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Mi. 22.01.
12:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

PhilharmonieLunch - Filmmusik und ihre Komponisten: Alexandre Desplat

The Shape Of Water

USA 2017, Auszüge, Blu-ray, DF, R: Guillermo del Toro, M: Alexandre Desplat, mit Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Octavia Spencer Den vollständigen Film zeigen wir am 16. Februar 2020, 15:00 Uhr

Horror und Romanze schließen sich nicht aus, ganz im Gegenteil: Die Tatsache, dass beides von großen Emotionen begleitet wird, haben sich Regisseur Guillermo del Toro und sein musikalischer Partner Alexandre Desplat in THE SHAPE OF WATER zu eigen gemacht. Eine romantische, fast schon verschmitzt-französisch anmutende, vom Synthesizer gepfiffene Melodie paart sich mit großen Orchester-Arrangements aus dem plüschigen Hollywoodkino der 1950er und 60er Jahre und den Spannungs-Crescendi des Universal-Horrors à la DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS. Das passt ideal zu einer Romanze zwischen einem gefangenen Seeungeheuer und einer stummen Reinigungskraft eines Geheim-Labors der US-Regierung. Absurd? Ja! Aber auch wunderschön originell. Mit einer Musik, die nicht nur die Academy bezaubert hat und Desplat nach GRAND BUDAPEST HOTEL (2015) seinen zweiten Oscar bescherte.

Seit dem »goldenen Zeitalter« der Filmmusik, in dem Komponisten wie Alex North, Alfred Newman, Max Steiner oder Miklos Rozsa und Bernard Herrmann groß geworden sind, ist eines im Kino rar geworden: die Melodie. Kaum jemand hat dieses Manko im 21. Jahrhundert derart eindrücklich beseitigt wie Alexandre Desplat. Besser noch, mit dem Pariser, der spätestens seit DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING (2003) auch aus Hollywood nicht mehr wegzudenken ist, ist die Lust am musikalischen Fabulieren zurückgekommen. Seine Filme leben nicht von der Stetigkeit des Klangs, sondern vom Kontrapunkt. Desplat hat dem eingängigen Legato das Schelmische zur Seite gestellt. Zehn Oscar-Nominierungen und zwei Statuetten hat ihm das seit 2007 eingebracht, nachdem die Filmwelt endlich erkannt hat, dass dieser Komponist ihr das »goldene Zeitalter« zurückgebracht hat.

Für: Erwachsene | Von: KölnMusik gemeinsam mit Kino Gesellschaft Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

Do. 23.01.
18:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Tadmor

LB/F/CH/QAT/AE 2016, 103‘, arabische OmU, ein Film von Monika Borgmann & Lokman Slim Zu Gast: Monika Borgmann, Moderation: Larissa Bender

Tadmor – das ist der arabische Name für die syrische Stadt Palmyra und das in der Nähe der Stadt liegende berühmt-berüchtigte gleichnamige Gefängnis. Einst von der französischen Mandatsmacht erbaut, erlangte es ab Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts traurige Berühmtheit, als der syrische Präsident Hafez al-Assad, der sich 1970 an die Macht geputscht hatte, seine schlimmsten Gegner in diesem Gefängnis wegsperrte. Zahlreiche linke Oppositionelle saßen jahrelang in diesem Gefängnis ein, das für die Brutalität der dort verantwortlichen Militärpolizisten bekannt war, sondern insbesondere Tausende Muslimbrüder. Aber auch zahlreiche Libanesen, die aus verschiedenen Gründen im Libanon (vor allem während des libanesischen Bürgerkriegs 1975 – 1990) verhaftet wurden, saßen teils jahrelang dort ein.

Einige dieser ehemaligen libanesischen Häftlinge verarbeiteten im Jahr 2012 unter Leitung von Monika Borgmann und Lokman Slim ihre Haftzeit in einem Theaterstück, das auch in Deutschland zur Aufführung kam. Zwei Jahre später wurde daraus ein Dokumentarfilm. In dem Film spielen die ehemaligen Häftlinge sowohl die Rolle der Gefangenen, als auch die der Gefängniswärter. Dafür bauten sie eine Gemeinschaftszelle nach und zeigen ihren Tagesablauf, der gekennzeichnet ist von Demütigungen und Schlägen. Zwischen den einzelnen nachgespielten Szenen berichten ehemalige Häftlinge über ihre Zeit im Gefängnis, über Folter und Grausamkeiten, über die Zwistigkeiten unter den Häftlingen, über den Tod von Kameraden.

