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Gerhard Rühm

Am Anfang war das Wort
Bücher der besonderen Art

Ausstellung vom 23. November 2019 bis zum 02. Februar 2020
Einführung in die Ausstellung: Prof. Dr. Maria Linsmann
Gerhard Rühm Text-Performance, mitwirkend Monika Lichtenfeld

Ausstellungseröffnung am Freitag, den 22. November 2019, um 19.00 Uhr

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Gerhard Rühm ist ein Grenzgänger zwischen Kunst, Literatur, Musik und Schauspiel – zu seinem 90. Geburtstag widmet die Kunst- und Museumsbibliothek dem Wahlkölner diese Ausstellung. Der programmatische Titel: "Am Anfang war das Wort".

Das Schaffen Rühms, der im Februar 90 Jahre alt wird, kreist fast immer um das Wort, und das in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen.

Zweifellos ist der in Wien geborene Rühm einer der letzten großen Universalkünstler unserer Zeit. Wichtige Werke Rühms sind in der Ausstellung zu sehen, insbesondere seine Künstlerbücher.

Rühm studierte Musik und darstellende Kunst in Wien. Anschließend nahm er Privatunterricht bei dem Zwölftonkomponisten Josef Matthias Hauer. Seit Anfang der 1950er Jahre produziert er Sprechtexte, Lautgedichte, visuelle Poesie, Fotomontagen und Künstlerbücher. 1954 war er Mitbegründer der Wiener Gruppe, die mit Sprache als optisches und akustisches Material in unterschiedlicher Form experimentierte. Von 1972 bis 1996 war Rühm Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, von 1972 bis 1982 Präsident der Grazer Autorenversammlung.

Köln, wo Rühm seit Jahren lebt, verlieh ihm 2010 die Ehrendoktorwürde der Stadt. Seit 2005 erscheint eine auf zehn Bände ausgelegte Gesamtausgabe seiner Werke zunächst im Parthas Verlag in Berlin und seit dem 5. Band 2010 im Berliner Verlag Matthes & Seitz. Alle sieben bisher erschienen Bände dieser Werkausgabe sind in der Ausstellung zu sehen, ebenso eine Auswahl seiner gedruckten Künstlerbücher, Gedichte und visuellen Texte, die auf Rühms intensive Auseinandersetzung mit Künstlern wie Kurt Schwitters und Gertrude Stein zurückverweisen.

Eine Auswahl von Objektkästen und Kleinplastiken, die sich gleichfalls mit den Themen "Sprache und Schrift" beschäftigen, erweitern sein Schaffen ins Dreidimensionale. Alle diese Werke sind gekennzeichnet durch einen experimentell-spielerischen Umgang mit Sprache sowie durch einen feinen und hintergründigen Humor.

Im Zentrum der Ausstellung aber stehen Gerhard Rühms Unikat-Künstlerbücher, die seit den 60er Jahren entstanden sind und noch nie in Gänze ausgestellt waren. Diese Bücher entstehen durch die "Überarbeitung" gedruckter Bücher, sei es durch Übermalungen, die der Künstler "Vertuschungen" nennt oder durch das Ausschneiden von Textpassagen. Ein weiteres künstlerisches Verfahren von Rühm ähnelt Duchamps Ready-Mades, indem er vorhandene Bücher zum Künstlerbuch erklärt. Dieses Vorgehen belegt Rühms phantasievollen und spielerischen Umgang mit Sprache und Literatur. Die musikalische Beschäftigung mit dem Wort steht für ihn am Anfang eines jeden Schaffensprozesses

Zur Finissage am 31.01. 2020, 18.30 Uhr KmB-Talk mit Gerhard Rühm im Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln) 

 

 

 
 
Lesesaal im Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Tel.: 0221/221-2 26 26
kmb@stadt-koeln.de

Lesesaal im Museum für Angewandte Kunst

An der Rechtschule
50667 Köln

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