Veranstaltungskalender

Ihre Auswahl: Wann: Keine Einschränkung | Wo: Museum Ludwig | NS-Dokumentationszentrum | Was: Gespräch | Event | Langer Donnerstag | Performance | Für Wen: Alle |

Fr. 08.05.
21:00 Uhr

Event | NS-Dokumentationszentrum

Projektion im öffentlichen Raum: Das endgültige Ende des Krieges

Am 8. Mai 1945 fand der Zweite Weltkrieg sein endgültiges Ende. Daran soll eine Projektion auf die Fassade der TH Köln - Campus-Süd ("Alte Universität") erinnern. Sie war zwischen 1934 und 1945 Sitz der NSDAP-Gauleitung und somit einer der zentralen Täterorte in Köln.

Bei dieser Veranstaltung wird ein zeitlich breiter Bogen von 1933 bis 1945 gespannt, um sowohl die Begeisterung für das »Dritte Reich« als auch sein Ende im Frühjahr 1945 zu veranschaulichen.

In Kooperation mit dem freien Theaterkollektiv »Futur3« aus Köln werden mittels Projektion und Performance die »Abel-Papers« vorgestellt, in denen 1934 hunderte überzeugter Nationalsozialist*innen die Gründe ihrer politischen Begeisterung schilderten.

Anschließend werden Filme vom Kriegsende in Köln und der Zerstörung der NS-Symbole am Gebäude der Gauleitung – also unmittelbar am »authentischen Ort« – gezeigt, was wiederum von einer Lesung zeitgenössischer Kommentare eingerahmt werden soll.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: TH Köln - Campus Süd ("Alte Universität"), Claudiusstraße 1, Köln | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „Kriegsenden in Köln - Stadt und Menschen zwischen dem 6. März und 8. Mai 1945“, 06.03.2020 - 24.05.2020

Di. 12.05.
19:00 Uhr

Gespräch | NS-Dokumentationszentrum

Die Türkei, die Juden und der Holocaust – Zur Bedeutung eines kritischen Geschichtsbewusstseins in der Migrationsgesellschaft

Vortrag & Gespräch mit Corry Guttstadt (Autorin der Bücher »Die Türkei, die Juden und der Holocaust« und »Wege ohne Heimkehr – Die Armenier, der Erste Weltkrieg und die Folgen«), Dogan Akhanli (Exilierter Schriftsteller aus der Türkei und Initiator zahlreicher Projekte mit Migrant*innen zur NS-Zeit und zur Geschichte ihres Herkunftslandes) und Osman Okkan (Kulturforum Türkei Deutschland e. V., Dokumentarfilmer und langjähriger WDR-Mitarbeiter)

Das NS-Regime verfolgte auch die etwa 20.000 bis 25.000 in Europa lebenden türkischen Jüdinnen und Juden. Viele von ihnen wurden Opfer der Shoah. Dennoch fanden sie in der internationalen Holocaustforschung lange Zeit wenig Beachtung.

Cory Guttstadt hat das Schicksal türkischer Jüdinnen und Juden in verschiedenen europäischen Staaten unter der NS-Herrschaft erforscht und berichtet von ihren Recherchen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der widersprüchlichen Politik der Türkei, die zwar einerseits verfolgten deutsch-jüdischen Wissenschaftler*nnen und Künstler*innen Exil gewährte, andererseits jedoch wenig unternahm, um ihre im NS-Machtbereich befindlichen jüdischen Staatsbürger*innen zu retten.

Dogan Akhanli erinnert in seinen Romanen an verschwiegene Kapitel der deutsch-türkischen Geschichte. So thematisiert er in »Madonnas letzter Traum« das Schicksal eines Schiffs mit jüdischen Flüchtlingen, das 1942 im Schwarzen Meer versenkt wurde, nachdem die Türkei ihm die Landung verwehrt hatte. Auch in Theater- und Bildungsprojekten (u. a. im NS-DOK) setzt sich der Schriftsteller für ein kritisches Geschichtsbewusstsein ein. Dies scheint ihm angesichts des zunehmend offen propagierten Antisemitismus in der Türkei und in Deutschland sowie der Diskussion um das Holocaustgedenken in der Migrationsgesellschaft unverzichtbar.

Eine Veranstaltung von recherche international e.V., Stadt Köln - Amt der Oberbürgermeisterin, Europäische und Internationale Angelegenheiten, Kulturforum Türkei Deutschland e.V., TÜDAY – Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V., Initiative Völkermord erinnern, in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Corry Guttstadt | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

So. 17.05.
10:00 Uhr

Event | NS-Dokumentationszentrum

Das Museum für alle – Museen für Vielfalt und Inklusion

Museumstag 2020 im NS-Dokumentationszentrum

11 Uhr:   Führung durch Gedenkstätte und Dauerausstellung

13 Uhr:   Führung »Die I.G. Farben und das Konzentrationslager
Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus«

14 Uhr:   Führung durch Gedenkstätte und Dauerausstellung

15 Uhr:   Führung »Kriegsenden in Köln – Stadt und Menschen zwischen dem 6. März und dem 8. Mai 1945«

16 Uhr:   Führung durch Gedenkstätte und Dauerausstellung

17 Uhr:   Führung durch Gedenkstätte und Dauerausstellung

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Teilnahme: kostenlos

 
 
 

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