Der Film zeigt eindrucksvoll das Leben der Gefangenen in diesem Gefängnis, das Leid und die Hoffnungen, die Widerstandskraft und den Zusammenbruch dieser Menschen, die zum Teil nie erfuhren, warum sie inhaftiert waren. Und angesichts der Tatsache, dass in Syrien womöglich Hunderttausende Menschen unter ähnlichen Umständen inhaftiert sind und Zehntausende unter Folter oder aufgrund der Umstände starben, ist der Film ein wichtiges Zeugnis einer syrischen Realität, der sich insbesondere europäische Regierungen stellen sollten.

Für: Erwachsene | Von: Allerweltskino | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 10,00 | ermäßigt: € 8,00

Do. 23.01.
18:30 Uhr

Gespräch | Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

BAUSTELLENSPRECHSTUNDE Resist!

Im Gespräch mit dem Kuratorenteam Resist! Kommen Sie zur regelmäßigen Sprechstunde Resist! in unserem neuen Open Space, „DIE BAUSTELLE“. Erfahren Sie von uns mehr über das, was wir vorhaben. Kommen Sie mit uns über Widerstand ins Gespräch.

Für: Alle | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum | Treffpunkt: Die Baustelle | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „Die Baustelle“, 07.12.2019 - 23.10.2020

Alle Termine anzeigen
Fr. 24.01.
15:00 - 17:00 Uhr

Seminar | Museum für Ostasiatische Kunst

Tee in China und Japan

Ein einführender Kurzvortrag gibt einen Überblick über die kulturhistorische Entwicklung der japanischen Teekunst und ihre chinesischen Wurzeln. Beim anschließenden Rundgang  betrachten wir ausgewählte Exponate der Ausstellung und der Sammlung im Hinblick auf ihre Beziehung zur Teekultur.

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Dr.Marie-Luise Legeland, Caroline Stegmann-Rennert M.A. | Reihe: Akademieprogramm | Treffpunkt: Kasse | Preis: € 6,00 | zzgl. Eintritt | Anmeldung bis: 19.01.2020 | Rahmenprogramm zu: „Trunken an Nüchternheit. Wein und Tee in der chinesischen Kunst“, 13.11.2019 - 03.05.2020

Anmeldung (Nur Anfrage, Anmeldeschluss abgelaufen)
Fr. 24.01.
18:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Köln Anno 1475: Die Freie Reichsstadt

D 2018, ca. 25‘, digital, R: Jens F. Walter

Das Historische Archiv der Stadt Köln präsentiert gemeinsam mit Jens F. Walther seinen aktuellsten Dokumentarfilm KÖLN ANNO 1475: DIE FREIE REICHSSTADT. Wir begeben uns auf eine Zeitreise in das Mittelalter. Im Jahr 1475 hat Kaiser Friedrich III. Köln den Status einer freien Reichsstadt verliehen. Aber wie hat das Leben damals ausgesehen? Wie muss man sich das Leben in der damals größten Stadt des deutschsprachigen Raumes mit rund 40.000 Einwohnern vorstellen? Der Film veranschaulicht den damaligen Alltag. Aufwändige Animationen helfen dabei, sich ein Bild von dem damaligen Leben machen zu können und die Bilder besser einzuordnen.

Lassen Sie sich von unserem Archivar, Dr. Max Plassmann, in die Historie des Mittelalters entführen und kommen Sie nach der Filmvorführung mit dem Filmemacher Jens F. Walther ins Gespräch.

Für: Erwachsene | Von: Historisches Archiv Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | um Anmeldung an AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de wird gebeten | Teilnahme: kostenlos

Sa. 25.01.
14:00 - 17:00 Uhr

Mitmachen | Käthe Kollwitz Museum

Berlin, Berlin – Ein Großstadtgewimmel

Spielen, Malen, Basteln

Auf den Bildern und Photographien der »Berliner Realisten« gibt es viel zu entdecken: Wir flanieren entlang der Prachtstraßen und über Jahrmärkte, ziehen mit den Arbeitern durch schäbige Seitengassen und wagen uns in die engen Berliner Hinterhöfe. Auf den meisten dieser Straßenszenen wimmelt es nur so von Menschen. Wir schauen genau hin und lassen uns von ihnen inspirieren. Dann wird geschnippelt, geklebt, gezeichnet und gemalt – bis wir am Ende unser eigenes spannendes Wimmelbild mit nach Hause nehmen.

