Name Mann, Max
Biografie Max Mann kam am 14. Juni 1902 als Sohn von Lazarus und Cilli Mann, geb. Löwenberger, in Bad Kissingen zur Welt. Wann er genau nach Köln zog, ist bisher nicht bekannt. Spätestens Ende der 1920er Jahre lebte er in der rheinischen Metropole. Max Mann hatte nach der Schule eine Ausbildung als Schneider gemacht, wurde jedoch im Laufe der Weltwirtschaftskrise arbeitslos. Politisch näherte er sich der kommunistischen Bewegung an. Er beteiligte sich an „Hungermärschen“, mit denen Erwerbslose gegen die aktuelle Sozialpolitik protestierten, war mehrere Jahre lang in der KPD und Mitglied der Internationalen Arbeiterhilfe. Seine Haltung zeigte sich auch darin, dass er aus der jüdischen Religionsgemeinschaft austrat und „Dissident“ wurde. Im Juli 1933 suchte Max Mann erneut Kontakt zur inzwischen illegalen KPD, um sich gegen das NS-Regime zu betätigen, und 1934 wurde er in Widerstandsaktivitäten des Kommunistischen Jugendverbandes eingebunden. Er verteilte illegale Flugschriften, beherbergte einen untergetauchten „Genossen“ und war Anlaufstelle für Funktionäre des KJVD. Nachdem die Geheime Staatspolizei in das illegale Netzwerk des Kölner KJVD eingedrungen war und bereits zahlreiche Personen verhaftet hatte, nahm sie im März 1935 auch Max Mann fest. Im Mai 1935 wurde er von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Hamm angeklagt. Der Vorwurf lautete: „Vorbereitung zum Hochverrat“. Das im September 1935 vom Oberlandesgericht in Hamm gesprochene Urteil lautete auf sechs Jahre Zuchthaus. Max Mann verbüßte seine Strafe vermutlich im Zuchthaus Siegburg. Wegen seiner herausgehobenen Rolle im politischen Widerstand und seiner jüdischen Herkunft wurde er danach wohl nicht mehr in Freiheit gelassen, sondern im Anschluss an den Gefängnisaufenthalt in ein Konzentrationslager verschleppt. Anfang August 1942 kam er ins Konzentrationslager Mauthausen, wo er wenige Wochen später zu Tode gebracht wurde.
Ort Köln
Stadtteil Neustadt-Süd
Straße Trierer Straße 37
Verfolgtengruppe Politisch Verfolgte
Anmerkungen Zuchthaus, Mauthausen