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Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht .

18.7. – 3.11.2013

NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)
Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht
21. Juni – 13. Oktober 2013

Vor über 50 Jahren, im April 1961, eröffnete das Jerusalemer Bezirksgericht das Verfahren gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Judenreferats IV B 4” im Reichssicherheitshauptamt Adolf Eichmann. Die Verhandlung wurde zu einem großen Medienereignis. Im Licht der Öffentlichkeit stand dabei nicht nur ein Täter des Holocaust. Erstmals erhielten auch die Schilderungen der Opfer weltweite Aufmerksamkeit: In Jerusalem begann die Ära der Zeitzeugen. Das Auftreten Eichmanns vor Gericht wiederum löste Diskussionen um Schuld und Verantwortung Einzelner im nationalsozialistischen System aus. Die Ausstellung widmet sich beiden Aspekten des Verfahrens, dem Bezeugen der Überlebenden und der Strategie des Täters; in ihrem Zentrum steht das Originalfilmmaterial aus dem Gerichtssaal. Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im NS-Dokumentationszentrum

Führungen

Sonntag, 7. Juli , 14:00 Uhr

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.

Führungen im NS-Dokumentationszentrum online buchen.

Kölnisches Stadtmuseum
125 JAHRE KÖLNISCHES STADTMUSEUM. 125 mal gekauft – geschenkt – gestiftet
22. Juni – 10. November 2013

Das Kölnische Stadtmuseum begeht 2013 seinen 125. Geburtstag. Es öffnete Anfang August 1888 seine Pforten und ist damit eines der ältesten historischen Museen Deutschlands – ein schöner Grund zum Feiern. In der Jubiläumsausstellung lässt das Museum seine Geschichte, die große Vielfalt seiner über 300.000 Exponate und die Geschichte Kölns Revue passieren. 125 Jahre – 125 Exponate: Aus jedem Jahr der Museumsgeschichte wird ein Exponat mit seiner eigenen Geschichte präsentiert, viele davon zum ersten Mal. Alle Materialien und Epochen werden dabei berücksichtigt – aber auch die Umstände der Anschaffung. Alles ist dabei: Bekanntes, bislang nie Gesehenes, sehr Kostbares und Unscheinbares, Verlorenes und in seiner Echtheit Umstrittenes. Ein erfrischender Blick hinter die Kulissen des Museums – und der Geschichte Kölns der letzten, sehr bewegten 125 Jahre.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Kölnischen Stadtmuseum

Führungen

Sonntag, 23. Juni , 13:30 Uhr
Dienstag, 25. Juni , 18:00 Uhr
Sonntag, 30. Juni , 13:30 Uhr
Dienstag, 2. Juli , 18:00 Uhr
Dienstag, 16. Juli , 18:00 Uhr
Samstag, 20. Juli , 11:00 Uhr
Donnerstag, 25. Juli , 15:00 Uhr
Dienstag, 30. Juli , 18:00 Uhr
Sonntag, 4. August , 10:30 Uhr
Dienstag, 6. August , 11:00 Uhr
Dienstag, 6. August , 18:00 Uhr
Mittwoch, 14. August , 18:00 Uhr
Sonntag, 18. August , 10:30 Uhr
Dienstag, 20. August , 18:00 Uhr
Dienstag, 27. August , 18:00 Uhr

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.

Hier können Sie eine individuelle Führung buchen.

Kunst- und Museumsbibliothek
Künstlerbücher von Studenten der Alanus-Hochschule
29. Juni – 21. Juli 2013

In 2013 wird die Kunst- und Museumsbibliothek zum achten Mal Künstlerbücher von Kunststudentinnen und Kunststudenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter zeigen. Unter der Leitung von Dozent John Gerard, entwickeln und gestalten die Teilnehmer ein eigenes Künstlerbuch. Die Betonung liegt auf Handfertigkeiten und -fähigkeiten in der konzeptionellen Entwicklung von Bildern zu einem Thema, Integration von Schrift, Buchformen und Komposition. Dazu setzten sich die Studentinnen und Studenten mit Buchbindetechniken, Falt- und Klebetechniken, Materialien und einer Definition des Künstlerbuch-Genre auseinander.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen in der Kunst- und Museumsbibliothek