Anmeldung erforderlich bis mind. 2 Tage vorher unter 0221 / 227 -2899 oder museum@kollwitz.de

Für: Kinder ab 6 Jahren | Von: Käthe Kollwitz Museum | Treffpunkt: Forum im Museum | Preis: € 5,00 | inkl. Material | Rahmenprogramm zu: „Berliner Realismus “, 10.10.2019 - 26.01.2020

Sa. 25.01.
20:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

Es herrscht Ruhe im Land

BRD 1975, 103‘, 16mm, R: Peter Lilienthal

In Las Piedras, einer Kleinstadt in Südamerika werden in der zum Gefängnis umgebauten Kaserne politische Gefangene inhaftiert. Die Verwandten draußen organisieren ein Hilfskomitee, das überall auf angstvolle Sympathie stößt. Als einem Teil der Häftlinge durch eingeschmuggelte Waffen und Uniformen der Ausbruch gelingt, übernimmt das Militär die Macht in der Stadt. Es richtet nicht nur unter den zurückgebliebenen Häftlingen ein blutiges Massaker an, sondern sperrt nahezu die gesamte Zivilbevölkerung in das örtliche Fußballstadion. So herrscht wieder Ruhe im Land...

In den siebziger Jahren wandte sich Lilienthal in mehreren Filmen den Problemen in Südamerika zu, die ihn seit seiner Jugend in Uruguay bewegten. Die Anspielungen auf Chile sind in diesem Film offensichtlich durch das dokumentarische Material von Straßenkämpfen zwischen Angehörigen des chilenischen Militärs und der Bevölkerung. Mit der sehr persönlichen Schilderung der Geschehnisse aus der Perspektive der Protagonisten schafft es Lilienthal, den Zuschauer emotional in Bann zu ziehen. ES HERRSCHT RUHE IM LAND erhielt 1976 den Deutschen Filmpreis.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de

Für: Erwachsene | Von: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 7,00 | ermäßigt: € 6,00 | Karten an der Kinokasse

So. 26.01.
11:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Shoah

FR 1985, 540‘, 35mm, OmU, R: Claude Lanzmann

Mit dem Film SHOAH schuf Claude Lanzmann einen Meilenstein in der filmischen Aufarbeitung des Holocausts. Ohne ein einziges Archivbild lässt der Regisseur das Grauen der Judenvernichtung allein durch Gespräche mit Zeitzeugen und durch Bilder der Schauplätze entstehen. Lanzmann lässt sich dabei Zeit, er führt die Gespräch so lange, bis sich die Interviewten öffnen und einen tiefen Einblick in ihre Erlebnisse zulassen. Die Monumentalität des Films mit seiner Länge von neun Stunden entspricht der Monstrosität der geschilderten Ereignisse der Shoah.

Das Wort „Shoah“ entstammt der hebräischen Sprache und trägt die Bedeutung von „Katastrophe“, „großes Unglück“, das englische Wort „Holocaust“ kommt aus dem altgriechischen ὁλόκαυστος holókaustos und trägt die Bedeutung „vollständig verbrannt“.

Der Film wird in einer gemeinsamen Veranstaltung des Instituts für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln, vertreten durch Véronique Sina und Dennis Göttel, des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln sowie des Allerweltskino e.V. zum 75. Jahrestag der Befreiung der Auschwitz-Insassen durch die Rote Armee gezeigt. Zur Aufführung kommt die originale 35mm-Kopie, die in drei Blöcken á 3 Stunden vorgeführt wird. Zwischendurch gibt es ein Filmgespräch. Ende der Veranstaltung ist voraussichtlich 22.00 Uhr.

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln, des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln sowie des Allerweltskinos | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

So. 26.01.
11:00 Uhr

Film | NS-Dokumentationszentrum

Screening »Shoah«

Mit dem Film »Shoah« schuf Claude Lanzmann einen Meilenstein in der filmischen Aufarbeitung des Holocausts. Ohne ein einziges Archivbild lässt der Regisseur das Grauen der Judenvernichtung allein durch Gespräche mit Zeitzeugen und durch Bilder der Schauplätze entstehen. Lanzmann lässt sich dabei Zeit. Er führt die Gespräche so lange, bis sich die Interviewten öffnen und einen tiefen Einblick in ihre Erlebnisse zulassen. Die Monumentalität des Films mit seiner Länge von neun Stunden entspricht der Monstrosität der geschilderten Ereignisse der Shoah.

Das Wort »Shoah« entstammt der hebräischen Sprache und bedeutet von »Katastrophe«, »großes Unglück«. Das englische Wort »Holocaust« kommt aus dem altgriechischen ὁλόκαυστος holókaustos und trägt die Bedeutung »vollständig verbrannt«.

Der Film wird in einer gemeinsamen Veranstaltung des Instituts für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln, vertreten durch Véronique Sina und Dennis Göttel, des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln sowie von Allerweltskino e.V. zum 75. Jahrestag der Befreiung der Auschwitz-Insassen durch die Rote Armee gezeigt. Zur Aufführung kommt die originale 35mm-Kopie, die in drei Blöcken à 3 Stunden vorgeführt wird. Zwischendurch gibt es ein Filmgespräch. Ende der Veranstaltung ist voraussichtlich 22 Uhr.

Veranstaltet vom Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln und dem Verein Allerweltskino, in Kooperation mit dem NS-DOK

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: Filmforum NRW im Museum Ludwig | Zum Eintrittspreis vgl. www.allerweltskino.de

So. 26.01.
16:00 Uhr

Film | Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Böhms – Architektur einer Familie

Gottfried Böhm, einer der wichtigsten Architekten in Deutschland, beschäftigt sich noch immer täglich mit Bauvorhaben. Seinen Söhnen Stephan, Peter und Paul gelang es mit herausragenden eigenen Bauten aus dem Schatten des Vaters zu treten. Der Film dokumentiert die Arbeit, die Bauten und das Leben der Böhms. Er zeichnet ein intimes Porträt der Architektenfamilie.

Gespräch mit Paul Böhm im Anschluss an die Filmvorführung.

D 2014 • 87‘ • dt.Original • FSK 0 • Regie: Maurizius Staerkle Drux

Eintritt 6 €, nur Abendkasse. © Verleih

Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Reihe: CineMAKK | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 6,00

Mo. 27.01.
18:00 Uhr

Gespräch | NS-Dokumentationszentrum

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Am Jahrestag der 75-jährigen Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedenken wir unter anderem den KZ-Überlebenden Kölner*innen. In diesem Jahr legen wir einen Schwerpunkt auf das Wirken und die Schicksale von Frauen während der Zeit des Nationalsozialismus.

In der Weimarer Republik hatten Frauen das Wahlrecht errungen und sich persönliche Freiheiten verschafft. Sie waren als Pazifistinnen und Gegnerinnen des aufkommenden Nationalsozialismus aktiv. Ab 1933 setzte die extrem patriarchalische NS-Diktatur ein rückschrittliches Frauenbild durch, minderte Bildungsmöglichkeiten und politische Mitwirkung. Dennoch akzeptierten auch Frauen die menschenfeindlichen Ziele des NS und wurden zu Täterinnen.

Wir stellen drei unterschiedliche Biografien vor:

Die kommunistische Arbeiterin und Widerstandskämpferin Gertrud (Trautchen) Hamacher, wurde im Juni 1933 verhaftet und saß im Klingelpütz ein. Ab 1934 ging sie in die Illegalität und bald ins Ausland, von wo sie Flugblätter und Schriften gegen die Nazis nach Deutschland schmuggelte. Auch ihre späteren Interventionen waren gefährlich und mutig.

Die Kölner Jüdin Renée Duering wurde 1943 gemeinsam mit ihrem Mann nach Auschwitz deportiert. Er wurde ermordet. Sie wurde frauenspezifischen Experimenten unterzogen. Es gelang ihr, zu fliehen. Auch ihr weiteres Schicksal ist spannend.

Die in Köln geborene Herta Oberheuser war eine grausame KZ-Ärztin. 1947 wurde sie als einzige Frau bei den Nürnberger Ärzteprozessen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Zuchthaus abgeurteilt.

Eine Veranstaltung der Projektgruppe Gedenktag

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: AntoniterCityKirche, Schildergasse | Teilnahme: kostenlos

Mi. 29.01.
19:00 Uhr

Film | NS-Dokumentationszentrum

Medizinversuche in Auschwitz - Clauberg und die Frauen von Block 10

Aus Anlass der Anwesenheit  der Zeitzeugin Nomi Harper, Tochter einer Kölner Überlebenden der Medizinversuche von Auschwitz, zeigen wir diesen Film in Anwesenheit der Regisseurin.

