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2010 Ausstellungsrückblick

HELLA BERENT

1977 - 2010 Künstlerbücher TANK OF TIME

Gedanken Korridore Gefühle Transition Of Time

 

Ausstellung vom 13.11.2010 bis zum 10.1.2011

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Ausstellungseröffnung am Freitag, den 12.11.2010, um 19.00 Uhr
Einführung in die Ausstellung: Carl Friedrich Schröer (Publizist)

Mit der Ausstellung „TANK OF TIME" zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek erstmals einen Querschnitt durch die von HELLA BERENT geschaffenen Künstlerbücher von 1977 bis heute.
Hella Berent begann 1977 in Büchern zu zeichnen und zu malen. Seitdem hat sie, parallel zu ihren Skulpturen, Installationen und Fotografien auch immer Künstlerbücher geschaffen. Das Künstlerbuch bot für sie immer die Möglichkeit einer eigenen Ausdrucksform, aber auch die Möglichkeit neue Konzepte zu erproben und laufende Prozesse zu begleiten.

Als Hella Berent 1977 ihr erstes Atelier in Italien bezog, entdeckte sie in Florenz zwei Seidenpapierbücher in einer Cancelleria. Diese beiden Bücher, Copia Lettere, hatten je 500 nummerierte Seiten und waren aus einer Zeit, in der man Gerichtsbriefe als Durchschläge in Büchern sammelte.
Seitdem zeichnet und malt Hella Berent in Büchern, die sie nach diesen Vorbildern binden lässt. Je nach Konzeption des Buches mit geprägten Titeln, ausgewählten Papieren und Materialien. Parallel daneben steht die Bearbeitung, das Hineinzeichnen in schon vorhandene Bücher.
Aus funktionalen Gründen arbeitet Hella Berent gern gleichzeitig an mehreren Büchern, denn beim Arbeiten in den schon gebundenen Büchern, muss die Farbe auf der einen Seite getrocknet sein, bevor die nächste Seite begonnen werden kann. So entstehen zwischen den Büchern unvorhergesehene Beziehungen und es bilden sich neue Chronologien.
In den 1980er Jahren beginnt Hella Berent in ihren Künstlerbüchern, wie in ihrem übrigen Werk, mit einer schwarzen Phase. Dabei ist ihr Bestreben die Pigmente zu verdichten, die Farbe zu komprimieren und Raum zu schaffen. Dies findet seinen Höhepunkt in Büchern, deren Seiten aus schwarzem Gummi bestehen.
In den 1990er Jahren entwickelt sie ein neues Konzept für ihre Bücher: In der Linie als Konzentration von Menge und Zeit verkörpert sich in der Reihung auch der Lauf der Zeit.
Vor 11 Jahren wandte sich Hella Brent der Farbe Blau zu, angeregt durch Reisen in den Iran, besonders aber durch ein Stipendium in den Niederlanden an einem Keramikinstitut, wo sie sich mit leuchtend blauen Glasuren von Keramiken zu beschäftigen begann.


 

Arbeiten mit Fotografie. Editionen und Unikatbücher aus der Sammlung B. und H. Hahn

Ausstellung vom 18.9.2010 bis zum 1.11.2010

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Ausstellungseröffnung am 17.9.2010, um 19.00 Uhr
Einführung in die Ausstellung: Ulrich Tillmann, Köln

Die Ausstellung zeigt Fotoeditionen aus Köln und dem Umland, welche in kleinen Auflagen erschienen sind. Dazu gehören auch Foto-Unikatbücher, kleine Fotogeschichten in Leporelloform oder Druckerzeugnisse, bei denen die Fotografie direkt als Ausgangsmaterial diente. In einigen anderen Fällen wird die Fotografie als Colagenmaterial genutzt und im üblichen Werkmaterial eingesetzt. Bei einigen Exemplaren bediente man sich der Fotochemie um Bildmaterial auf ungewohntem Untergrund sichtbar zu machen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Editionen der "Gallery without a gallerist". Ulrich Tillmann gründete 1978 die "Gallery without a Gallerist" als einen freien Ausstellungsraum für experimentelle Fotografie, Film und Video in Köln in der Nähe des Barbarossaplatzes, im Herzen des Studentenviertels Kwartier Lateng. Zusammen mit Künstlerfreunden u.a. Bettina Gruber, Maria Vedder und Wolfgang Vollmer organisierte Tillmann dort mehr als 30 Ausstellungen junger Künstler. Einer der ersten Besucher der Galerie und bis zum Schluss regelmäßiger Gast und -was am wichtigsten war- Sammler aller Editionen, die zur Finanzierung der Ausstellungen herausgegeben wurden, war Horst Hahn. Da das Budget der Galerie, abgesehen von kleinen Finanzierungsspritzen des Kulturamtes, ständig gegen Null tendierte, nicht zuletzt auch wegen der betont antikommerziellen Haltung der Beteiligten (Zeitgeist), waren Horst Hahn und eine handvoll anderer an neuen Medien Interessierter mit kleinen Ankäufen die ständigen Lebensretter der Galerie. 1985 schloss der Kunstraum endgültig mit der legendären Ausstellung "Meisterwerke der Fotokunst - Sammlung Tillmann und Vollmer", zu der auch das gleichnamige Buch im Wienand Verlag in einer limitierten Auflage erschien.