Kölnisches Stadtmuseum
Als die Welt nach Köln kam (kleine KUBUS-Ausstellung)
2. Juli – 15. September 2013

Hohe Gäste in der Domstadt: Kölle Alaaf! Konrad Adenauer hatte erreicht, dass Bonn 1949 Bundeshauptstadt wurde. Fortan besuchten die Großen der Welt auch gern die Nachbarstadt Köln. 1962 sprach beispielsweise Charles de Gaulle und im Juni 1963 John F. Kennedy vor einer großen Menschenmenge vor dem Spanischen Bau. Auch der äthiopische Kaiser Haile Selassie und die Queen beehrten die Domstadt – später auch Prinz Charles und Lady Diana. Doch mit Adenauers Rückzug ging allmählich die Zeit zu Ende, in der die „hohe Politik“ mit Staatsgästen regelmäßig in Köln Station machte. Historische Fotografien illustrieren die Kölnbesuche von Theodor Heuss, Heinrich Lübke, Königin Elizabeth II, Königin Fabiola v. Belgien, Charles de Gaulle, Kaiser Haile Selassie, John F. Kennedy, Prinz Charles und Lady Diana.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Kölnischen Stadtmuseum

artothek - Raum für junge Kunst
Juergen Staack
4. Juli – 24. August 2013

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen in der artothek

Römisch-Germanisches Museum
Lyra, Tibiae, Cymbala. Musik im römischen Köln
18. Juli – 3. November 2013

Töne sind flüchtig, die Musik des römischen Köln ist verklungen. Geblieben sind Klangkörper aus Ton und Metall, Nachrichten über Flötenspieler, Bilder mythischer Musikanten. In einer Großstadt wie dem römischen Köln – Historiker schätzen die Zahl der Einwohner auf 25.000 – hat es sicherlich ein reiches Musikleben gegeben. Kleine Orchester untermalten im Theater Tragödien und die häufiger dargebotenen Komödien, Tubabläser feuerten in der Arena Gladiatoren an, Cornuspieler gaben der Garde des Statthalters Signale, Flötisten übertönten beim feierlichen Opfer störende Geräusche, Lyraspielerinnen begleiteten Sänger bei privaten Festen, Kinder pfiffen Gassenhauer, Ammen sangen Säuglinge in den Schlaf. Was an materiellen Zeugnissen die Zeiten überdauerte, ist im Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln gesammelt. Die originalen Funde, die Denkmäler mit Musikantendarstellungen aus Köln und dem Römischen Reich und die vielfältigen Schriftquellen erlauben ein – freilich lückenhaftes – Bild des Musiklebens in der römischen Stadt.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Römisch-Germanischen Museum

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Die Klecksographie – Zwischen Fingerübung und Seelenschau
9. August – 13. Oktober 2013

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen mehrere, erst kürzlich für die Graphische Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud erworbene Klecksographien. Bereits Leonardo da Vinci hatte die jungen Künstler aufgefordert, sich durch Wolkengebilde in ihrer Formgebung anregen zu lassen. An diese Inspirationstheorie anknüpfend, entstand um 1850 der Begriff ‚Klecksographie’. Als besondere Zeichentechnik wurde sie durch den Naturwissenschaftler Justinus Kerner (1786-1862) und seinen Künstlerfreund Franz von Pocci (1807-1876) populär. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts spielte die Klecksographie eine wichtige Rolle in der Psychoanalyse (Rorschachtest). Neben Zeichnungen aus dem Kerner-Kreis werden auch Wolkenstudien von Johann Anton de Peters in der Ausstellung zu sehen sein, die in das Thema des zufälligen Formensehens und -identifizierens einführen.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Führungen

Donnerstag, 22. August , 15:00 Uhr

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.

Hier können Sie eine individuelle Führung buchen.

artothek - Raum für junge Kunst
Christian Hellmich
5. September – 26. Oktober 2013

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen in der artothek

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Sarah Westphal: Timpano
20. September 2013 – 2. Februar 2014

Parallel zur Ausstellung „Die Geheimnisse der Maler“ werden in der Mittelalterabteilung des Wallraf rund ein Dutzend ausgewählte Werke der zeitgenössischen, in Belgien und Deutschland arbeitenden Künstlerin Sarah Westphal (*1981) präsentiert. Die gezeigten Arbeiten, vor allem großformatige Fotografien, befassen sich mit den Motiven Schleier und Vorhang. Auf ästhetisch anspruchsvolle Weise loten sie den Themenbereich von Transparenz und Projektion, Verhüllen und Enthüllen aus. Der Titel der Präsentation bezieht sich auf eine historische Gattung aufgespannter Textilien, die als Verhüllung kostbarer Gemälde dienten, und verweist so auf „Die Geheimnisse der Maler“. In unserer Mittelaltergalerie thematisieren Westphals Arbeiten die vorübergehende Abwesenheit bestimmter Hauptwerke und damit gleichsam ein „Fasten des Auges“.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Geheimnisse der Maler. Köln im Mittelalter
20. September 2013 – 9. Februar 2014

Die „Muttergottes in der Rosenlaube“ im Wallraf ist weltberühmt. Jährlich bestaunen zahllose Besucher das Gemälde aus der Hand des Meisters Stefan Lochner. Doch wie genau ist dieses fein gemalte Wunderwerk entstanden – zu einer Zeit ohne elektrisches Licht und ohne Farben aus der Tube? Diesen und weiteren Rätseln der Altkölner Malerei ging ein Team von Kunsttechnologen, Naturwissenschaftlern und Kunsthistorikern der Alten Pinakothek in München, des dortigen Doerner Instituts und des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud auf die Spur. Mit modernsten technologischen Methoden – darunter auch Röntgen in 3D - untersuchten sie herausragende Werke von mittelalterlichen Kölner Meistern. Im Winter 2013 werden die Forschungsergebnisse im Rahmen einer großen Sonderausstellung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Holztafeln und Leinwände, Grundierungen und Vorzeichnungen, Vergoldungen, Malfarben und vieles mehr haben die Wissenschaftler in den letzten zehn Jahren kritisch analysiert. Viele alte Fragen wurden beantwortet, aber auch neue Forschungsprobleme aufgeworfen. Handwerkliche Raffinesse und manuelle Intelligenz der spätmittelalterlichen Kölner Maler sind das Thema, aber auch ihre Logistik und Werkstattorganisation. Zu den teils spektakulären Ergebnissen zählen neue Zuordnungen zwischen Werken und Malern, neue Datierungen von Gemälden und Rekonstruktionen von Altarbildern.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Führungen

Montag, 30. Dezember , 14:00 Uhr

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.

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Museum für Angewandte Kunst Köln
Boys get skulls, girls get butterflies. Schmuck im MAKK
21. September – 15. Dezember 2013

Sich zu schmücken und durch Schmuck herauszuheben ist ein wichtiges, elementares Bedürfnis des Menschen, das über alle Epochen und in allen Kulturen zu finden ist. Schmuck spricht die Sinne an und beeinflusst stark, wie wir uns fühlen und geben. Deshalb lohnt es sich für einen Schmuckgestalter, immer wieder individuelle, eigene Lösungen zu entwickeln. „Boys get skulls, girls get butterflies“ vereint Schmuckstücke vom Altertum über die Antike, das Mittelalter, die Renaissance und das Barock bis in die Gegenwart aus der Schmuck-Sammlung des Museums für Angewandte Kunst in Köln mit seltenen und exemplarischen Stücken des Goldschmiedekünstlers Georg Hornemann. Von der Geburt bis zum Tod werden die Spuren der Schmuckstücke verfolgt und mit Hilfe von Themenfeldern wie Mystik und Macht, Liebe und Sentimentalität, Extravaganz und Prunk oder Funktion und Motiv in Zwiesprache gebracht. Für eine begrenzte Zeit verlassen somit die Schmuckstücke ihren Platz in der kunsthistorischen Chronologie und fügen sich zu einem thematischen Parcours zusammen. Die Ausstellung dokumentiert das ständige Wechselspiel von Kontinuität und Veränderung, von Tradition und Umbruch, von Beständigkeit und mitunter forcierter Evolution.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Museum für Angewandte Kunst

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt
Made in Oceania: Tapa – Kunst und Lebenswelten
11. Oktober 2013 – 27. April 2014

Was verbindet James Cook, die Meuterer der Bounty und etwa 15 Millionen Menschen in Ozeanien? Ein einzigartiger Stoff, hergestellt aus Baumrinde. Ob als Kleidungsstück in Hawai’i, als Ritualmaske in Papua-Neuguinea oder als Raumteiler in Fiji, ob als wichtige Gabe bei Hochzeiten in Samoa oder sogar als „roter Teppich“ bei Krönungszeremonien in Tonga - tapa ist im Pazifik allgegenwärtig. Dennoch ist dieser faszinierende Stoff hierzulande bisher kaum bekannt. Die Ausstellung präsentiert einzigartige Kunstwerke aus dem Museumsbestand zusammen mit vielen bisher in Europa noch nie gesehenen Leihgaben, zum Beispiel aus dem neuseeländischen Nationalmuseum in Wellington oder dem Australian Museum in Sydney. Dabei reicht die Spannweite von den ältesten Objekten aus dem 18. Jahrhundert – der Cook-Sammlung – bis zu Gegenwartskunst namhafter Künstler aus Polynesien und Melanesien wie zum Beispiel Si’a Fatu Feu’u, Shigeyuki Kihara, Timothy Akis oder Mathias Kauage. Unterschiedliche Medien wie Film- und Hörstationen machen die Menschen und die Geschichten hinter den rund 250 Objekten erlebbar. So lassen sich Verknüpfungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Alltag und Kunst und von Insel zu Insel entdecken. Die Sonderausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Kunststiftung NRW. www.kulturstiftung-des-bundes.de

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Rautenstrauch-Joest-Museum

Führungen

Sonntag, 20. Oktober , 11:00 Uhr

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.

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Museum Ludwig
Louise Lawler. Adjusted
12. Oktober 2013 – 26. Januar 2014

Die amerikanische Konzeptkünstlerin Louise Lawler (geb. 1947, lebt und arbeitet in New York) interessiert sich in erster Linie für das Kunstsystem mit all seinen komplexen Regeln und Ordnungssystemen. Ihre Fotografien von vorgefundenen Kunstwerken in spezifischen Ausstellungssituationen, sei dies in Museen, in Privatsammlungen, auf Auktionen oder im Depot machen deutlich, wie sehr die Bedeutung von Kunst durch die kontextuellen und institutionellen Rahmenbedingungen geprägt ist. Lawler richtet ihren Blick auf Werke Anderer. Ihre analytische und bisweilen ironische Herangehensweise ist entlarvend, aber keineswegs wertend, wenn beispielsweise der Blick auf ein abstraktes Gemälde von Jackson Pollock mit einer dekorativen Suppenschüssel korreliert. Louise Lawlers Werk nimmt in den späten 1970er Jahren seinen Ausgang und ist im Umfeld der sogenannten ‚Pictures Generation’ anzusiedeln, zu der unter anderem Sherrie Levine, Jack Goldstein, Richard Prince und Cindy Sherman zählen. Ihre Anfänge sind jedoch stark von der Institutionskritik der frühen 1970er Jahre geprägt und so wurden ihre Arbeiten zunächst als kunstsoziologische Kommentare interpretiert, welche die ästhetischen, ökonomischen und historischen Bedingungen der Kunst reflektieren. Ihre Fotografien machen jedoch bis heute deutlich, dass es eine wertfreie Präsentation von Kunst nicht gibt und führen in suggestiven Nachbarschaften von Kunstwerken deren ideologischen Implikationen vor, die ansonsten kaum sichtbar wären. Lawlers Praxis nähert sich gewissermassen dem Saum der Kunst und schafft in formal ausgeprägten und exzentrischen Kompositionen hintergründige Kommentare poetischer Beiläufigkeit.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Museum Ludwig

Museum Ludwig
Not yet titled. Neu und für immer im Museum Ludwig
12. Oktober 2013 – 26. Januar 2014

Mit NOT YET TITLED präsentiert das Museum Ludwig im Herbst 2013 eine umfassende Sammlungsneupräsentation, die sich nicht bloß als Bestandesaufnahme versteht, sondern ebenso Neuankäufe präsentieren wird und damit eine programmatische Perspektive formuliert. Die Ausstellung, die sich über das ganze Haus erstreckt, hat deswegen noch keinen Titel gefunden, weil sie den prozessualen und temporären Charakter dieser subjektiven Sichtung hervorheben will. Durch Neuhängungen werden Narrative erprobt, alternative Zusammenhänge gedacht und gleichzeitig bekannte Argumentationsweisen in Frage gestellt. Das Museum fungiert als archetypischer Ort, an dem Kunstgeschichte aus der spezifischen Perspektive der Gegenwart stets von Neuem revidiert werden muss. In diesem Sinne ist die Vorläufigkeit einer jeglichen Geschichtsschreibung das zentrale Moment von NOT YET TITLED. Altbekanntem soll neue Aufmerksamkeit zuteil werden, Werke, die bislang im Depot waren, sollen das Tageslicht sehen und neu evaluiert werden. Die Einzigartigkeit der Sammlung des Museum Ludwig wird dadurch auf dynamische Art und Weise einem breiten Publikum vermittelt. Im Rahmen der Ausstellung sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, unter anderem ein Symposium über die Herausforderungen des heutigen Museums, das sich zwischen städtischer Schatzkammer und globalem Anspruch zu bewegen hat.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Museum Ludwig

Museum Schnütgen
Schwere Herzen, stille Klage. Die Trauernden Frauen. Eine Neuerwerbung für die Sammlung
19. Oktober 2013 – 19. Januar 2014

Museum Schnütgen IM FOKUS Von anrührender Schönheit ist die Gruppe der vier Frauen, die in tiefer Trauer den Kreuzestod Christi beklagen. Sie gehört zu einer figurenreichen Darstellung der Kreuzigung Jesu, deren Besonderheit darin besteht, dass die Trauer Marias und ihrer Gefährtinnen emotional genauso bedeutend ist wie die Kreuzigung. Im Jahr 2012 konnte die geschnitzte Gruppe mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ludwig-Stiftung, der Sparkassen Kulturstiftung Rheinland und des Fördervereins Pro Arte Medii Aevi – Freunde des Museum Schnütgen e.V. erworben werden. Damit erhielt der figurenreiche Kalvarienberg im Museum Schnütgen eine bedeutende Ergänzung. Er zählt zu den Hauptwerken der Sammlung und ist ein künstlerisch herausragendes Beispiel südniederländischer Schnitzretabel, dessen Entstehung im Umkreis der Werkstatt Jan van Eycks vermutet wird. Zur Neupräsentation der wiedervereinigten Stücke erscheint ein Katalog.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Museum Schnütgen

Museum für Ostasiatische Kunst
Von Istanbul bis Yokohama: Die Reise der Kamera nach Osten 1839-1900
26. Oktober 2013 – 23. Februar 2014