„Wir wurden mit unserer Nummer aufgerufen, und dann war da Clauberg, der uns etwas in die Vagina spritzte. Und manchmal sagten sie dann: ‚Es gibt keine Kinder mehr.‘“ Leny Adelaar (Niederlande) 

Vor über 70 Jahren sterilisierte der Kieler Gynäkologe Carl Clauberg in Block 10 in Auschwitz hunderte Frauen und Mädchen. Die meisten von ihnen wurden unfruchtbar. Von den wenigen Überlebenden hatten nur einige das Glück, anschließend noch Kinder bekommen zu können. In Zusammenarbeit mit der Schering-Kahlbaum AG, heute zur Bayer AG gehörend, hatte Clauberg Hormonpräparate und Kontrastmittel entwickelt, die dabei zum Einsatz kamen. Die Firma Siemens lieferte einen Röntgenapparat.

Carl Clauberg war einer der weltweit führenden Reproduktionsmediziner. Mit seinen Forschungen hat er die Grundlagen für die Antibabypille geschaffen und schrieb Medizingeschichte. Seine Arbeiten zur Geburtenregelung und Unfruchtbarkeit sind bis heute Teil des medizinischen Kanons – ohne jedoch den Bezug zu Auschwitz herzustellen.

Die letzten Überlebenden seiner menschenverachtenden Experimente, inzwischen hoch betagt, erzählen in diesem hochemotionalen Film von ihren Erfahrungen, von ihrem Leben vor und nach Auschwitz, ihrem Leiden, ihren Verlusten, und wie sie nach den Experimenten weiterleben konnten.

Eine Produktion von Medienkontor Winterberg & Nagel, Saxonia Entertainment, Cinephil

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von

-Vorbereitungsgruppe Gedenktag 27. Januar,
- Kölner Frauengeschichtsverein,
- NS-Dokumentationszentrum,
- Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Univesität zu Köln

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Irene Franken | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Do. 30.01.
18:00 Uhr

Seminar | Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Museum on the couch 1

Workshop-Seminar mit öffentlicher Präsentation der studentischen Arbeiten. Das Museum stellt sich in Frage und legt sich aufs Sofa! Der Workshop „Museum on the Couch – Reflexive und kreative Erkundungen im RJM“, geleitet von Dr. Bernard Müller, ist eine neue Kooperation mit dem Institut für Ethnologie der Universität zu Köln und dem RJM. Ziel ist es, den Student*innen die Gelegenheit zu geben, das Museum mittels praktischer Übungen zu entdecken und mitzugestalten.

Für: Erwachsene | Von: Museumsgesellschaft RJM e.V. Universität zu Köln | Treffpunkt: Die Baustelle | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „Die Baustelle“, 07.12.2019 - 23.10.2020

Fr. 31.01.
19:30 Uhr

Film | Museum Ludwig

STRANGER THAN FICTION 2020

Eröffnungsfilm: Das Wunder Von Taipeh

D 2019, 85‘, DCP, R: John David Seidler

Die erste Fußballweltmeisterschaft der Frauen fand im Jahr 1981 in Taipeh statt. In einer Zeit, in der der DFB den Frauenfußball eher duldete als förderte, nachdem er bis 1970 noch offiziell verboten war. So hatte er auch wenig Interesse daran, eine Frauennationalmannschaft zu gründen. Stattdessen wurden die Rekordmeisterinnen der SSG 09 Bergisch Gladbach nach Taiwan geschickt. Ursprünglich aus einer Kölner Thekenmannschaft entstanden, spielten sie das Turnier ihres Lebens – und gewannen. Die ehemaligen Spielerinnen erzählen anekdotenreich und mit einer großen Portion Humor von den heute absurd anmutenden Bedingungen: von der Ignoranz, gegen die sie sich durchsetzen mussten und dem chauvinistischen Gebaren, von denen sie umgeben waren. Untermalt durch historisches Filmmaterial sind es Zeitzeugnisse einer Männerwelt, die heute umso anachronistischer wirken. Ein Film über viel mehr als sportlichen Erfolg – ein Film über Gleichberechtigung und Anerkennung. Weltpremiere bei den Hofer Filmtagen 2019!

Für: Erwachsene | Von: Kino Gesellschaft Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 8,00 | ermäßigt: € 7,00 | Reservierung: info@kinogesellschaftkoeln.de

Mo. 03.02.
14:30 Uhr

Gespräch | NS-Dokumentationszentrum

»Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz«

mit Alwin Meyer (Kurator der Sonderausstellung)

Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der Spurensuche nach den »Kindern von Auschwitz«. In vielen Ländern führte er Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. 1990 erschien sein erstes Buch zum Thema »Die Kinder von Auschwitz«.1995 wurde sein gleichnamiger Dokumentarfilm im In- und Ausland ausgestrahlt. Zuletzt erschien »Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz« im Steidl Verlag.

