Jugoslav Mitevski

I could have been a girl

artothek - Raum für junge Kunst

3. September bis 24.Oktober 2015

Jugoslav Mitevski stellt in der artothek neue Arbeiten aus, deren Bildträger nicht Papier oder Leinwand ist, sondern Beton. Dieses ungewöhnliche Material greift grundlegend in den kreativen Prozess ein, da es, einmal in die vorbereitete Gussform gegossen, nur noch wenige Veränderungen im Bildfindungsprozess zulässt. Das Wesentliche findet vorher statt.
„Mit seiner aktuellen Werkreihe gestaltet Jugoslav Mitevski ein Szenario, bei dem nicht die äußere Form, sondern die Regeln (der Herstellung) festgesetzt sind. Von einer präparierten Gussform ausgehend fertigt er 15 Betonplatten an, wobei sich sein Eingreifen in den Entstehungsprozess nach dem ersten Abdruck auf ein Minimum reduziert. Jede Platte hinterlässt fortan ihre Spuren in der Gussform, die sich in die Oberfläche der folgenden Platte einschreiben. Prozess und Differenz verweisen auf ihren jeweiligen Vorgänger.
„I could have been a girl“ – ich hätte ein Mädchen sein können.
Das Ausgangsszenario hätte ein anders sein können. Wesentlich ist die getroffene Entscheidung des Künstlers - die Platten sind die Überreste dessen. Malerei ist hier ein Vorgang des Konstruierens.“ (Jonas Schenk, Kunsthistoriker)
Jugoslav Mitevski, 1978 in Brackenheim geboren, lebt und arbeitet seit kurzem in Berlin. 2000 begann er Architektur zu studieren, wechselte dann 2002 an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, wo er bis 2008 Freie Kunst studierte und 2009 als Meisterschüler von Frances Scholz abschloss. Von 2005 bis 2006 verbrachte er ein Auslandsjahr an der Birmingham City University. Im Frühjahr dieses Jahres kam er von einem Auslandsstipendium in New York zurück und verlegte seinen Lebensmittelpunkt von Köln nach Berlin.

Stipendien/Preise

2014 ISCP (international studio & curatorial program), New York; Auslandsstipendium des Landes NRW
2013 Stiftung Kunstfonds, Arbeitsstipendium, Bonn; Kunststiftung NRW, Projektförderung, Düsseldorf
2012 Kunst am Bau, Siegburg
2011 Auslandsstipendium des Landes NRW
2010 Raimund Lehmkul Förderpreis, Köln
2009 Atelierstipendium des Kölnischen Kunstvereins; Peter Voigt Stipendium nach Istanbul
2005 DAAD FM, Birmingham, Großbritannien

Ausstellungen (Auswahl)

2015 tba, Grieder Contemporary, Zürich; my other car is a painting, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden; concrete, Geukens & De Vil, Knokke, Belgien
2014 i can’t sing but i do, i can’t dance but i do, i can’t paint but i do, Ana Cristea Gallery, New York (solo); High Wire (mit Timotheé Huguet und Natalie Häusler), Petra Rinck Galerie, Düsseldorf; on and on and on, Kunstgruppe Kunstverein, Köln
2013 Jahresgaben 2013, Bonner Kunstverein; Informanten (mit Esther Buttersack), Petra Rinck Galerie, Düsseldorf (solo); Spricht Gott deine Sprache, Bunkerkirche, Düsseldorf
2012 15:21 (Solo), Polistar, Istanbul, (solo); Shift, Zero Fold, Köln
2011 Jahresgaben 2011, Kölnischer Kunstverein; Nomadische Unschärfen, Temporary Gallery Cologne; even my mum can make a book #2, Apartman Projesi, Istanbul

Adresse

Am Hof 50
50667 Köln
T +49 221 221 223 32
F +49 221 221 232 65
artothek@stadt-koeln.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 13 - 19 Uhr
Samstag 13 - 16 Uhr

Eintritt

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt & Verkehrsanbindung

Öffentliche Verkehrsmittel
Bahn, S-Bahn (vom Flughafen): "Hauptbahnhof" (5-10 Minuten Fußweg)
Bus, Straßenbahn, U-Bahn: "Dom/Hauptbahnhof" (5-10 Minuten Fußweg)
Parkhäuser
Am Dom / Philharmonie / Groß St. Martin