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MAKKademie

100 Jahre Bauhaus

Lectures in German language

Sonntag, 5.5., 16.00 Uhr, Dr. Romana Rebbelmund, Köln

Frisch, modern und unkonventionell – Margarete Heymann-Loebenstein

Margarete Heymann (1899-1990), Tochter eines wohlhabenden Textilfabrikanten aus Köln, war eine Frau mit zahlreichen musischen wie künstlerischen Begabungen. 1920 ging sie ans Bauhaus in Weimar und besuchte den obligatorischen Vorkurs bei Johannes Itten. Anschließend arbeitete sie in den keramischen Werkstätten in Dornburg bei Gerhard Marcks und Max Krehan. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und dessen Bruder gründete sie 1923 die Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik in Marwitz, die schnell zu einem florierenden Betrieb avancierten und deren modernes Design international gefragt war.

Der Vortrag gibt Einblick in die künstlerische Entwicklung von Margarete Heymann-Loebenstein, stellt ihre avantgardistischen Formen und Dekore vor und beleuchtet aber auch ihren wechselvollen Lebensweg.

Overstolzensaal im MAKK, Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen

Kurzbiografie

 

Donnerstag, 23.5., 19.00 Uhr: Dr. Ursula Reuter im Gespräch mit Sven Vorderstrase

Vom Design zum Stolperstein – Spuren der Familie Heymann in Köln

Dr. Ursula Reuter ist Geschäftsführerin der Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums, Germania Judaica. Sven Vorderstrase ist Sammler und Gründer von Markanto Designklassiker. Er ist Mitinitiator der Stolpersteinlegungen für die Familien Heymann in Köln.

Eine Kooperation mit der Germania Judaica. Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums.

Eintritt frei

 

Sonntag, 2.6., 16.00 Uhr, Rebekka Zajonc M.A., Frankfurt

Vom Bauhaus an die Bühne. Marianne Ahlfeld-Heymann und ihr Frühwerk

Bühnenbilder, Figurinen, Schminkmasken, Marionetten, Holzmasken und Puppen: Vielfalt zeichnet das künstlerische Œuvre von Marianne Ahlfeld-Heymann aus. Nach ihrem Studium am Bauhaus in Weimar wirkte die jüdische Künstlerin an der Oper Köln und am Nationaltheater Mannheim, bevor sie 1933 in Folge der Machtübernahme der Nationalsozialisten über Frankreich nach Israel emigrierte. Anhand ausgewählter Beispiele beleuchtet der Vortrag die Entwicklung in Ahlfeld-Heymanns Frühwerk, damals noch unter ihrem Mädchennamen Heymann bekannt. Zentrale Fragen sind dabei, inwiefern die Ausbildung am Bauhaus in ihrem Werk Spuren hinterlassen hat und welche Einflüsse darüber hinaus ihr künstlerisches Schaffen geprägt haben.

Overstolzensaal im MAKK, Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen

Kurzbiografie

 

Donnerstag, 4.7., 18.00 Uhr, Prof. Dr. Rainer K. Wick, Bornheim

Gegensätzliche Positionen? Johannes Itten und László Moholy-Nagy als Lehrer am Bauhaus

Im Rahmen der Lehre am Bauhaus kam dem Vorkurs eine maßgebliche Rolle zu. Eingeführt wurde der Vorkurs ein halbes Jahr nach der Gründung der Schule durch den Schweizer Maler Johannes Itten, der das frühe Bauhaus maßgeblich geprägt hat. Itten ging es um die Ganzheit aus Körper, Geist und Seele und folglich um eine möglichst ausgewogene Schulung des Motorischen, des Erlebnishaften und des Intellektuellen. Er schied Anfang 1923 aus dem Bauhaus aus, und unter seinem Nachfolger, dem ungarischen Konstruktivisten László Moholy-Nagy, stand im Vorkurs das Intellektuelle deutlich im Vordergrund. So ging es um die systematische Untersuchung unterschiedlicher Materialien, dreidimensionale Konstruktionsübungen und minimalistische Gleichgewichtsstudien.

Overstolzensaal im MAKK, Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen

Kurzbiografie

 

Samstag, 10.8., 16.00 Uhr:  Dr. Romana Rebbelmund im Gespräch mit Erhard Gerwien

Aus Anlass des 120. Geburtstags Margarete Heymann-Loebensteins tauschen sich der Berliner Sammler und die Kuratorin bei einem Rundgang durch die Ausstellung über das Werk der avantgardistischen Keramikerin aus.

