Veranstaltungskalender

Ihre Auswahl: Wann: Februar | Wo: Keine Einschränkung | Was: Film | Für Wen: Keine Einschränkung |

Mi. 08.12.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

»ifs-Begegnung«

Eternal sunshine of the spotless mind

USA 2004, 104‘, OmU, R: Michel Gondry Anschließend Gespräch mit Editor Martin Wolf, moderiert von Dietmar Kraus (Filmkurator Edimotion)

Beim Kölner Festival Edimotion steht die Kunst der Filmmontage im Mittelpunkt. In der Reihe »ifs-Begegnung« Edimotion fragen wir Editor*innen nach ihren Lieblingsfilmen. Der Kölner Editor Martin Wolf arbeitet seit über 20 Jahren für Kino- und TV-Produktionen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten für zählen erfolgreiche Serien wie Ladykracher und Stromberg und Kinofilme wie Frau Müller muss weg, Der Vorname und Contra.

In unserer Dezember-Ausgabe stellt er seinen Lieblingsfilm „Vergiss mein nicht!“ vor. Zum Film: Joel (Jim Carrey) will mit Hilfe eines Wissenschaftlers endlich Ordnung in sein Leben bringen und seine verflossene Liebe Clementine (Kate Winslet) vergessen, von der er sich nach einer schmerzhaften Trennung nicht lösen kann. Die Lösung: Er lässt sich mit einer neuen Behandlungsmethode einen Teil seines Gedächtnisses löschen. Der Eingriff ist jedoch nur von kurzem Erfolg, denn Joel verliebt sich bei einer erneuten Begegnung wieder in Clementine. Die großartige Filmmontage der isländischen Editorin Valdís Óskarsdóttir verbindet nicht nur Realitätsebenen und Bewusstseinszustände, sondern verleiht auch der Geschichte um Liebe und Verlust wesentlich ihre emotionale Schlagkraft.

Für: Erwachsene | Von: Edimotion in Kooperation mit der ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e.V., gefördert von der Stadt Köln. | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

Do. 09.12.
19:30 Uhr

Film | Museum Ludwig

Alles ist Kunst? – happening & fluxus in Köln

Filmprogramm

WDR 1970, 4‘, R: Peter Maenner

Aktionsschau: Happening & Fluxus im Kölnischen Kunstverein
WDR 1970, 4‘, R: Peter Maenner
Kritischer Blick hinter die Kulissen der Ausstellung „happening & fluxus“ im Kölnischen Kunstverein am Tag der Eröffnung (6. November 1970).

Vostell und andere oder Lippenstifte für Vietnam
WDR 1970, 43‘, R: Paul Karalus
Das experimentell anmutende TV-Porträt zeigt den Kölner Künstler Wolf Vostell bei der Arbeit, u.a. beim 5-Tage-Rennen mit der Gruppe Labor e.V. zur Erforschung akustischer und visueller Ereignisse in der Tiefgarage der Kölner Kunsthalle.

George Maciunas Fluxfilms 1963-1966
USA, 39‘, 16 mm, ohne Ton, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung (ML 1644/052),
Auswahl von experimentellen Filmen mit einer Länge von 5 Sek. bis zu 11 Min. der „Original Fluxfilm Anthology“ von George Maciunas. U.a. mit: „Eye Blink“ (1966) und „Four“(1967) von Yoko Ono.
Gäste: Birgit Hein und Wulf Herzogenrath

Weiterer Termin am 10.12.21, 19.30 Uhr im Kino 813 in der BRÜCKE

Für: Erwachsene | Von: Köln im Film mit dem Filmclub 813, in Kooperation mit dem Museum Ludwig und dem Kölnischen Kunstverein. | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 8,00 | ermäßigt: € 7,00

Fr. 10.12.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Cinema RESIST! - Kino mit Gästen

Ouvertures (ENTFÄLLT!)

Für: Erwachsene | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Anmeldung erwünscht unter: RJM-Veranstaltungen@STADT-KOELN.DE Betreff: Cinema RESIST! - Ouvertures Weitere Infos: http://rjm-resist.de | Teilnahme: kostenlos

Fr. 10.12.
19:00 Uhr

Film | Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

wird in 2022 verschoben! Cinema RESIST! OUVERTURES

UK/FR/Haiti 2019/20, 132 Min., DCP
OV mit engl. UT

Buch & Spieler*innen: The Living and the Dead Ensemble
Regie: Louis Henderson & Olivier Marboeuf
Kamera: Louis Henderson, Diana Vidrascu