 

Schätze der Stadt

Visual Gallery at Photokina vom 19.09.2010 bis zum 26.09.2010

Ausstellungseröffnung: 24.09.2010, um 19 Uhr

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr

Ort: KölnMesse, Halle 1

Der Internationale Photoszene Köln e.V. zeigt in Kooperation mit der Koelnmesse, im Rahmen der visual gallery, die Ausstellung „Die Schätze der Stadt". In der Photoausstellung „Die Schätze der Stadt" werden exemplarisch einige bedeutende Fundstücke aus vier Sammlungen und Archiven Kölns vorgestellt. Gezeigt werden Photographien aus den Beständen des Rheinisches Bildarchivs, der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv, der graphischen Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums und der Theaterwissenschaftlichen Sammlung in Schloss Wahn.

Thema der RBA-Teilausstellung: "Was ist das Original?"

Das Rheinische Bildarchiv, eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, hat seit seiner Gründung im Jahr 1926 die Aufgabe, Kunstwerke der städtischen Kölner Museen, wie überhaupt Kunstwerke und Kulturdenkmäler fotografisch zu dokumentieren. Durch Erwerbungen und Schenkungen ist das Archiv gleichzeitig im Besitz von Werken herausragender Fotografen. Die zweite, ebenso wichtige Aufgabe ist es, das Bildmaterial durch sinnvolle Digitalisierung, Erschließung und Bereitstellung von Abzügen der Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen.

 

Das Rheinische Bildarchiv besitzt einen umfangreichen Negativbestand in Form von Glasplatten- und Filmnegativen (etwa 800.000), bei denen es sich überwiegend um Schwarzweiß-Aufnahmen handelt. Hinzu kommen etwa 25.000 Großdias in Farbe sowie eine ständig wachsende Zahl farbiger Digitalaufnahmen (aktuell etwa 70.000).

Im Mittelpunkt der Fotoauswahl des RBA steht die Gegenüberstellung von Positivabzug und Negativ zur Veranschaulichung des Spannungsverhältnisses beider Medien im Hinblick auf die Fragestellung nach dem Originalcharakter. Das RBA ist angesichts seines umfangreichen Bestandes an Schwarz-Weiß-Fotonegativen kontinuierlich mit der Frage beschäftigt, wie das Negativ zu bewerten ist. Der unmittelbare Vergleich von autorisierten Abzügen der Fotografen mit den Negativen liefert hierfür wertvolle Hinweise, wirft aber gleichzeitig Fragen zum Verfahren der 1:1-Digitalisierung von Negativbeständen auf. An fünf ausgewählten Gegenüberstellungen von Negativ bzw. digitalem Rohbild und Abzug bzw. nachbearbeitetem Digitalbild sind die Eingriffe des Fotografen im Fotolabor oder durch die digitale Bildbearbeitung deutlich erkennbar.

 


 

Künstlerbücher: Das Gedenkbuch

Eine Ausstellung mit Werken von Studierenden der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Ausstellung vom 16. April bis 17. Mai 2010

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, den 15. April 2010, um 20.00 Uhr
mit einer Performance der Künstlergruppe "Give me five" (Gina Castellan, Monika Stubig, Ruth Gerresheim, Eveline Mürlebach und Claudia Waters)

„Gedenkbücher" können als eine Sonderform der Buchkunst/der Künstlerbücher angesehen werden. Künstlerbücher sind nicht an die Konventionen von Literatur, Illustration und Handwerk gebunden, sondern sind eigenständige Kunstwerke. Sie erlauben unterschiedliche Formen, können rein visuelle Objekte sein, leben vom Bild oder integrieren Text. Bezogen auf das Thema „Gedenkbuch" können Künstlerbücher ähnlich wie Skulpturen sein, denen eine Gedenkfunktion zukommt und somit zu einem „Denkmal" werden. In einem mehrwöchigen Kurs beschäftigten sich Studierende der Alanus Hochschule in Bonn-Alfter mit dem Thema „Gedenkbuch". Ziel des Seminars war es, anhand des Schicksals der am 14. Februar 1945 in Brauweiler erschossenen ukrainischen Zwangsarbeiterin Nina Sawina das Thema „Gedenkbuch" auszuloten. Jeder Teilnehmer sollte ein Gedenkbuch für Nina Sawina erstellen. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung.


 

Gedenk-Räume

Die NS-Zeit in der Gedenkkunst in Köln

Ausstellung im EL-DE-Haus vom 6. März bis 9. Mai 2010

Ausstellungseröffnung: 5. März 2010, um 19.00 Uhr

Vom 6. März bis 9. Mai 2010 zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln die Ausstellung „Gedenk-Räume - Die NS-Zeit in der Gedenkkunst in Köln" im NS-Dokumentationszentrum „EL-DE-Haus" der Stadt Köln. Mit dem Denkmal/Erinnerungszeichen wird der Geschichte im öffentlichen Raum ein Ort zugewiesen. Zugleich wird dem Gedenken an das vergangene Geschehen ein Platz eingeräumt. Fortan besetzt dieses Erinnerungszeichen diesen Raum mit der ihr zugewiesenen Funktion. Die Gedenkobjekte werden in diesem Raum in Szene gesetzt. Der das Denkmal umgebene Gedenk-Raum dient als Kulisse dieser Inszenierungen. Gedenken und Geschichte erhalten auf diese Art und Weise im öffentlichen Raum einen Platz. Die Ausstellung zeigt Beispiele dieser inszenierten Gedenk-Räume.

