Zündorfer Wehrturm

Das Museum im Zündorfer Wehrturm wurde im Juni 1980 eröffnet. Dort zeigt der Verein Zündorfer Wehrturm e. V. seit 1994 vielfältige Wechselausstellungen (www.zuendorfer-wehrturm.de).

Wehrturm mit dem Herrenhaus von 1771. Foto: Heinz Steinmetz, Köln  
Ostseite des Zündorfer Wehrturms. Foto: Heinz Steinmetz, Köln  
Zündorfer Wehrturm. Foto: Heinz Steinmetz, Köln  

Der Turm

Niederzündorf war ein Hauptumschlagplatz für den Warenverkehr mit dem Bergischen Land, von wo aus man bequem den Kölner Stapel umgehen konnte. Viele Spediteure hatten sich deshalb hier niedergelassen. Ihre Zeit endete 1831 mit der Rheinschifffahrtsakte, die alle Beschränkungen auf dem Fluss aufhob.

Heute erinnert besonders der Wehrturm noch an diese Zeit. Früher bildete allerdings der Rheinarm zwischen der Rheininsel Groov und dem Ufer einen natürlichen Hafen, jetzt ist er ein Binnengewässer. Auch war die ehemalige Insel kürzer, so dass man vom Turm aus den Strom vor sich hatte.
Das genaue Entstehungsdatum des Zündorfer Wehrturms ist ungewiss. Er entstand wohl in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Der 20 m hohe Turm hat einen äußeren quadratische Grundriss von 6,80 m, die Mauerstärke beginnt unten mit 1,25 m und verjüngt sich nach oben auf 0,75 m. Das Mauerwerk des Turms besteht im unteren Drittel aus kleineren Basaltsteinen und darüber aus Säulenbasalten. Der alte Zugang befand sich aus wehrtaktischen Gründen im dritten Geschoss und war nur über eine Holzleiter zu erreichen. Der Turm trägt heute ein schiefergedecktes Spitzdach. Man muss ihn sich aber ursprünglich mit vier vorkragenden Ecktürmchen und einem umlaufenden, zinnenbekrönten Wehrgang vorstellen.

Ein zum Wehrturm gehörendes Hofgut, der Turmhof, wird noch vor dem Turm erstmals 1120/30 erwähnt. „Die von Zündorf" sind seit 1167 als Dienstmannen des Kölner Erzbischofs nachweisbar. Das Herrenhaus, in dem sich jetzt eine Gaststätte befindet, wurde 1771 errichtet. Es trägt das vereinte Wappen derer von Wolff-Metternich und von Asselburg.

 
 
 

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