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GROSSE OPER – VIEL THEATER?

Bühnenbauten im europäischen Vergleich

Begleitprogramm zur Ausstellung

Zusätzlich zur Ausstellung haben das MAKK und die Bühnen Köln ein Begleitprogramm initiiert. Die Vorträge und Diskussionen geben vertiefende Einblicke in die Erfahrungen bei Neubau oder Sanierung ausgewählter europäischer Bühnenbauten, aber auch in die Architekturgeschichte Städtischer Bühnen.

VORTRAGS- UND DISKUSSIONSVERANSTALTUNGEN

Di, 30. April 2019, 19 Uhr

„Provisorisch euphorisch?“ Was bedeuten Bühnenbaustellen für einen Theaterbetrieb?

Was passiert, wenn eine ganze Theatermannschaft wegen eines Bauprojekts ihr Stammhaus verlassen und im Interim spielen muss? Öffentlich wird diese Frage meist hinsichtlich der Kosten und aus Sicht des Publikums diskutiert. Für den Betrieb eines Theater- und Opernhauses gibt es aber kaum eine drastischere Veränderung: Die eingespielten Arbeitsabläufe in der Produktion und hinter der Bühne müssen völlig neu  organisiert werden; schlimmstenfalls ist an der neuen Spielstätte kein Repertoire-Betrieb mehr möglich. Es ist aber auch eine zentrale Frage der Identität, führt das Interim doch oft zur räumlichen Trennung von Sparten und Gewerken.

Alle vier Gäste haben Erfahrungen mit Interims-Spielstätten: Für Ronny Unganz liegen sie in der Vergangenheit, da die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden gerade erfolgreich abgeschlossen wurde. Patrick Wasserbauer und Klaus Kröhne leben mit den Bühnen der Stadt Köln gerade im Interim und Marc-Oliver Hendriks erlebt in Stuttgart aktuell den Entscheidungsprozess um die unterschiedlichen Interims-Varianten.

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant, Die Staatstheater Stuttgart

Ronny Unganz, Geschäftsführender Direktor, Staatsoper Unter den Linden Berlin

Patrick Wasserbauer, Geschäftsführender Direktor, Bühnen Köln

Klaus Kröhne, Stellvertreter des Geschäftsführenden Direktors, Bühnen Köln

Moderation: Andrea Jürges / Yorck Förster (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt)

 

Di, 7. Mai 2019, 19 Uhr

Das große Ganze. Kulturbauten und ihre Bedeutung für die Identität einer Stadt

Kulturbauten wie Theater- und Opernhäuser, aber auch Museen sind prägend und identitätsstiftend für Gemeinwesen, nicht selten fungieren sie auch als Wahrzeichen für die Stadt. Es diskutieren die Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, HG Merz, dessen Büro die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden in Berlin durchgeführt hat, die Architektin Julia Bolles-Wilson, Juryvorsitzende in dem 2016 durchgeführten Wettbewerb „Neue Historische Mitte Köln“ und Bernd Streitberger, der – vor seiner heutigen Aufgabe als Technischer Betriebsleiter der Bühnen Köln – von 2004 bis 2012 Baudezernent der Stadt Köln war.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung Berlin

HG Merz, hg merz architekten

Julia Bolles-Wilson, BOLLES+WILSON

Bernd Streitberger, Technischer Betriebsleiter, Bühnen Köln

Moderation: Andrea Jürges / Yorck Förster (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt)

 

Di, 4. Juni 2019, 19 Uhr

Open House! Kulturbauten, offen für alle?

Das klassische Bühnengebäude des 19. und frühen 20.Jahrhunderts war Teil der bürgerlichen Selbstrepräsentation, der auch immer eine exklusive Ausschließlichkeit zueigen war. Die Neubauten der 1950/60er Jahre verkörpern dagegen einen gesellschaftlichen Aufbruch, für den bildlich die weitläufigen, großflächig verglasten Foyers stehen. An dem Abend werden zwei aktuelle Gebäude vorgestellt, die konzeptionell nicht nur ein Bühnengebäude in der Stadt, sondern ein zentraler Ort für das öffentliche Leben sind: das Opernhaus in Oslo und die Hamburger Elbphilharmonie.

Jette Hopp, Snøhetta, Oslo

Jörn Walter, Oberbaudirektor a. D., Hamburg

Moderation: Andrea Jürges / Yorck Förster (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt)

 

Di, 18. Juni 2019, 19 Uhr

Sanierung und Neubau. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera?

Sanierungen gehen zwangsläufig mit dem Risiko unvorhergesehener Komplikationen einher und setzen den Optimierungsmöglichkeiten Grenzen. Neue Bühnenbauten sind zunächst einmal geschichtslose Orte, die sich ihre Bedeutung in der Stadt erst schaffen müssen. Sind Bauten, die beides sind, eine Kombination der Nachteile oder kann daraus eine besondere Qualität entstehen? Als Beispiele werden der Dresdner Kulturpalast und das Theater Heidelberg vorgestellt.

Christian Hellmund, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Felix Waechter, Waechter + Waechter Architekten

Moderation: Andrea Jürges / Yorck Förster (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt)

Einlass: ab 18.30 Uhr / Eintritt frei / ohne Anmeldung / begrenzte Platzanzahl

Ort: Overstolzen-Saal im MAKK, An der Rechtschule, 50667 Köln

 

KOMBI-FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG UND DIE BAUSTELLE AM OFFENBACHPLATZ

Mi, 8.5., 13.00 – ca. 15.30 Uhr, Anmeldung bis 1.5.2019, Details und Buchung

Mi, 22.5., 10.00 – ca. 12.30 Uhr, Anmeldung bis 15.5.2019, Details und Buchung

 

FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG

Öffentliche Führungen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen (kostenlos, Arbeitskreis MAKK)

Mo, 22.04., 14.30 Uhr (Ostermontag)

So, 05.05., 14.30 Uhr

Mi, 15.05., 16.30 Uhr

So, 16.06, 14.30 Uhr

So, 23.06., 14.30 Uhr

Sa, 29.06., 14.30 Uhr

 

Öffentliche Führungen des Museumsdienstes (Gebühr: € 2,-)

Fr, 26.04., 16.00 Uhr

Fr, 10.05., 16.00 Uhr

Fr, 24.05., 16.00 Uhr

Do, 06.06., 18.30 Uhr

Fr, 21.06., 16.00 Uhr