Zugleich spiegelt die Ausstellung anhand dieser Denkmälerbeispiele die Entwicklung, die das Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen und an den II. Weltkrieg in der Stadt Köln genommen hat. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Gedenklandschaft für die Opfer der NS-Verfolgung und für die Opfer des Widerstands gegen die NS-Diktatur trotz vieler Rückschläge und Hemmnisse dennoch, gerade wegen der Hartnäckigkeit der Akteure, durchaus befriedigend entwickelt.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint ein „Mahnmalführer Köln", der alle Kölner Gedenkobjekte beschreibt und weitere Informationen bündelt.

Autoren der Ausstellung sind:

Dr. Elke Purpus, Kunsthistorikerin, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln.

Dr. Hans Hesse, Historiker, Leiter des Projektes „Archiv des Gedenkens an die NS-Zeit im Rheinland" an der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland.

Die Fotografien wurden erstellt durch Britta Schlier und Sabrina Walz. Beide sind Mitarbeiterinnen des Rheinischen Bildarchivs der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Evangelische Kirche Köln und megalab.


 

Blaue Form gegen Gelb

Buchobjekte, Texte, Skulptur

Ausstellung vom 23. Januar 2010 - 29. März 2010

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Ausstellungseröffnung: Freitag, den 22. Januar 2010, um 19.00 Uhr
Eröffnung mit Performance: Spielplatz über Nichts und Garnichts

Klang/Textskulptur für Sprecher, Geräusche und Instrument
Ausführende Kasia Lewandowska elektrische Harfe und Geräusche
Wol Müller Sprecher und Geräusche

Die Performance ist inspiriert aus einem von der Alpha Presse bearbeiteten und um eigene Aspekte erweiterten Auszug des Textes "Vortrag über Nichts" von John Cage,1949 erstmalig von Cage in voller Länge vorgetragen.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit der Alpha Presse mit der Elfenbeinschnitzermeisterin Ines Müller und der Komponistin/Harfinistin Kasia Lewandowska.
Textformen, inhaltlich Lyrik und Songtexte internationaler Autoren, begegnen der skulpturalen Form, den Werkstoffen Mammutelfenbein, Knochen, Horn, Plexiglas und Metall, aber auch akustisch dem Werkstoff Ton/Klang. Textformen formen Skulptur - Skulpturformen formen Text.
Wie wird Kunst zum Leben erweckt? Durch Körper, Sprache, Bewegung, Raum, gemeißelt in den Raum, der sie umgibt (Alexander Calder).
Blaue Form gegen Gelb ist eine Ausstellung zum Lesen, Sehen und Hören in den Grundfarben Blau und Gelb.


 

Tag der Archive 6. März 2010

 

 

Wir sind das Gedächtnis der Stadt

Das Rheinische Bildarchiv am Tag der Archive 2010

Köln ist eine Stadt der Archive. Die Vielfalt der verschiedenen Institutionen mit ihren unterschiedlichen historischen Quellen und Themen ist enorm. Sie alle sind das Gedächtnis der Stadt.
Inzwischen schon traditionell begehen die Kölner Archive den TAG DER ARCHIVE gemeinschaftlich. Zusammen mit über 30 weiteren Institutionen präsentiert auch das Rheinsiche Bildarchiv der Kunst- und Museumsbibliothek Fotos zur Kunst- und Architekturgeschichte Kölns. Gastgeber der Veranstaltung ist in diesem Jahre der Verein Historische Straßenbahn Köln e. V. Gemeinsam laden die Archive herzlich in das Straßenbahn-Museum Thielenbruch zu Ausstellungen und Gesprächen ein. Für die jüngeren Besucher wird es außerdem ein Kinderprogramm geben.

Samstag, 6. März 2010, 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr,
Straßenbahn-Museum Thielenbruch, Otto-Kayser-Straße 2c, 51069 Köln

Das Straßenbahn-Museum ist mit den Stadtbahnlinien 3 und 18 (Endhaltestelle Thielenbruch) erreichbar. Der bundesweite TAG DER ARCHIVE wird ausgerufen vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) und findet alle zwei Jahre statt - 2010 bereits zum fünften Mal.

 
Lesesaal im Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Tel.: 0221/221-2 26 26
kmb@stadt-koeln.de

Lesesaal im Museum für Angewandte Kunst

An der Rechtschule
50667 Köln

Tel.: 0221/221-2 67 29, -2 67 13
kmb@stadt-koeln.de

Verwaltung und Postadresse

Kattenbug 18-24
50667 Köln

Tel.: 0221/221-2 24 38, -2 41 71
kmb@stadt-koeln.de