Als das NS-DOK 1997 seine Dauerausstellung eröffnete, war ein Meilenstein erreicht: Anhand einer Fülle von Belegen räumte die Ausstellung mit dem weit verbreiteten Mythos auf, die Kölner*innen hätten dem Nationalsozialismus mehrheitlich ablehnend gegenübergestanden. Seitdem sind drei Jahrzehnte vergangen – und die Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln zählt zu den ältesten bundesweit. Doch nicht nur das Wissen um die NS-Geschichte und deren Vermittlung haben sich weiterentwickelt, auch die Erwartungen an einen Ausstellungsbesuch haben sich verändert – und nicht zuletzt auch die Perspektiven des Teams im NS-DOK. Um darauf zu reagieren, nutzt das NS-DOK das Mittel der Intervention, um aktuelle Perspektiven einzubringen und mit Besucher*innen ins Gespräch zu kommen.