Aktuelle Ausstellungen

Wolfgang-Hahn-Preis 2017. Trischa Donnelly

Museum Ludwig. 25. April — 30. Juli 2017

2017 zeichnet die Gesellschaft für Moderne Kunst Trisha Donnelly mit dem Wolfgang-Hahn-Preis aus. Die Jury ehrt damit die 1974 in San Francisco geborene Künstlerin für ihr zukunftsweisendes OEuvre. Donnelly lotet in Video, Zeichnung, Skulptur, Soundinstallation und Performances immer wieder aus, was Kunstwerke heute überhaupt ausmacht.

Paris erwacht! Hittorffs Erfindung der Place de la Concorde

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 7. April — 9. Juli 2017

Der Platz sah das Wüten der französischen Revolution, überstand die Wirren zweier Weltkriege, erlebte Massenjubel, Volkstrauer, Staatsfeierlichkeiten und steht damit wie kein zweiter öffentlicher Ort für die bewegte Geschichte einer ganzen Nation: Die Rede ist von der Place de la Concorde. Doch nur wenige wissen, dass es ein junger deutscher Architekt war, der diesen Platz Anfang des 19. Jahrhunderts in ein urbanes Juwel verwandelte. Sein Name war Jakob Ignaz Hittorff.

Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer

NS-Dokumentationszentrum. 7. April — 25. Juni 2017

Zwischen 1941 und 1944 erschossen Angehörige der SS, der Wehrmacht und deutsche Polizeieinheiten zusammen mit einheimischen Helfern in der Sowjetunion über zwei Millionen Juden, etwa 30.000 Roma und 17.000 Patienten psychiatrischer Anstalten oder töteten sie in sogenannten Gaswagen. Anhand historischer Dokumente und Fotografien beschreibt die Ausstellung die Entwicklung des Massenmords und die Aufarbeitung dieser Verbrechen nach 1945.

Hilliges Köln 2.0 – Toleranz im Update

Historisches Archiv der Stadt Köln. 6. April — 12. November 2017

Köln feiert sich gerne als in besonderem Maße weltoffen und tolerant. Bis heute ist Köln allerdings im Selbstverständnis vieler eine vor allem katholische Stadt. Diese Selbstwahrnehmung weist den Nicht-Katholiken zwar einen geduldeten, aber doch einen minderen Status zu. Der Fokus der Ausstellung liegt auf den unterschiedlichen Religionen in ihrem alltäglichen Zusammenleben. Das Archiv untersucht die historische Entwicklung religiöser Toleranz anhand von Einzelbeispielen.

Vorzeitgeschichte(n) – Köln in schriftlosen Zeiten

Römisch-Germanisches Museum. 4. April — 30. November 2017

Vor mehr als 10 000 Jahren endet die letzte Eiszeit und eine Warmzeit beginnt (Holozän). Dieser Klimawandel forderte von den Menschen damals ein radikales Umdenken. Den damit verbundenen kulturellen Wandel können Archäologen heute an den materiellen Spuren der damaligen Menschen ablesen, auch hier in Köln. In seiner neuen Foyer-Ausstellung zeigt das Römisch-Germanische Museum eine Auswahl größtenteils noch nie gezeigter Funde der eigenen Sammlung zur Kölner Vorzeit.

Die Kunst der Pause. Transparenz und Wiederholung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 24. März — 11. Juni 2017

Butterbrotpapier und einen dünnen Bleistift - mehr braucht es nicht, um ein interessantes Motiv abzupausen. Die älteste Kopiertechnik der Menschheit gehört in der zeichnerischen Praxis wohl auch wegen seiner Alltäglichkeit zu den künstlerischen Randerscheinungen. Gerade deshalb widmet das Wallraf dem Thema eine Sonderausstellung. Damit rückt das Haus das fragile Medium in den Mittelpunkt des Interesses. Anhand von mehr als 20 Exponaten wird die Historie der Pause ergründet.

Henri Cartier-Bresson und Heinz Held

Menschen mit Bildern

Museum Ludwig. 24. März — 20. August 2017

Das Museum Ludwig verwahrt eine hochkarätige Sammlung an Fotografien von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart; sie umfasst etwa 70.000 Werke. In einem eigens eingerichteten Fotoraum innerhalb der ständigen Sammlung wird das Museum Ludwig ab dem 24. März die Sammlung Fotografie in Ausschnitten und fortlaufend sichtbar machen. Henri Cartier-Bresson und Heinz Held. Menschen mit Bildern lautet der Titel der ersten Präsentation.