Gebühr: € 3,-, zzgl. Eintritt

Kurzbiografie

 

Sonntag, 11.8., 16.00 Uhr, Autorinnenlesung: Dr. Ursula Muscheler, Düsseldorf

Mutter, Muse und Frau Bauhaus: Die Frauen um Walter Gropius

Ursula Muscheler lenkt mit ihrem Buch den Blick auf weitere Frauen im Bauhaus-Kontext, insbesondere des Gründers Walter Gropius. Sie blickt hinter die Kulisse des großen Architekten auf seine geliebten, klugen, gebildeten, tatkräftigen Gehilfinnen: Manon Gropius, Alma Mahler, Lily Hildebrandt, Maria Benemann und Ise Gropius. Hinter jedem erfolgreichen Mann stehe eine starke Frau, sagt der Volksmund. Dass diese überaus begabten Frauen zeitlebens im Schatten von Gropius und anderen Männern standen, ist die bedauerliche Pointe dieser liebevollen Skizze.

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit das Thema „Bauhaus-Frauen“ mit der Autorin Ursula Muscheler zu vertiefen.

Eintritt € 3,-,  freier Eintritt für Studierende und Overstolzen

Kurzbiografie

 

Sonntag, 8.9., 16.00 Uhr, Dipl.-Ing. Mareike Fänger, Köln

Bauhaus-Architektur in Köln und Tel Aviv

Ob als „Staatliches Bauhaus“ in Weimar, als „Hochschule für Gestaltung“ in Dessau oder als private Lehranstalt in Berlin – das Bauhaus hat sich zwischen 1919 und 1933 als Experimentierfeld auf den Gebieten der freien und angewandten Kunst, der Gestaltung, der Architektur und der Pädagogik einen Namen gemacht. Die innovativen Ideen strahlten national und international aus. Grund genug, den Spuren der Bauhausarchitektur in Köln nachzugehen. Der Vortrag lädt zu einer Entdeckungsreise herausragender Zeugnisse des Neuen Bauens ein. Bis heute überzeugen im Rheinland ausgewählte Siedlungskonzepte und Villenbauten in ihrer Funktionalität, Schlichtheit und Eleganz. Zum Abschluss wird ein Schulterblick auf die „Weiße Stadt“ in Tel Aviv gewährt, die in den 1930er Jahren als direkte Adaption des Bauhaus-Stils entstanden war.

Overstolzensaal im MAKK, Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen

Kurzbiografie

 

Donnerstag, 7.11., 18.00 Uhr, Dipl.-Ing. Mareike Fänger, Köln

Bildende Kunst im Bauhaus. Die Sammlung des MAKK und des Museum Ludwig

Klarheit, Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit –so lautete eines seiner Ziele, als Walter Gropius 1919 in Weimar das Bauhaus gründete. Diese Schule für Architektur, Bildende Kunst und Kunsthandwerk  wurde durch die Berufung von Künstlern wie Lyonel  Feininger, Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Paul Klee, László Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer zu einem Zentrum der internationalen Avantgarde der 1920er Jahre. Beispiele der Bildenden Kunst aus den Sammlungen des MAKK und des Museum Ludwig verdeutlichen Einflüsse des Expressionismus, des russischen Konstruktivismus und der niederländischen De Stijl-Bewegung. Geometrische Einfachheit  als Ausdruck für Harmonie – Kunst als Dienst an der Gesellschaft?

Overstolzensaal im MAKK, Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen

Kurzbiografie

 

Sonntag, 8.12., 16.00 Uhr, Anna Lienert M.A., Oberhausen

„kinder sollen einen raum haben, in dem sie das sein können, was sie wollen“ – Alma Siedhoff-Buschers Entwürfe für das Kinderzimmer im Haus am Horn

Das Schachspiel von Josef Hartwig, der „Farbenmischer“-Kreisel von Ludwig Hirschfeld-Mack und das „Schiff-Bauspiel“ von Alma Siedhoff-Buscher mit seinen glatten, bunten Holzbauklötzchen sind heute Spielzeugklassiker, die am Bauhaus entworfen wurden und teils heute wieder im Handel zu finden sind. Der Vortrag stellt von Bauhäuslerinnen und Bauhäuslern gestaltetes Kinderspielzeug vor und beleuchtet dabei allen voran das Werk Alma Siedhoff-Buschers. Es wird den Fragen nachgegangen, wie diese Spielzeuge entstanden, was sich über ihre zeitgenössische Popularität und Rezeption sagen lässt, und womit Kinder in den 1920er und 1930er Jahren überhaupt gespielt haben.

Overstolzensaal im MAKK, Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen