eigene Sammlung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Sommer im Hafen von Istanbul. Unter vollen Segeln schieben sich Schiffe links und rechts aus dem Sichtfeld des Betrachters. Wie ein aufgehender Vorhang geben sie den Blick frei auf die einmalige Skyline aus Kuppeln, Türmen und Minaretten. Mit einem einmaligen Farbgefühl und tausenden Pinseltupfern zauberte Paul Signac diese Szenerie im Jahre 1909 auf die Leinwand. Damals hieß die Stadt noch Konstantinopel und war die bedeutendste Metropole des Osmanischen Reiches. Jetzt steht das pointilistische Hafengemälde in Köln im Mittelpunkt der Sonderausstellung. Um das Bild gruppieren sich dabei rund sechzig Werke von namhaften Künstlern wie Monet, Manet, Caillebotte, Courbet, Gauguin, Cézanne van Gogh und Matisse. Mit dieser impressionistischen Reise durch die eigene Sammlung begrüßt das Wallraf einen neuen Signac. Dank der großzügigen Dauerleihgabe der Stiftung Kunst im Landesbesitz (NRW) kann das Museum mit Signacs Konstantinopel: Yeni Djami nun auch ein Hauptwerk aus dem späteren Œuvre des Künstlers zeigen. Eigens dafür hat die hauseigene Abteilung Kunsttechnologie und Restaurierung das Bild eingehend konservatorisch untersucht und die oberste Malschicht des Gemäldes einer vorsichtigen Reinigung unterzogen. Der Weg dieser Restaurierung wird anschaulich dokumentiert und ihr Ergebnis ist atemberaubend. Dieser „neue“ Signac wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

10.10.20
21.02.21

Andy Warhol. Now

Museum Ludwig

Andy Warhol (1928–1987) hat mit seiner Persönlichkeit Menschen in seinen Bann gezogen und polarisiert, seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein vielgestaltiges Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Als scheuer junger Mann aus religiös geprägtem Arbeiter*innenmilieu bahnte sich Warhol seinen Weg in die noch vom abstrakten Expressionismus dominierte Kunstwelt. In seinem Frühwerk stehen persönliche, oft homoerotische Zeichnungen neben Aufträgen als erfolgreicher Werbeillustrator, mit seinen unverkennbaren Siebdruckbildern wird er zum Inbegriff der neuen Pop Art-Bewegung.

24.10.20
24.01.21

Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin (Präsentation im Fotoraum)

Museum Ludwig

Elis­a­beth von Öster­reich-Un­garn, ge­nan­nt Sisi, sam­melte in den 1860er Jahren Fo­to­gra­fien, die sie zeitlebens privat hielt. Heute ver­wahrt das Mu­se­um Lud­wig achtzehn ihr­er Al­ben mit cir­ca 2000 Fo­to­gra­fien. Bilder von Adeligen – viele Mit­glied­er von Si­sis Fam­i­lie –, Berühmten und Kunst­w­erken. Am bekan­n­testen sind ihre so­g­nannten „Schön­heit­en-Al­ben“, hoch in­sze­nierte Porträts an­der­er Frauen. Sisi nutzte diese Auf­nah­men zur Kon­turierung ihres ei­ge­nen Im­ages während ihr­er mo­nate­lan­gen Aufen­thalte in Venedig, auf Madei­ra und Ko­r­fu. In die­sen Jahren sollte sie zu ein­er en­er­gischeren, selb­st­be­wussteren Per­sön­lichkeit reifen, deren Schön­heit le­g­endär wurde. Ende der 1860er Jahre, 31-jährig, besch­ließt Sisi, sich selbst nicht mehr fo­to­gra­fieren zu lassen. In der Präsen­ta­tion wer­den die Zusam­men­hänge zwischen ihrem ger­adezu ob­ses­siv­en Sam­meln von Frauen­porträts und dem Bild, das sie von sich en­twirft sk­izziert.