Bosporus am Rhein

Das Restaurant Bosporus in der Weidengasse

Kölnisches Stadtmuseum. 24. März — 17. Mai 2017

Über Jahrzehnte hinweg ist das gleichnamige Restaurant Bosporus in der Weidengasse erste Adresse, wenn es um gehobene türkische Küche und Gastfreundlichkeit in einem urkölschen Stadtviertel geht. Anlässlich des 20. Jahrestages der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Istanbul zeigt das Kölnische Stadtmuseum anhand ausgewählter Objekte der Schenkung der Wirte diese ganz besondere Geschichte deutsch-türkischen Austauschs, Zusammenlebens und der Integration.

AUFSTAND!

Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz

Käthe Kollwitz Museum. 10. März — 5. Juni 2017

Als Höhepunkt im Jubiläumsjahr KOLLWITZ 2017 | 150. GEBURTSTAG steht ein Schlüsselwerk der Künstlerin im Zentrum einer umfassenden Ausstellung: Ihr Zyklus »Bauernkrieg« dokumentiert in mehrfacher Hinsicht den Aufbruch in eine neue Zeit. Die sieben Blätter der Druckfolge vergegenwärtigen nicht nur den Aufstand erniedrigter Bauern von 1524/25, sondern verbildlichen auch die künstlerische Revolte der späten Neuzeit – den Bruch der Moderne mit der akademischen Tradition.

Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus

Museum Ludwig. 18. Februar — 14. Mai 2017

Otto Freundlich (1878–1943) kannte alle und kannte alles. Kaum ein Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich so leidenschaftlich und intelligent mit den unterschiedlichen Strömungen der Kunst auseinandergesetzt. Persönliche Bekanntschaft, oft auch Freundschaft, verband ihn mit den führenden Künstlern von Expressionismus, Fauvismus, Kubismus, Orphismus, Dadaismus, Suprematismus, De Stijl, Bauhaus, Konstruktivismus, mit den Kölner Progressiven und den Abstrakten.

Gerhard Richter. Neue Bilder

Museum Ludwig. 9. Februar — 1. Mai 2017

Seit über 50 Jahren arbeitet er an der fulminanten Erneuerung der Malerei: Gerhard Richter, geboren am 9. Februar 1932 in Dresden und seit 1983 ansässig in Köln. Das weit ausfächernde OEuvre des vielleicht bekanntesten Künstlers unserer Zeit fasziniert durch das Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität. Seit den späten 1970er-Jahren dominieren abstrakte Bilder das Werk. Die Ausstellung zeigt ganz neue, im Jahr 2016 entstandene Gemälde.

FULL House: Design by Stefan Diez

Museum für Angewandte Kunst Köln. 17. Januar — 11. Juni 2017

Parallel zur imm cologne und den PASSAGEN 2017 eröffnet das Museum „FULL HOUSE: Design by Stefan Diez“ – die erste umfassende Werkschau eines der bedeutendsten deutschen Designer der jüngeren Generation. Anhand seines vielfältigen Werkes zeichnet die Ausstellung ein eindrucksvolles Bild vom Status Quo des Designs, indem sie aktuelle Herausforderungen thematisiert und zeigt, wie unter engen produktionstechnischen und finanziellen Vorgaben scheinbar Unmögliches möglich wird.

Drunter und Drüber: Der Heumarkt

Kölnisches Stadtmuseum. 10. Dezember 2016 — 14. Mai 2017

Ungerm Stätz vum Pääd – dort verabredeten sich Kölner Liebespaare auf dem Heumarkt. Seit 1878 war das imposante Reiterstandbild des Preußenkönigs markanter Orientierungspunkt des riesigen Platzes. Nach Waidmarkt und Eigelstein präsentiert sich der Heumarkt als dritter Schauplatz Kölner Geschichte in der Reihe „drunter und drüber“: vom römischen Rheinhafen über den mittelalterlichen Handelsplatz bis zum Epizentrum des Karnevals: ein urkölscher Ort der Begegnung.

Republik der Kinder

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 20. April 2016 — 21. Mai 2017

In seiner neuen Sammlungspräsentation hängt das Museum barocke Meisterwerke nicht nur deutlich niedriger als üblich, sondern zeigt dazwischen auch Werke von jungen Künstlern im Alter von sieben bis zwölf Jahren, die eigens gerahmt und mit Wandtexten versehen wurden. Weitere Arbeiten sind zudem auf einem großen Bildschirm zu sehen.