Veranstaltungskalender

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Sa. 27.11.
20:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

Dies Irae – Tag der Rache

DK 1943, 97‘, 16mm, DF, R: Carl Theodor Dreyer

„Dies Irae – Tag der Rache" ist ein düsteres Drama aus der Zeit der Hexenverfolgung im frühen 17. Jahrhundert in Dänemark. Sittenstrenge und Gottgläubigkeit begünstigen die schreckliche Praxis der Hexenverbrennung. Es obliegt dem ältlichen Pfarrer Absalon, eine „Hexe“ auf den Scheiterhaufen zu bringen, um ihre Seele zu retten. Sünde hält jedoch auch im eigenen Pfarrhaus Einzug, denn Absalons junge Frau Anne, die gegen ihren Willen mit ihm verheiratet wurde, verliebt sich in seinen Sohn Martin aus erster Ehe. Sie träumt von einem gemeinsamen Leben, und als sie ihre heimliche Beziehung offenbart, stirbt Absalon an einem Herzinfarkt. Am Sarg bezichtigt Absalons Mutter Merete Anne, Absalon mittels Hexerei getötet zu habe. Nachdem auch Martin sich von ihr abwendet, gesteht Anne die Tat als Sühne für ihren Ehebruch.

Dreyer beschreibt in seinem Film eine fremde Welt, die Epoche der Hexenverbrennungen. Mit karger Inszenierung und ohne jegliche Dramatisierung erreicht er jedoch eine erstaunliche Nähe zu den Menschen, die echt und authentisch erscheinen.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de

Für: Erwachsene | Von: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 7,00 | ermäßigt: € 6,00 | Karten an der Kinokasse

Alle Termine anzeigen
So. 28.11.
16:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Cinema RESIST!

#saytheirnames. Migrantische Selbstermächtigung in Almanya

Ein Kurzfilmprogramm , DF / Omd/eU, ca. 88‘ Einführung: Aurora Rodonò, Diversity Managerin RJM

Ausgehend von der postmigrantischen Realität nimmt das Kurzfilmprogramm #saytheirnames den Widerstand gegen den strukturellen Rassismus in Deutschland in den Blick und versammelt Filme und Videos aus den 1990er Jahren bis heute von Filmemacher*innen und Aktivist*innen, die in ihren Arbeiten die Perspektive der Migration einnehmen. Im Sinne einer selbstermächtigenden Gegenerzählung bürsten sie dominante Narrative und stereotypisierende Bilder gegen den Strich.

Weitere Infos: http://rjm-resist.de

Für: Erwachsene | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Anmeldung erwünscht unter: RJM-Veranstaltungen@STADT-KOELN.DE Betreff: #saytheirnames | Teilnahme: kostenlos

So. 28.11.
16:00 - 18:00 Uhr

Film | Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Cinema RESIST! #saytheirnames. Migrantische Selbstermächtigung in Almanya

Ein Kurzfilmprogramm, kuratiert von Aurora Rodonò
Deutsche OF / OF mit engl. und dt. UT, ca. 88 Minuten

Ausgehend von der postmigrantischen Realität nimmt das Kurzfilmprogramm #saytheirnames den Widerstand gegen den strukturellen Rassismus in Deutschland in den Blick und versammelt Filme und Videos aus den 1990er Jahren bis heute von Filmemacher*innen und Aktivist*innen, die in ihren Arbeiten die Perspektive der Migration einnehmen. Im Sinne einer selbstermächtigenden Gegenerzählung bürsten sie dominante Narrative und stereotypisierende Bilder gegen den Strich.

Einführung und Moderation: Aurora Rodonò, Diversity Managerin RJM

Die Filme im Einzelnen:

Weil ich nun mal hier lebe.
SPOTTERS, Deutschland 2017, 1:09 min, Dokumentarfilm
SPOTS sind kurze audiovisuelle Interventionen zu Facetten des NSU-Komplexes, die der Aufarbeitung durch das Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“ dienen sollen: Hier beschreibt eine junge Frau ihre Reaktion auf den rassistischen Brandanschlag in Mölln Anfang der 90er.

Ein Mädchen im Ring
Aysun Bademsoy, Deutschland 1997, 29:45 min, Dokumentarfilm
Ein kurzer Dokumentarfilm über die deutsch-türkische Schülerin Fikriye Selen aus Köln, die neben ihren Abitur-Vorbereitungen als Boxerin in einem Sportstudio trainiert – als einzige Frau.

