Eine Reise durch 1200 Jahre Stadtgeschichte

Die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums

Das Kölnische Stadtmuseum erzählt auf ca. 2000 Quadratmetern die Geschichte der Stadt vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Außergewöhnliche Exponate lassen in der Dauerausstellung im historischen Zeughaus die politische, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Entwicklung der Stadt lebendig werden.

Ford Taunus 17 M (P 3), 1960–1964. Foto: RBA  
J.B. Schreiner, G. Hermeling: Tafelaufsatz „Die Industrie“, 1906. Foto: icon Kommunikation, Köln  
Holländer-Floß, um 1800, Modell 1:87. Foto: icon Kommunikation, Köln  
Stadtmodell nach dem Plan von Arnold Mercator 1571. Foto: Icon Kommunikation, Köln  
Historische Kölnisch-Wasser-Flaschen. Foto: icon Kommunikation, Köln  
Motorwagen Vis-à-Vis, 1901/02. Foto: RBA  
Domsouvenir-Tasse, um 1850. Foto: icon Kommunikation, Köln  
Tunierrüstung, um 1600. Foto: icon Kommunikation, Köln  

Gleich zu Beginn der Ausstellung erfährt der Besucher allerhand Wissenswertes über typisch kölsche Themen und Erfindungen wie Klüngel, Kölsch, Karneval oder Kölnisch Wasser. Beim anschließenden Rundgang durch das Erdgeschoss stehen die politische Geschichte und die allgemeine Stadtentwicklung im Zentrum. Der Weg führt dabei, ausgehend von der neueren Zeit, immer tiefer in die Vergangenheit hinein.

Im Mittelalter war Köln zeitweilig eine der größten Städte nördlich der Alpen und einer der beliebtesten Pilgerorte Europas. Konflikte zwischen den Bürgern und den herrschenden Erzbischöfen führten immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. 1288 konnte sich die Stadt schließlich in der Schlacht bei Worringen von der Herrschaft des Kölner Erzbischofs lösen. 1396 errangen die Handwerker und Kaufleute die Stadtherrschaft und gaben sich mit dem „Verbundbrief“ eine zunftdemokratische Verfassung, die bis zur Besetzung der Stadt durch die französischen Revolutionstruppen im Jahr 1794 Gültigkeit behalten sollte. Rund zwanzig Jahre später wurde Köln auf dem Wiener Kongress Preußen zugesprochen und damit zur preußischen Provinz- und Festungsstadt. 1848 bildete sich hier, wo auch Karl Marx als Chefredakteur tätig war, ein Zentrum der Revolution. Einschneidende Umbrüche kennzeichneten auch das folgende 20. Jahrhundert. Auf das Kaiserreich folgten Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Besatzungszone, Wiederaufbau und Demokratie. Die Kölner Geschichte in dieser Zeit steht damit auch beispielhaft für die westdeutsche Geschichte.  

Der Rundgang durch die Jahrhunderte führt die Besucher zu zentralen Objekten der Stadthistorie – vom 3,50 Meter hohen „Kölschen Boor“, über die Stadtansichten von Jakob Scheiner aus dem 19. Jahrhundert und das riesige Stadtmodell, das Köln im Jahr 1571 zeigt, bis hin zu dem Verbundbrief von 1396 oder dem großen Stadtsiegel von 1268.

 
<strong>Hafenszene, </strong>um 1600. Foto: icon Kommunikation, Köln
Hafenszene, um 1600. Foto: icon Kommunikation, Köln

Nach dem Einblick die politische Geschichte folgen im Obergeschoss des Zeughauses thematisch strukturierte Bereiche, die sich sozial-, kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Themen wie Bürgertum, Verkehr und Wohnkultur, Wirtschaft, Religion, Geistesleben und Wissenschaft widmen. Einzigartig sind beispielsweise die Sammlung früher physikalischer Geräte und die Vopelius-Globen des frühen 16. Jahrhunderts aus der Sammlung von Ferdinand Franz Wallraf. Auch die Judaica-Sammlung mit Objekten zum jüdischen Leben in Köln gehört zu den Höhepunkten des Rundganges. Die Exponate und Inszenierungen zu Themen wie Arbeitsleben, Industrie, Kindheit und Industrie um 1900 lassen den Übergang der Stadtgesellschaft ins 20. Jahrhundert deutlich werden. Eine prominente Rolle innerhalb der thematischen Bereiche spielt auch der Kölner Dom, dessen Fertigstellung ab 1842 – nach jahrhundertelangem Stillstand – wieder in Angriff genommen wurde und dessen Bau die damalige Zeit weit über Köln hinaus prägte.

 
 

Kölnisches Stadtmuseum

Zeughausstraße 1–3
50667 Köln
Kasse: 0221/221-22398
Nur montags: 0221/221-25789
Fax: 0221/221-24154
E-Mail: ksm@museenkoeln.de

 

Öffnungszeiten

Dienstag: 10–20 Uhr
An Feiertagen bis 17 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 10–17 Uhr
KölnTag: 10–22 Uhr
montags geschlossen

 

Eintrittspreise

Ständige Sammlung
€ 5,00, ermäßigt € 3,00

Sonderausstellungen
€ 5,00, ermäßigt € 3,00

Kombikarte 
€ 7,50, ermäßigt € 5,00