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Rund um den Punkt

Buchkunst aus der Sammlung Julia Vermes zu Punkt, Kreis, Loch

  

 

Ausstellungseröffnung am Freitag, den 2. Februar 2018, um 19.00 Uhr
Die Sammlerin Julia Vermes und Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek) werden in einem Gespräch in die Ausstellung einführen.
Heidrun Grote wird Texte von Kurt Tucholsky, Hans Arp u.a. zu Punkt, Kreis, Loch vorlesen
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)

Ausstellung vom 3. Februar bis zum 18. März 2018

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Die Ausstellung präsentiert annähernd 100 Künstlerbücher aus der Sammlung von Julia Vermes (Schweiz) rund um das Thema Punkt, Kreis, Loch. Ein überraschend unerschöpfliches Thema von über 60 Künstlerinnen und Künstlern umgesetzt in Künstlerbücher und Buchobjekte.

Die Sammlerin, Julia Vermes, ist 1940 in Budapest geboren. Sie lebt seit 1967 in der Schweiz, wo sie in einer Privatbank gearbeitet hat. In ihrem Ruhestand intensivierte sie Ihre Sammlertätigkeit in diversen Gebieten, die alle mit Schrift zu tun haben: Alphabete, Künstlerbücher, Insel-Bücherei, Exlibris, Brieföffner. Sie hat schon über 20 Ausstellungen aus ihren Sammlungen gestaltet. Für Köln hat sie Kunstwerke, mit den Motiven Punkt, Kreis und Loch ausgewählt: drei elementare Formen - und unendlich viele Möglichkeiten. 

Für Kandinsky ist der Punkt gemäß seiner programmatischen Schrift „Punkt und Linie zur Fläche“ sowohl „ideellklein, ideellrund“ wie „eigentlich ein ideell-kleiner Kreis“. In der Fläche kann der geometrische Punkt jedoch zur Kreis-Scheibe anwachsen, sich dreidimensional gar zur Kugel weiten. In Malerei und Mode, Grafik und Design tummeln sich dekorative Punkte und Tupfen in beliebiger Größe. Und auch auf Buchkunst-Objekten sind Punkte in allen Farben und von jeglichem Umfang zu finden, richten sich geometrisch aus und ein, gestalten strenge oder verspielte, kräftige und zarte Muster, werden bewegt oder stehen still. Auf den meist rechtwinkligen Blättern oder Umschlägen erzeugen Punkte spannungsvolle Bezüge zwischen rund und eckig, rund und linear.

Der Kreis ist das Runde schlechthin. Auf dem Kreisumriss ist jeder Punkt vom Zentrum genau gleich weit entfernt wie der andere. Es gibt kein oben und unten, kein hoch und niedrig, kein weiter weg oder näher, keine Gegensätze. Im Kreis ist alles eins, eine Ganzheit, „Entsprechung des Vollkommenen, der Vollendung, der Fülle. Rund und richtig, rund und schön“. Der Kreis „fasst zusammen, ist in sich ruhend, er sagt 'Geborgenheit', 'Heimat', 'Nest, 'Wärme'.“ Er ist Sonne und Mond, Zeit und Ewigkeit, ohne Anfang und Ende.

Das Loch war einmal ein Punkt, aber es ist weggestanzt, ausgelocht. Das Loch ein Hohlraum, von dem nur noch der Umriss übrig ist. Genauso unverfänglich wie Punkte machen sich in der Buchkunst Löcher breit. Regelmäßig oder zufällig verspielt angeordnet, dicht aneinander oder mit Seltenheit glänzend bieten sie immer wieder aufs Neue „Zwischenraum, hindurchzuschaun“, machen neugierig, überraschen, verbergen hier, enthüllen da, öffnen Ein- und Durch-blicke, scheinen flach oder geben Tiefe frei, sind Luke, Tunnel, Rohr.

Punkt, Kreis, Loch: Drei elementare Formen – die Buchkunst gibt ihnen in unendlich vielen Variationen lustvoll Gestalt: „Rund um den Punkt“!

Gezeigt werden Künstlerbücher und Buchobjekte von Alexander Bühler/CH, Marcel Duchamp/F, Tommaso Durante/I, John Gerard/D/USA, Sabine Golde /D, Doris Hummel/CH, Katsumi Komagata/J, Warja Lavater/CH, Andrew A. McLaren/CA, Bruno Munari/I, Monika Rohrmus/D, Veronika Schäpers/D, Uta Schneider/D, Vladimir Sitnikov/RUS, Ulrike Stolz/D, David Strais/USA, Jochannes Strugalla/D, Zsuzsanna Szablyár/H, Andreas Töpfer/D, Ben Vautier/I/F, Bernard Villers/B u.v.a.m.

 

 
 
Lesesaal im Museum Ludwig

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50667 Köln

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An der Rechtschule
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