Liebe am Abgrund – Trilogie II

Edvard Munch, Max Klinger und das Drama der Geschlechter

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

19.6. – 20.9.2020

Zwei große Künstlernamen bringt das Wallraf im zweiten Teil seiner Liebestrilogie zusammen: Edvard Munch und Max Klinger. Beide sind bedeutende Symbolisten, beide geniale Graphiker und beide beschäftigten sich intensiv mit dem Verhältnis von Mann und Frau. Kaum bekannt ist allerdings, dass sich der berühmte Norweger dabei von der Kunst des deutschen Bildhauers, Malers und Grafikers beeinflussen ließ. Wie groß dieser Einfluss war, zeigt nun die Sonderausstellung „Liebe am Abgrund“ (19.6. – 20.9.2020). Erstmals bringt das Wallraf dafür fünfzehn Klinger-Werke aus dem Zyklus Ein Leben mit neun ausgewählten Munch-Blättern zusammen. Die Ausstellung findet zum Gedenken an Max Klinger statt, dessen Todestag sich am 5. Juli 2020 zum hundertsten Mal jährt.
Munch und Klinger reflektieren in ihrem Schaffen immer wieder die Anziehungskraft zwischen den Geschlechtern und die daraus resultierende Spannung. Ein Thema, das um 1900 (Fin de Siècle) nicht nur in der bildenden Kunst sondern auch in der Literatur, Musik und Philosophie sehr beliebt ist. Das Drama der Geschlechter stellen beide in erstaunlich ähnlichen Motiven dar. Wohl schon 1881 lernt Munch in einer Ausstellung in Oslo die Druckgraphiken Klingers kennen. Zudem haben beide einen gemeinsamen Freund, den norwegischen Genremaler und Schriftsteller Christian Krohg. Bis 1909 übernimmt Munch immer wieder ganz konkrete Motive aus verschiedenen Klinger-Arbeiten und bearbeitet sie zu eigenen Kunstwerken. Die Kölner Graphikschau zeigt diese verblüffend ähnlichen Darstellungen vom Träumen, Küssen, Lieben, Verlassen und Untergehen.
Beide Künstler sind zeitlebens herausragende Graphiker, nehmen als solche aber sehr unterschiedliche Wege. Klinger verschreibt sich schon mit Anfang zwanzig der Radierung und sorgt dafür, dass die Graphik in Deutschland eine neue Akzeptanz erlangt. Erst Jahre später widmet er sich der Malerei und Bildhauerei. Munch hingegen folgt dem umgekehrten Weg. Er kommt von der Malerei zur Graphik und wird vor allem zum großen Neuerer des Holzschnitts.

Veranstaltungen

Fr. 23.10.
15:00 - 17:00 Uhr

Seminar | Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Liebe am Abgrund. Munch, Klinger und das Drama der Geschlechter

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Dr. Stephanie Sonntag | Reihe: Akademieprogramm | Treffpunkt: Foyer | Preis: € 6,00 | zzgl. Eintritt | Anmeldung bis: 18.10.2020 19.06.2020 - 20.09.2020

Anmeldung
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Adresse

Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
50667 Köln
T +49 221 221 21119
F +49 221 221 22629 
info@wallraf.museum

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr
Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen

an Feiertagen (auch montags!) geöffnet wie sonntags:
Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3. Okt.), Allerheiligen, 2. Weihnachtstag.

montags geschlossen
sowie an Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr.

Eintritt

Eintrittskarten sind den ganzen Tag gültig.
8 , erm. 4,50 
freier Eintritt (Ständige Sammlung) Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler (inkl. 2 Begleitpersonen je Klasse), KölnPass-Inhaberinnen und -Inhaber, Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages

1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage) freier Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher mit Wohnsitz in Köln. 

Schwerbehinderte zahlen 50% des regulären Eintrittspreises. Eine Begleitperson erhält kostenlosen Eintritt, sofern im Behindertenausweis der Buchstabe B vermerkt ist. Der Schwerbehindertenausweis ist an der Museumskasse zur Gewährung des ermäßigten Eintrittes vorzulegen.

Barrierefreiheit

Eingang und Ausstellungsräume sind barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden. Personenaufzug vorhanden.

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Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr

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