Veranstaltungskalender

Ihre Auswahl: Wann: Oktober | Wo: Keine Einschränkung | Was: Lesung | Für Wen: Keine Einschränkung |

Do. 01.10.
19:00 Uhr

Lesung | NS-Dokumentationszentrum

Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine

Bis in die 1990er Jahre kam dem Holocaust in der Ukraine in öffentlichen Debatten, aber auch in der Forschung wenig Beachtung zu. Erst allmählich gerieten die deutschen Verbrechen in der Ukraine in den Blick. Wesentlich dazu beigetragen hat der ukrainische Historiker Boris Zabarko, der – 1935 geboren – als Kind den Holocaust im Ghetto Schargorod überlebte. Seit Mitte der 1990er Jahre veröffentlicht er auf Russisch Zeugnisse von Überlebenden. Ein erster Band erschien 1999 in Kiew, den Margret und Werner Müller auf Deutsch herausgaben.

Auf Boris Zabarkos Bitte hin haben sie auch die Herausgabe der folgenden drei Bände auf Deutsch besorgt. Um ein Gesamtbild vom Holocaust in der Ukraine zu vermitteln, wurden in der deutschen Ausgabe die 215 Berichte nicht alphabetisch aufgeführt, sondern den jeweiligen Tatorten zugeordnet. Die Orte folgen der Chronologie der Besetzung durch die Wehrmacht. Entstanden ist eine »Geografie des Holocaust« in der Ukraine. In der Veranstaltung im NS-Dokumentationszentrum stellen Margret und Werner Müller nun das im letzten Jahr erschienene Buch vor.

Moderation: Tatiana Dettmer (Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forum e.V.)

Boris Zabarko, Margret Müller, Werner Müller (Hg.): Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine. Zeugnisse von Überlebenden. Metropol-Verlag, Berlin 2019.

Eine Veranstaltung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln in Kooperation mit dem Lew Kopelew Forum

 

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens finden alle Veranstaltungen mit einer stark reduzierten Teilnehmerzahl statt. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen im EL-DE-Haus ist eine verbindliche Anmeldung per E-Mail unter nsdok@stadt-koeln.de sowie eine Bestätigung durch das NS-DOK erforderlich. Für den Fall, dass Ihre Anmeldung aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl nicht berücksichtigt werden kann, bitten wir um Ihr Verständnis.

Sie können zudem kurz vor der Veranstaltung an der Kasse nach freien Plätzen fragen.

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Tatiana Dettmer | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Fr. 02.10.
19:00 Uhr

Lesung | Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Migrantenstadl

Lesung / Performance mit Tunay Önder & Imad Mustafa

„Aus meiner Perspektive müssen sich nicht die vermeintlich Andersartigen integrieren; sondern die Mehrheitsgesellschaft muss sich kanakisieren.“ (Tunay Önder)

Seit 9 Jahren denken, schreiben, kuratieren und gestalten Tunay Önder und Imad Mustafa gemeinsam unter dem Label „Migrantenstadl“. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit setzen sie sich mal kritisch-analytisch, mal dadaistisch-künstlerisch mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen auseinander: Allzu deutschen Zuständen, Rassismus-, Integrations- oder Heimatdiskursen setzen sie aktuelle Berichte aus der Peripherie, Wörterayntöffe und Manifeste entgegen, die eine postmigrantische Gesellschaft von unten entwerfen.

Tunay Önder (*1981 in München) ist Deutsche und Türkin. Seit Abschluss ihres Studiums der Soziologie ist sie als Autorin, Publizistin und Kuratorin tätig und entwickelt Formate für eine offene Migrationsgesellschaft.Seit 2011 realisiert sie zusammen mit Imad Mustafa den Blog „Migrantenstadl“ als virtuelles Spielzimmer für postmigrantische Geschichten mit dadaistischem Einschlag.

Imad Mustafa (*1980 in Esslingen) ist Sohn palästinensischer Gastarbeiter. Er ist Politologe und Soziologe und arbeitet als freier Autor und Redakteur für verschiedene Medien. Zur Zeit ist er Lehrbeauftragter an der Universität Erfurt mit den Forschungsschwerpunkten: Protestforschung, Autoritarismusforschung, Politischer Islam, Islam in Deutschland und deutschen Medien, Rechtspopulismus und Rassismus.

Barrierefrei | Im Anschluss Umtrunk

Für: Erwachsene | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum | Treffpunkt: Baustelle | Anmeldung bis zum 23.09. an rjm-veranstaltungen@stadt-koeln.de Teilnehmer*innenzahl begrenzt | Teilnahme: kostenlos

Do. 08.10.
19:00 Uhr

Lesung | NS-Dokumentationszentrum

Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung. Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie

mit Brigitte und Fritz Bilz (Herausgeber*innen)

Die Lengfeld’sche Buchhandlung war vor der Nazizeit die größte Buchhandlung im Rheinland. Ihre Inhaber*innen, die jüdische Familie Ganz: Alexander, Cläre, geb. Meyer, mit ihren Kindern Anna, Karl-Justus, Lisbeth und Felix. Eine gebildete und hoch angesehene Familie in Köln.

Die Gemeinschaft zerbricht, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen. 1934 emigriert der Großteil der Familie unter teilweise abenteuerlichen Umständen nach Belgien, Palästina, Frankreich, später Amerika.

Ihre Fluchtgeschichten und ihre Versuche, im Ausland Fuß zu fassen, haben sie für ihre Kinder und Enkel aufgeschrieben. Entstanden sind authentische Berichte, die anschaulich und anrührend die Schicksale der Familienmitglieder beschreiben.

Brigitte Bilz und Fritz Bilz (Hrsg.) Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie (Kleine Reihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 2)

 

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens finden alle Veranstaltungen mit einer stark reduzierten Teilnehmerzahl statt. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen im EL-DE-Haus ist eine verbindliche Anmeldung per E-Mail unter nsdok@stadt-koeln.de sowie eine Bestätigung durch das NS-DOK erforderlich. Für den Fall, dass Ihre Anmeldung aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl nicht berücksichtigt werden kann, bitten wir um Ihr Verständnis.

Sie können zudem kurz vor der Veranstaltung an der Kasse nach freien Plätzen fragen.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

 
 
 

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