Veranstaltungskalender

Ihre Auswahl: Wann: Keine Einschränkung | Wo: NS-Dokumentationszentrum | Was: Lesung | Vortrag | Tagung | Seminar | Für Wen: Keine Einschränkung |

Do. 02.03.
19:00 Uhr

Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

„Die Inzidenz liegt bei 1933“. NS-Vergleiche in der Gegenwart

Seit Beginn der Coronapandemie werden online wie offline vermehrt NS-Vergleiche verbreitet, um die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu diskreditieren. Neben der Warnung vor einem „neuen 1933“ finden sich „Ungeimpft-Sterne“ oder die Bezeichnung des Infektionsschutzgesetzes als „Corona-Ermächtigungsgesetz“. Solche Analogien relativieren die Schoa und mobilisieren damit antisemitische Ressentiments. Der Vortrag nimmt zum einen diese Vergleiche aus dem öffentlichen Kommunikationsraum in den Blick und beleuchtet zum anderen israelbezogene NS-Vergleiche in E-Mails an die Israelische Botschaft und den Zentralrat der Juden. Welche Gefahren diese verschiedenen Erscheinungsformen in sich bergen und wie ein angemessener Umgang damit in der pädagogischen Praxis aussehen kann, soll im Anschluss gemeinsam reflektiert werden.

Die Referentin Dr. Linda Giesel ist Autorin des Werkes „NS-Vergleiche und NS-Metaphern – Korpuslinguistische Perspektiven auf konzeptuelle, strukturelle und funktionale Charakteristika“.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Themenreihe „1933. Gewalt – Gesellschaft – Gegenwart“ statt.

Foto: Querdenker*innen-Demonstration am 29.01.2022 in Düsseldorf © Ddorf-aktuell

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Do. 09.03.
19:00 Uhr

Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Das „Braune Haus“ in der Mozartstraße. Ein zentraler Ort des NS-Terrors in Köln 1933

Bereits kurz nach der Machtübernahme begannen die NS-Verbände mit exzessiver Gewalt gegen Angehörige der linken Arbeiterbewegung, Andersdenkende und jüdische Bürger*innen vorzugehen. Auch in Köln entstanden zahlreiche von SA, SS und NSDAP betriebene Haft- und Folterstätten. Eine besondere Rolle spielte dabei das „Gauhaus“ der NSDAP in der Mozartstraße, dessen Haftkeller für einige Monate zum zentralen Ort lokalen NS-Terrors wurde.

Dr. Thomas Roth, Historiker am NS-Dokumentationszentrum, rekonstruiert die damaligen Ereignisse und schildert die Formen und Zwecke der in der Mozartstraße ausgeübten Gewalt. Er wirft einen Blick auf die Täter und lässt Opfer zu Worte kommen. Schließlich geht es darum, welche Auswirkungen der Terror im „Braunen Haus“ auf die Kölner Stadtgesellschaft hatte.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Themenreihe „1933. Gewalt – Gesellschaft – Gegenwart“ statt.

Foto: Das „Braune Haus“ in der Mozartstraße 28, um 1900 © Rheinisches Bildarchiv, RBA L 04 426/05

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Di. 14.03.
17:30 Uhr

Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Umgang mit Antisemitismus in der Grundschule

In dem interaktiv gestalteten Vortrag, in dem auch das gemeinsame Ausprobieren und Reflektieren von Methoden der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit nicht zu kurz kommen wird, stellen Robert Zenker und David Gilles (Mitarbeiter des Anne Frank Zentrums) eine Handreichung zum Umgang mit Antisemitismus in der Grundschule vor, die das Anne Frank Zentrum im Jahr 2022 gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie veröffentlich hat. Die Publikation beinhaltet Hintergrundinformationen und Methoden zur Arbeit mit Grundschüler*innen zu den Themenfeldern „Alltag von Juden und Jüdinnen in Berlin“, „Auseinandersetzung mit antisemitischen Vorurteilen und Diskriminierung“ und „Holocaust“.
Anders als in NRW geht die Grundschule in Berlin bis zur 6. Klasse. Insofern eignen sich die Methoden auch für die Arbeit mit unteren Jahrgängen weiterführender Schulen.

Bei der Online-Veranstaltung handelt es sich um die dritte in der Reihe „teach the teachers" der Fachstelle [m²]. Zielgruppen sind insbesondere in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit Tätige, darüber hinaus aber alle an dieser Arbeit Interessierten.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Um Anmeldung unter mhochzwei@stadt-koeln.de wird gebeten – Sie erhalten dann den Link zur Veranstaltung.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Teilnahme: kostenlos

Di. 25.04.
19:00 Uhr

Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Verdrängt aus Amt und Würden

Hans Ernst Böttcher, Präsident des Landgericht Lübeck i.R., referiert über die Entstehung und Folgen des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, das im April 1933 erlassen wurde. Es diente dazu, politische Gegner wie Jüdinnen*Juden, Demokrat*innen, Linke und Frauen aus dem öffentlichen Dienst und der Anwaltschaft zu entfernen.

Im Anschluss an den einführenden Vortrag moderiert Annika Triller, stellvertretende Vorsitzende des Verein EL-DE-Haus eine Gesprächsrunde mit dem Referenten, Irene Franken (Kölner Frauengeschichtsverein), Birte Klarzyk, (NS-DOK) und Dr. Witich Rossmann (Vorsitzender DGB Stadtverband Köln).

Eine Veranstaltung des Verein EL-DE-Haus im Rahmen der Themenreihe „1933. Gewalt – Gesellschaft – Gegenwart“.

Foto: Übermaltes Kanzleischild des Anwalts und Notars Werner Liebenthal in der Martin-Luther-Straße, Berlin 1933. Liebenthal erhielt am 6. Juli 1933 Berufsverbot. © Etan J. Tal, CC BY-SA 3.0

Mehr Informationen zu Veranstaltungen des Vereins EL-DE-Haus im Zuge des Gedenkens an 90 Jahre nach dem Beginn der NS-Zeit finden Sie unter http://verbranntundverbannt.info/.

Für: Erwachsene | Von: Verein EL-DE-Haus e.V. | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

 
 
 

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