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Alle Jahre wieder...

Gestaltete Karten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel aus der Sammlung Barbara und Horst Hahn

Ausstellung vom 25. November 2017 bis zum 14. Januar 2018

Ausstellungseröffnung am Freitag, den 24. November 2017, um 19.00 Uhr
Einführung in die Ausstellung: Gespräch Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek) und Horst Hahn

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

In der Ausstellung werden gestaltete Karten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel aus über 50 Jahren aus der Sammlung von Barbara und Horst Hahn gezeigt von Clärchen Baus-Mattar und Herrmann J. Baus, Christian Paul Damsté, Irene Dieper und Manfred Förster, Franz Josef van der Grinten, Renate Gruber, Barbara und Horst Hahn, Candida Höfer, Lieba und Georg Jappe, Steffen Missmahl, Elisabeth Nay-Scheibler, Dietmar Schneider, Christel Plöthner, Dieter Reick, Will Thonett, Wolfgang Vollmer u.v.a.m. Es konnte – aus Platzgründen – nur ein kleiner Teil dessen ausgestellt werden, was Barbara und Horst Hahn über die Jahre gesammelt haben.

Horst Hahn schreibt zur Entstehung der Sammlung:
„Es ist eine liebgewordene Gewohnheit, zum Weihnachtsfest oder zum Jahreswechsel, einen Brief oder Kartengruß an Freunde und Verwandte zu senden. Man besorgt sich etwas Vorgefertigtes im Geschäft, oder man gestaltet es selbst.

In den 60er Jahren genoss ich im Atelier von Will Thonett, in der Niederichstraße, Köln, einen privaten Zeichenunterricht und wunderte mich immer über die Hektik in der Vorweihnachtszeit. Dann begriff ich, was der Grund dieser Aktivität war. Es wurden Holz- und Linolschnitte gefertigt und gedruckt, Tuschzeichnungen drucktechnisch umgesetzt oder Collagen in Postkartengröße hergestellt.

Will Thonett erzählte mir, dass er und seine Studienfreunde diesen Brauch von ihrem Professor Friedrich Vordemberge, der Kölner Werkschule übernommen und in ihre künstlerische Arbeit integriert hatten. Der Professor war dafür bekannt, dass er seine Studenten, in breitem Kölsch, mit folgendem Animationsspruch anfeuerte: „Ein Maler muß malen, malen, malen.“

Mir gefiel die Idee gut. Man konnte individuell auf ausgesuchte Personen reagieren und auf ein Thema des Zeitgeschehens oder auf ein besonderes Ereignis eingehen. Es gab die Möglichkeit humorvoll, ironisch, hintersinnig oder bezugnehmend auf das Fest zu reagieren.

Anfänglich waren meine Grußkarten noch sehr traditionell gestaltet, entwickelten sich aber mit der Zeit zu einer freieren, teilweise durch Mail Art beeinflussten Form.

Die Resonanz auf das Versenden der so entstandenen Karten war zuerst zögernd, aber nach einigen Jahren hatte das System „Selbstgestaltete Karte“ neue Anhänger gefunden und ich begann die Antworten wertzuschätzen und zu sammeln.“

 
 
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