Mit: Atchasou, Leonard Jean Baptiste, Mackenson Bijou, Dieuvela Cherestal, Jephthé Carmil, Rossi Jacques Casimir, James Desiris, James Fleurissaint, Cynthia Maignan, Sophie Maignan, Zakh Turin

Im Rahmen der Ausstellung „Resist! Die Kunst des Widerstands“ zeigt das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) am 10. Dezember 2021 den Film OUVERTURES, ein Essayfilm von Olivier Marboeuf und The Living and the Dead Ensemble, der die Revolution von Haiti von 1791 – ausgehend von dem Theaterstück „Monsieur Toussaint“ (1961) des antillanischen Schriftstellers Édouard Glissant –  in den Blick nimmt. Der Film hatte auf der Berlinale 2020 Weltpremiere und läuft nun zum ersten Mal in Köln.

 

Mit Gast: Der Produzent und Regisseure Louis Henderson.
Einführung und Moderation: Aurora Rodonò, Filmkuratorin & Diversity Managerin (RJM).
Eintritt frei! In englischer Sprache.
Ort: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln

Anmeldung erwünscht unter: RJM-Veranstaltungen@STADT-KOELN.DE
Betreff: Cinema RESIST! - Ouvertures
Weitere Infos: http://rjm-resist.de

Eine Veranstaltung des Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) Gefördert im Programm 360 Grad Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes

Fotonachweis Ouvertures: A film by The Living Dead Ensemble
Directed and produced by Louis Henderson and Olivier Marboeuf
Featuring: Mackenson Bijou, Rossi Jacques Casimir, Dieuvela Cherestal, James Desiris, James Fleurissaint, Léonard Jean Baptiste, Cynthia Maignan, Sophonie Maignan and Mimétik Nèg.

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Cinema RESIST! OUVERTURES & Q&A with Olivier Marboeuf.

UK/FR/Haiti 2019/20, 132 min., DCP
OV with English UT

 

Book & Players*: The Living and the Dead Ensemble
Director: Louis Henderson & Olivier Marboeuf
Cinematography: Louis Henderson, Diana Vidrascu

With: Atchasou, Leonard Jean Baptiste, Mackenson Bijou, Dieuvela Cherestal, Jephthé Carmil, Rossi Jacques Casimir, James Desiris, James Fleurissaint, Cynthia Maignan, Sophie Maignan, Zakh Turin

As part of the exhibition "Resist! The Art of Resistance," on December 10, 2021, the Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) will screen the film OUVERTURES, an essay film by Olivier Marboeuf and The Living and the Dead Ensemble that looks at the Haitian Revolution of 1791 - based on the play "Monsieur Toussaint" (1961) by Antillean writer Édouard Glissant. The film had its world premiere at the Berlinale 2020 and is now screening for the first time in Cologne.

With guest: producer and director Louis Henderson.
Introduction and moderation: Aurora Rodonò, Film Curator & Diversity Manager (RJM).

Free admission. In English language.
Venue: Filmforum at Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Cologne, Germany

Registration: RJM-Veranstaltungen@STADT-KOELN.DE
Subject: Cinema RESIST! - Ouvertures
Further info: http://rjm-resist.de

An event of the Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM)

Supported by the program 360 Grad Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft of the German Federal Cultural Foundation

Photo credits Ouvertures: Ouvertures, courtesy of The Living and the Dead Ensemble/Spectre Productions

Für: Erwachsene | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum | Treffpunkt: Filmforum im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, 01.04.2021 - 09.01.2022

Sa. 11.12.
17:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Moving Picture 946-3

ca. 30’ Ein Film von Gerhard Richter und Corinna Belz mit Musik von Rebecca Saunders live gespielt von Marco Blaauw, Trompete.

Bewegte Bilder aus unzähligen farbigen Streifen und die Klänge einer Trompete. Nichts an diesem Zusammenspiel ist trivial, denn sobald der erste Ton der Trompete über dem Film Moving Picture 946-3 erklingt und das Virtuelle mit der Realität zu verschmelzen beginnt, begibt man sich auf einen raumlosen, fast hypnotischen Tauchgang durch die Strukturen. Die Kombination von Bild und Ton eröffnet eine weitere Dimension und setzt eine sphärische Dynamik in Gang, die zum ständigen Katalysator für visuelle Assoziationen wird. Wenn die intensiven, atmosphärischen Trompetenklänge von Marco Blaauw, komponiert von Rebecca Saunders, durch die gemeinsame Arbeit von Gerhard Richter und Corinna Belz verstärkt werden, taucht das Publikum tief ein und wird Teil eines komplexen Kunstwerkes.

