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Objektbücher - Buchobjekte
Sammlung Helmut Schäfer

Ausstellung vom 29. Oktober bis zum 11. Dezember 2022

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Dr. Helmut Schäfer lebt in Köln. Er war bis Ende der 1990 Jahre leitender Oberstaatsanwalt zunächst in Hagen, danach 10 Jahre in Köln.

Nachdem Helmut Schäfer zunächst zeitgenössische Grafik sammelte, wurde er Anfang der 1990er Jahre von einem Kunstfreund auf Künstlerbücher aufmerksam gemacht. Schnell entbrannte seine Sammelleidenschaft für Künstlerbücher, da sie, wie Helmut Schäfer sagt: „handlich, leicht zu betrachten und gut unterzubringen sind.“ Schnell stand für ihn fest: „Damit kann man leben“.

Dabei fanden sein besonderes Interesse die Objektbücher – Buchobjekte, d.h. Bücher in Kombination mit einem Objekt, Bücher aus buchfremden Materialien oder verfremdete Bücher. Zu seinen besonders geschätzten Künstlern zählen u.a. Günther Uecker und Katharina Grosse. So ist es nicht verwunderlich, dass von ihnen in der Ausstellung mehrere Buchobjekte ausgestellt sind. Von Günther Uecker u.a. die „Texte zur Kunst“ und „Platau“, beides genagelte Bücher, von Katharina Grosse das Buch auf dem Kissen mit dem Titel „I can`t sleep, I can’t eat“ und „Mouse“, das Buch mit dem umgelegten Mausobjekt. Mit vielen Künstler*innen steht Schäfer in schriftlichen Kontakt, um sich Post-, Einladungskarten, Flyer und andere Drucke signieren zu lassen. Von Gerhard Richter besitzt Schäfer neben signierten Karten, Flyern ca. 44 Künstlerbücher. In der Ausstellung ist das Buch „Obrist“ von Gerhard Richter zu sehen, dessen Cover unterschiedlich farbig, reliefartig gestaltet sind.

Von Helmut Schäfer besonders geschätzte ausgestellte Objektbücher sind, neben den schon erwähnten, das mit zwei stehenden Stelen versehene Buch „Das Eine und das Andere“ von Lutz Fritsch, das Buch mit den Prägedrucken von Heinz Mack, das in einem gelochten Schuber verwahrte farbig übermalte Buch von Otto Piene, das ‚Spionbuch‘ von Ottmar Hörl und viele weitere. Helmut Schäfer sammelt nicht nur, sondern setzt sich auch mit den Künstler*innen, ihrem Werk, ihren Objektbüchern auseinander.

Obwohl Helmut Schäfer mit vielen Künstler*innen in schriftlichem Kontakt steht, hat er nur wenige Objektbücher direkt bei den Künstler*innen erworben. Und nur selten besucht er Künstler*innen in ihren Ateliers, es sei denn, er wird ausdrücklich eingeladen. Dafür studiert Helmut Schäfer Auktionskataloge, geht zu Kunstauktionen, besucht die entsprechenden Händler, Antiquariate und Galerien. Und manchmal wird er auch Mitglied eines Museumsfördervereins, wenn dieser seinen Mitgliedern als Jahresgabe ein Buchobjekt anbietet.

Neben den Künstler- und Objektbüchern sammelt Helmut Schäfer außerdem signierte Post- und Einladungskarten zeitgenössischer Künstler und in seiner Wohnung stehen und hängen über 75 Kunstwerke.

Helmut Schäfer hat über die Jahre eine interessante Sammlung von Objektbüchern – Buchobjekten zusammengetragen, von der hier nur ein Ausschnitt gezeigt werden kann. Die Sammlung bietet einen guten Einblick in die Vielfalt des Objektbuches.

Die Ausstellung ist ein Wiedersehen mit vielen bekannten Namen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Künstler*innen sich mit dem Künstlerbuch/Objektbuch auseinandergesetzt haben, es zu ihrem Oeuvre zählen. In der Ausstellung werden aus der Sammlung Helmut Schäfer neben den schon genannten Künstler*innen Werke gezeigt von: Horst Antes, Richard Artschwager, Michael Buthe, Ati von Gallwitz, Peter Gilles, Jonathan Meese, C.O. Paeffgen, Jürgen Partenheimer, Ulrich Rückriem, Bernard Schultze, Richard Tuttle, Timm Ulrichs, Thomas Virnich, Wolf Vostell u.v.a.m.

Selbstverständlich ist Helmut Schäfer weiter auf der Suche nach neuen Künstler- und Objektbüchern. Der Kontakt kann über die Kunst- und Museumsbibliothek gern hergestellt werden.

 


 
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