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Ganz weit weg und trotzdem immer mit dabei: der Tod und ich

Museum Schnütgen

Zuerst die Pandemie und nun der Krieg in der Ukraine werfen uns zurück auf essenzielle Fragen: Wie gehe ich um mit Bildern von Krankheit, Gewalt und Tod? Beziehe ich das auch auf mich? Wie kann ich das Leid um mich herum ertragen – und wie nah kommt es mir überhaupt? All diese Fragen werden momentan dringlicher.
Den Impuls für den Workshop setzt ein Gedicht, das häufig ohnehin im Deutschunterricht besprochen wird: „Es ist alles Eitel", verfasst von Andreas Gryphius mitten im Dreißigjährigen Krieg. Aber auch ohne rahmenden Unterricht vermittelt es unmittelbar die Einsicht in die Endlichkeit der eigenen Existenz und die Sorgen und Ängste, die damit einher gehen. Das Gedicht wird aber nicht einfach gelesen: Jugendliche präsentieren es in einer eindringlichen Videoinszenierung, die zum Einstieg dient. Von dort aus geht es in die Ausstellung: Dabei treten derzeit die Objekte der Dauerausstellung aus Mittelalter und Barocks – tanzende Skelette, trauernde Mütter, Vergänglichkeitssymbolik der Pflanzenwelt u.v.m. – in unmittelbaren Dialog mit den Skeletten und großformatigen Apokalypse-Darstellungen von Harald Naegeli (* 1938), des berühmten „Sprayers von Zürich“, der zu den Begründern der modernen Street Art zählt.
Die Kunst gibt Anlass, um über das eigene Verhältnis zum Tod zu reflektieren und zu hinterfragen, wie Menschen zu anderen Zeiten mit diesen existenziellen Themen umgegangen sind. Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre reflexiven und empathischen Kompetenzen, sondern setzen sich auch mit der medialen und künstlerischen Aufarbeitung von Leid und Tod auseinander. Die Schülerinnen und Schüler entdecken so ihre je eigenen Bezüge zum Thema und verarbeiten diese in gemeinsamen Collagen.

Dauer: 120 Minuten | Gruppengröße: max. 30
Preis pauschal: inkl. Material € 100 |  Wochenende/Feiertag: zzgl. € 20 | Mehrere Gruppen parallel: nicht möglich

Ein Angebot zur Sonderausstellung. Laufzeit: 09.03.2022 – 12.06.2022

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