Für: Erwachsene | Von: musik+konzept e.V. im erweiterten Rahmen des ROMANISCHEN SOMMERS 2021 | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Spende erbeten | Teilnahme: kostenlos

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So. 12.12.
15:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Moving Picture 946-3

ca. 30’ Ein Film von Gerhard Richter und Corinna Belz mit Musik von Rebecca Saunders live gespielt von Marco Blaauw, Trompete.

Bewegte Bilder aus unzähligen farbigen Streifen und die Klänge einer Trompete. Nichts an diesem Zusammenspiel ist trivial, denn sobald der erste Ton der Trompete über dem Film Moving Picture 946-3 erklingt und das Virtuelle mit der Realität zu verschmelzen beginnt, begibt man sich auf einen raumlosen, fast hypnotischen Tauchgang durch die Strukturen. Die Kombination von Bild und Ton eröffnet eine weitere Dimension und setzt eine sphärische Dynamik in Gang, die zum ständigen Katalysator für visuelle Assoziationen wird. Wenn die intensiven, atmosphärischen Trompetenklänge von Marco Blaauw, komponiert von Rebecca Saunders, durch die gemeinsame Arbeit von Gerhard Richter und Corinna Belz verstärkt werden, taucht das Publikum tief ein und wird Teil eines komplexen Kunstwerkes.

Für: Erwachsene | Von: musik+konzept e.V. im erweiterten Rahmen des ROMANISCHEN SOMMERS 2021 | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Spende erbeten | Teilnahme: kostenlos

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Do. 16.12.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

VIDEONALE.scope #9: Wahnsinn und Gesellschaft

Tearoom

USA 1962/2007, 56’, 16mm/digital, stumm, R: William E. Jones Im Anschluss Gespräch mit William E. Jones

Tearoom basiert auf einem gefundenen Band von Polizeiüberwachungsaufnahmen einer Herrentoilette in Mansfield, Ohio aus dem Jahr 1962. Jahre vor der Stonewall-Bewegung diente das Material vor Gericht als Beweismittel, die identifizierten Männer zu verurteilen. Die Mindeststrafe für Sodomie betrug ein Jahr Zuchthaus und psychiatrische Behandlung samt den gängigen Methoden wie Elektroschocks oder Drogenzufuhr. Die Appropriation der Aufnahmen erzählt von einer unterdrückten Geschichtsschreibung von Männern, die unabhängig ihrer Klasse, Alter oder Hautfarbe Verbindungen miteinander eingegangen sind, die die Ideologie der Mehrheitsgesellschaft zu destabilisieren vermochte.

Für: Erwachsene | Von: Videonale Bonn, kuratiert von Viktor Neumann | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 5,00 | ermäßigt: € 3,00 | Kombiticket (2 Programme): 8,00€ / 4,00€ erm., Karten an der Kinokasse

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Do. 16.12.
21:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

VIDEONALE.scope #9: Wahnsinn und Gesellschaft

Kurzfilme

IN MY LANGUAGE
USA 2007, 9‘, digital, OmeU, R: Mel Baggs

IRIS [A FRAGMENT]
UK 2018-19, 15‘, digital, OmeU, R: Imogen Stidworthy

UNLEARN THE BODY
USA 2019, 5‘, 8mm/VHS video/digital, ohne Dialoge, R: Panteha Abareshi

NOT BETTER YET
USA 2019, 6‘, 8mm/VHS video/digital, ohne Dialoge, R: Panteha Abareshi

CONSENSUAL HEALING
USA 2018, 15’, digital, OF, R: Carolyn Lazard

X
USA 1975, 7’, 16mm, OF, R: Barbara Hammer

THE ALPHABET OF FEELING BAD (text-basierte Version)
DE 2014, 15’, digital, OF, R: Karin Michalski und Ann Cvetkovich

EXTRACTIONS
CA 2019, 15’, digital, OF, R: Thirza Cuthand

COMMINGLED CONTAINERS
USA 1996, 5’, 16mm, stumm, R: Stan Brakhage 

Was wird als Denken und Sprache angesehen und was nicht? Und wer hat die Entscheidungsmacht darüber? Wie kommunizieren wir chronischen Schmerz oder seelisches Leiden? Wie informieren sich persönliche und kollektive Trauma gegenseitig?  Und wie können sogenannte negative Emotionen und Gefühlsregungen nicht als individuell begründet und „lösbar“, sondern als kulturelle Phänomene und politische Symptome verstanden werden?

Für: Erwachsene | Von: Videonale Bonn, kuratiert von Viktor Neumann | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 5,00 | ermäßigt: € 3,00 | Kombiticket (2 Programme): 8,00€ / 4,00€ erm., Karten an der Kinokasse

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Fr. 17.12.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

VIDEONALE.scope #9: Wahnsinn und Gesellschaft

Software Garden

UK/NL 2016-18, 52‘, digital, OF, R: Rory Pilgrim Im Anschluss Gespräch mit Rory Pilgrim und Carol R. Kallend

Software Garden ist ein Musikalbum, dessen 11 Titel Einflüsse aus Pop, Elektronik und Techno mit Streicherarrangements verweben. Seine filmische Ausformulierung erforscht die Schnittstellen zwischen Technologie und Fürsorgearbeit. Das kooperativ entstandene Werk wird mittels Gedichten der Poetin und Behindertenrechtlerin Carol R. Kallend strukturiert, in denen sie ihren Wunsch nach einem Roboter als Begleiter:in reflektiert, um die Lücke zu füllen, die die drastischen Kürzungen der britischen Regierung von Fürsorgeleistungen hinterlassen haben.

Für: Erwachsene | Von: Videonale Bonn, kuratiert von Viktor Neumann | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 5,00 | ermäßigt: € 3,00 | Kombiticket (2 Programme): 8,00€ / 4,00€ erm., Karten an der Kinokasse

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Fr. 17.12.
21:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

VIDEONALE.scope #9: Wahnsinn und Gesellschaft

All Divided Selves

UK 2011, 93’, 16mm/digital, OF, R: Luke Fowler

Das para-dokumentarische Porträt über R.D. Laing (1927–1989) bietet Einblick in Leben und Werk des als Vorreiter der antipsychiatrischen Bewegung geltenden, berühmt-berüchtigten schottischen Psychiaters, der das Verständnis der sozialen und politischen Dimension mentaler Differenz, seelischer Not und Leidens nachhaltig geprägt hat. Fowlers poetische Collage, dessen Titel an Laings bekanntestes Werk, The Divided Self (1960) angelehnt ist, verwebt Archivmaterial aus der Zeit der sozialen und kulturellen Revolutionen der 1960er Jahre mit eigenen sensiblen filmischen Beobachtungen.

Für: Erwachsene | Von: Videonale Bonn, kuratiert von Viktor Neumann | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 5,00 | ermäßigt: € 3,00 | Kombiticket (2 Programme): 8,00€ / 4,00€ erm., Karten an der Kinokasse

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Sa. 18.12.
20:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

Iwans Kindheit

UdSSR 1962, 95‘, 16mm, DF, R: Andrej Tarkowskij

Der Film beschreibt vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs die zerstörte Kindheit des 12-jährigen Iwan, der seine gesamte Familie verloren hat. Mit viel Glück aus dem deutschen Todeslager entflohen, dient Iwan jetzt der Roten Armee als Kundschafter an der Ukrainefront. Traumsequenzen mit der Erinnerung an friedliche und glückliche Tage lassen den Verlust und Schmerz erahnen, der ihn zur Rache an den Tätern treibt. Dem Willen seiner Vorgesetzten, ihn ins Hinterland auf die Militärakademie zu schicken, widersetzt er sich, denn nur an der Front glaubt er überhaupt noch handlungsfähig zu sein.

Die Geschichte beruht auf Wladimir Bogomolovs 1957 erschienenen Erzählung, die Tarkowskij in seinem ersten Spielfilm in starke Schwarz-Weiss-Bilder umsetzt. Er erweitert und unterbricht die linearen Handlungsstränge jedoch durch die Traumszenen und verfolgt damit in poetischer Weise den Gedanken, dass auch Kinder Opfer des Krieges sind, die um ihre Kindheit und um ihre Zukunft betrogen werden.

„Iwans Kindheit“ gewann den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig 1962.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de

Für: Erwachsene | Von: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 7,00 | ermäßigt: € 6,00 | Karten an der Kinokasse

Di. 21.12.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Kurzfilme von ifs und KHM zum Tag des Kurzfilms

»Kurzfilmprogramm«

 Am 21.12. – dem kürzesten Tag des Jahres – wird der kurze Film in ganz Deutschland in seiner Vielfalt, Kreativität und Experimentierfreude bereits zum zehnten Mal gefeiert. Initiiert von der AG Kurzfilm werden an diesem Tag Kinoleinwände und Fernsehprogramme, Galerien und Clubs, Häuserfassaden und Wohnzimmer, öffentliche Räume und Verkehrsmittel von kurzen Filmen erobert. Die Kölner Filmschulen
Die ifs internationale filmschule köln und die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) beteiligen sich gemeinsam mit dem KFFK/Kurzfilmfestival Köln am bundesweiten Kurzfilmtag mit einem Kurzfilmprogramm.

Detailliertes Programm unter www.filmschule.de und www.khm.de

Für: Erwachsene | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

 
 
 

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