Gegen uns. Der rassistische Mord an Jorge Gomondai
Julia Oelkers, Deutschland 2020, 3:10 min, Dokumentarfilm
Clip 1: Emiliano Chaimite, Olga M. und Danilo Starosta erinnern sich an das Jahr 1991 und den Tod von Jorge Gomondai. Clip 2: Emiliano Chaimite und Pita Gomondai sprechen über die Einweihung des Jorge-Gomondai-Platzes und die Bedeutung für die Familie.

Dunkelfeld
Ole-Kristian Heyer, Patrick Lohse, Marian Mayland, Deutschland 2020, 16:11 min, Dokumentarfilm, Experimentalfilm
Im August 1984 brannte in Duisburg ein von Gastarbeiter:innen bewohntes Haus. Sieben Menschen kamen ums Leben. Die Polizei schloss Rassismus als Motiv aus, aber die Überlebenden fragen sich noch heute, ob es Zufall war, dass gerade ihr Haus angezündet wurde.

Fremd im eigenen Land
Christoph Dreher, Deutschland 1992, 4:40 min, Musikvideo
Im Dezember 1992 beschließt der Deutsche Bundestag mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD die Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl. Der Song „Fremd im eigenen Land“ ist eine Kampfansage gegen diese rassistischen Zustände.

Tiefenschärfe
Alex Gerbaulet, Mareike Bernien, Deutschland 2017, 14:21 min, Dokumentarfilm
Es werden Orte untersucht, an denen der NSU in Nürnberg Morde verübt hat – eine beobachtende Umkreisung, die die Tatorte über ihre Umgebung kontextualisiert, in ihren Markierungen liest und ihre heutige Be- und Umnutzung zeigt. Das Bodenlose der Taten taucht als formales Element in der Bildsprache auf.

This Makes Me Want to Predict the Past
Cana Bilir-Meier, Deutschland 2019, 16:02 min, Dokumentarfilm, Experimentalfilm
Der Super-8-Film porträtiert eine Gruppe migrantischer Jugendlicher im Münchner Olympia-Einkaufszentrum, wo 2016 bei einem rassistischen Angriff neun migrantische Jugendliche ermordet und viele Menschen schwer verletzt wurden.

(Gegen) Die Willkür ...
SPOTTERS, Niederlande 2017, 2:27 min, Dokumentarfilm
Geschichtenerzählen als Widerstand gegen die Wahrnehmung, dass das Leben eine Reihe zufälliger Ereignisse ist.

Ort: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln 

Anmeldung erwünscht unter: RJM-Veranstaltungen@STADT-KOELN.DE

Betreff: #saytheirnames

Für: Erwachsene | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum | Treffpunkt: Filmforum im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, 01.04.2021 - 09.01.2022

Do. 02.12.
19:00 - 20:18 Uhr

Film | Museum für Angewandte Kunst Köln

Das perfekte Schwarz

Sechs Menschen offenbaren ihre eigene Interpretation von perfektem Schwarz. In der schwarzen Tiefe fühlen sie sich zu Zuhause. Es ist der Moment, in welchem Menschen ihre Masken fallen lassen, meint der Tattoo Künstler Gerhard Wiesbeck und färbt mit der Tattoonadel eine Hautfläche schwarz. Synästhesisten können Farben mit Tönen verknüpfen. Katja Krüger hat diese Fähigkeit und als Musikerin kann sie ihr perfektes Schwarz hörbar machen. Dorothea Stockmar ist Künstlerin und ausgebildete Trauerbegleiterin. Sie sagt, das perfekte Schwarz ist wichtig, weil es allem die Kontur gibt. Der Kunstdrucker Dieter Kirchner hat Jahre gesucht, bis er sein Schwarz in einem Obsidian-Stein fand. Vor diesem Hintergrund lässt er in seinen Drucken Abbilder hervortreten. Was ist das perfekte Schwarz? Vielleicht lässt Tom Fröhlichs Film diese Frage offen, aber man ahnt: es ist einer der ältesten Begleiter unserer Existenz!

Regie: Tom Fröhlich Dokumentarfilm | D 2019 | 78 min; Foto: © Verleih.

Eintritt 6 €, nur Abendkasse, keine Reservierungen In Zusammenarbeit mit der Kinogesellschaft Köln.

Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Treffpunkt: Overstolzensaal

 
 
 

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