Alwin Meyer wird einen Vortrag halten und Passagen aus seinem Buch lesen. Er wird von seinen Begegnungen mit Menschen erzählen, die als Kinder Auschwitz überlebt haben. Gerne beantwortet er auch Fragen.

14:30 Uhr: Teilnahme nur für Schüler*innen Eintritt frei (Anmeldung erforderlich im NS-DOK unter (0221-221-26332)

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Alwin Meyer | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“, 15.11.2019 - 23.02.2020

Mo. 03.02.
19:00 Uhr

Gespräch | NS-Dokumentationszentrum

»Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz«

mit Alwin Meyer (Kurator der Sonderausstellung)

Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der Spurensuche nach den »Kindern von Auschwitz«. In vielen Ländern führte er Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. 1990 erschien sein erstes Buch zum Thema »Die Kinder von Auschwitz«.1995 wurde sein gleichnamiger Dokumentarfilm im In- und Ausland ausgestrahlt. Zuletzt erschien »Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz« im Steidl Verlag.

Alwin Meyer wird einen Vortrag halten und Passagen aus seinem Buch lesen. Er wird von seinen Begegnungen mit Menschen erzählen, die als Kinder Auschwitz überlebt haben. Gerne beantwortet er auch Fragen.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“, 15.11.2019 - 23.02.2020

Di. 04.02.
14:30 Uhr

Gespräch | NS-Dokumentationszentrum

»Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz«

mit Alwin Meyer (Kurator der Sonderausstellung)

Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der Spurensuche nach den »Kindern von Auschwitz«. In vielen Ländern führte er Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. 1990 erschien sein erstes Buch zum Thema »Die Kinder von Auschwitz«.1995 wurde sein gleichnamiger Dokumentarfilm im In- und Ausland ausgestrahlt. Zuletzt erschien »Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz« im Steidl Verlag.

Alwin Meyer wird einen Vortrag halten und Passagen aus seinem Buch lesen. Er wird von seinen Begegnungen mit Menschen erzählen, die als Kinder Auschwitz überlebt haben. Gerne beantwortet er auch Fragen.

14:30 Uhr: Teilnahme nur für Schüler*innen Eintritt frei (Anmeldung erforderlich im NS-DOK unter (0221-221-26332)

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“, 15.11.2019 - 23.02.2020

Di. 04.02.
19:00 Uhr

Gespräch | NS-Dokumentationszentrum

»Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz«

mit Alwin Meyer (Kurator der Sonderausstellung)

Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der Spurensuche nach den »Kindern von Auschwitz«. In vielen Ländern führte er Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. 1990 erschien sein erstes Buch zum Thema »Die Kinder von Auschwitz«.1995 wurde sein gleichnamiger Dokumentarfilm im In- und Ausland ausgestrahlt. Zuletzt erschien »Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz« im Steidl Verlag.

Alwin Meyer wird einen Vortrag halten und Passagen aus seinem Buch lesen. Er wird von seinen Begegnungen mit Menschen erzählen, die als Kinder Auschwitz überlebt haben. Gerne beantwortet er auch Fragen.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Alwin Meyer | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“, 15.11.2019 - 23.02.2020

Do. 06.02.
18:00 - 19:30 Uhr

Gespräch | Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Trauen Sie Ihren Augen!

Was passiert in diesem Bild? Bei dem Rundgang durch die Sammlung geht es nicht um kunsthistorisches Wissen, sondern darum, den eigenen Augen zu trauen: Freuen Sie sich auf einen außergewöhnlichen Museumsbesuch, der zu manchem Perspektivwechsel anregt. In spannenden Dialogen mit anderen Besuchern begegnen Sie unterschiedlichen Sichtweisen. Vielleicht gewinnen Sie dabei einen neuen Blick für sich selbst.

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Reihe: AbendsImMuseum | Treffpunkt: Foyer | Teilnahme: kostenlos

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Do. 06.02.
18:30 - 21:30 Uhr

Mitmachen | Museum Ludwig

Offenes türkisches Forum

Sanata Ne Dersiniz? Lust auf Kunst? Im offenen türkischen Forum wird Kunst angesehen, diskutiert und selbst gemacht.  Hasan Hüseyin Deveci, Künstler und Kunstpädagoge, lebt seit 1995 in Deutschland und moderiert die Veranstaltung.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Hasan Hüseyin Deveci | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

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