Neuerworbene Elfenbeinschnitzereien aus der Zeit der gotischen Kathedralen

Museum Schnütgen

26. Januar 2024 bis 7. Juli 2024

Der Bestand gotischer Elfenbeinschnitzereien des Museum Schnütgen konnte in den letzten Jahren um herausragende Stücke bereichert werden. All diese Neuerwerbungen sind zur Blütezeit des Elfenbeinhandels um 1250 bis 1350 entstanden und werden in einer kleinen Sonderschau in der Sammlungspräsentation gezeigt.
„Weißes Gold“
Geschnitzt aus den Stoßzähnen des Elefanten, waren die Kunstwerke aufgrund des seltenen Werkstoffs äußerst kostbar. Das Rohmaterial gelangte als Handelsware von der afrikanischen Ostküste über das Rote Meer und Ägypten nach Europa. Hier war es zunächst Frankreich mit Paris als Zentrum, das prachtvolle Erzeugnisse hervorbrachte. Die Einflüsse der Pariser Werkstätten reichten aber weiter, so auch bis nach Köln. Beispielhaft für die enge künstlerische Verflechtung von Paris und Köln im Mittelalter stehen ein Relief mit der Darstellung des Marientods und zwei Flügel, die ursprünglich zu kleinen Reise- oder Hausaltärchen gehörten und der persönlichen Andacht dienten. Eines der Gegenstücke zu den zweiflügeligen Altärchen befindet sich im Musée du Louvre in Paris, das andere gilt als verloren.
Teure Taschenspiegel
Neben den zahlreichen sakralen Objekten aus Elfenbein gibt es auch Luxusgüter für den profanen Gebrauch, wie Kämme, Prunkhörner, Dolchgriffe oder Spiegelkapseln. Als überaus prächtige Beispiele erweitern zwei solcher Spiegelkapseln in Form von exquisiten Gebrauchsgegenständen den bislang religiös geprägten Sammlungsbestand des Museums. Die aufwendig mit Schnitzereien verzierten Vorderseiten zeigen Darstellungen aus dem Themenkreis der höfischen Liebe. Die Rückseiten umfassten einst Spiegelscheiben aus poliertem Metall, ähnlich wie bei Taschenspiegeln. Diese Musthaves, welche sich noch heute in vielen Handtaschen finden, wurden also bereits im Mittelalter von den Damen hochgeschätzt.

Adresse

Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln
T +49 221 221 31355
F +49 221 221 28489
museum.schnuetgen­@stadt-koeln.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Donnerstag 10 - 20 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen

an Feiertagen (auch montags!) geöffnet wie sonntags:
Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3. Okt.), Allerheiligen, 2. Weihnachtstag.

montags geschlossen
sowie an Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr, an Weiberfastnacht und am Rosenmontag

Eintritt

Ständige Sammlung 6 €, ermäßigt 3,50 € (Studierende, Auszubildende)

Kombiticket Ständige Sammlung in Museum Schnütgen und Rautenstrauch-Joest-Museum: 10 €, ermäßigt 7 €
Gruppenticket ab 10 Personen: 3,50 €
freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen, SchülerInnen, Auszubildende, KölnerInnen unter 18 Jahren, InhaberInnen des Köln-Passes und für Mitglieder des Freundeskreises.

Die Eintrittspreise für Sonderausstellungen können abweichen

1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): freier Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher mit Wohnsitz in Köln.

Schwerbehinderte zahlen 50% des regulären Eintrittspreises. Eine Begleitperson erhält kostenlosen Eintritt, sofern im Behindertenausweis der Buchstabe B vermerkt ist. Der Schwerbehindertenausweis ist an der Museumskasse zur Gewährung des ermäßigten Eintrittes vorzulegen.

Audioguides

Deutsch und Englisch kostenlos

Barrierefreiheit

Eingangsbereich über Rampe erreichbar. Behindertentoilette im UG barrierefrei erreichbar. Eingeschränkter Zugang zur Cäcilienkirche.

Museumsshop

Postkarten, Schreibwaren und Kinderspielzeug, original Schmuck und Textilien aus vielen Ländern der Welt, Fach- und Unterhaltungsliteratur

Anfahrt & Verkehrsanbindung

Öffentliche Verkehrsmittel
Bus, U-Bahn, Straßenbahn: "Neumarkt" (5 Minuten Fußweg)
Parkhaus 
Cäcilienstraße
Kurz-Haltemöglichkeit für Reisebusse direkt vor dem Museum, Haltebucht Cäcilienstraße; Parkmöglichkeit für Reisebusse am Rheinufer