350 historische Fotografien, aufgenommen von europäischen und einheimischen Fotografen, lassen die Reiserouten der Globetrotter nach Asien lebendig werden. Nach der Öffnung des Suez Kanals 1869 etablierten sich in den großen Hafenstädten kommerzielle Fotostudios. Sie deckten den Bedarf der Touristen nach Reisefotografien, die ihre Erinnerungen an Sehenswürdigkeiten und Menschen ferner Länder und Kulturen festhielten. Ausgehend von London oder Southampton führten die populärsten Dampferrouten nach Istanbul, und über Alexandria, Port Said, Aden, Bombay, Colombo, Madras, Kalkutta, Singapur, Hong Kong bis nach Yokohama. Die Gründer des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln, Adolf Fischer (1856-1914) und seine Frau Frieda (1874-1945), reisten auf ihren Ankaufsreisen über diese Schiffsrouten nach Ostasien. Mit der Ausstellung wird erstmalig eine erlesene Auswahl ihrer Sammlung historischer Fotografien aufgeschlüsselt und zu den historischen Reiseführern in Beziehung gesetzt. Die Fotografien bezeugen nicht nur das hohe künstlerische Niveau der frühen Fotopioniere, sie machen aus heutiger Sicht auch die romantische Verklärung und den unwiederbringlichen Verlust alter, gewachsener Kulturen im vorderen Orient sowie in Ost- und Südostasien deutlich. Mit dieser Ausstellung feiert das Museum das 100-jährige Bestehen des Hauses.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Museum für Ostasiatische Kunst

Museum für Angewandte Kunst Köln
Herzkammer. Die Grafische Sammlung des MAKK
26. Oktober 2013 – 16. Februar 2014

Die Ausstellung gibt erstmals Einblick in die Geschichte und Bestände der Grafischen Sammlung des MAKK und verdeutlicht deren kunst- und kulturhistorische Bedeutung. Druckgrafiken und Handzeichnungen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert geben dabei überraschende Einsichten in die Vielfalt und Qualität der bislang im Verborgenen liegenden Schätze. Im Zuge der Gründung des Kunstgewerbemuseums 1888 wurden der hauseigenen Bibliothek rund 10.000 Ornamentstiche aus der Wallrafschen Sammlung überwiesen. In den Folgejahren wuchs der Bestand auf 25.000 Blatt an und stand dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit für Studienzwecke zur Verfügung. In der Ausstellung werden einzelne Sammlungsbereiche der Ornamentstichsammlung exemplarisch herausgestellt und Arbeiten berühmter Künstler wie Lukas Kilian, Jean Berain, Juste Auréle Meissonnier und Karl Friedrich Schinkel gezeigt. Darunter finden sich geschmackvolle Vorlagen für Goldschmiede- und Schreinerarbeiten, Architekturaufnahmen und barocke Entwürfe für die Wand- und Deckengestaltung. Zudem werden dem Publikum erstaunliche Darstellungen aus Tier- und Pflanzenwelt, Chinoiserien und freie nicht an einen bestimmten Entwurf gebundene Ornamentformen präsentiert.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Museum für Angewandte Kunst

artothek - Raum für junge Kunst
Natalie Bewernitz/Marek Goldowski
7. November – 21. Dezember 2013

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen in der artothek

Römisch-Germanisches Museum
Alfred Seiland - Imperium Romanum
7. November 2013 – 30. März 2014

Alfred Seiland, Professor für Fotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, gehört zu den führenden zeitgenössischen Fotografen. Mit seiner analogen Großbildkamera besucht er seit vielen Jahren Orte der Antike rund um das Mittelmeer. Es sind die Ruinenstätten des gesamten Imperium Romanum: in Ägypten, Libyen, Israel oder auch in Italien, in Museen von Spanien bis in die Türkei. Vielfach sind es schwer zugängliche, ja sogar nicht-öffentliche Plätze, die dem Betrachter verborgen bleiben. Seilands Fotografien konfrontieren mit Bildthemen, die den Konflikt zwischen Antike und Moderne beleuchten. In seinem Oeuvre spiegeln sich berühmte Schauplätze der Vergangenheit mit ihrer Architektur, Skulptur und ihren Kunstwerken wider. In seinen komplexen Bildern verdichtet er Augenblicke perfekter Komposition und setzt dabei Farbe wie ein Maler ein. Die Bildepen dieses Meisters der Großbildtechnik machen manchmal schmunzeln, oft betroffen, denn sie zeigen immer wieder von der Zerstörung der Menschen an ihrem antiken Erbe. Alfred Seiland zeigt im Römisch-Germanischen Museum eine Serie von neunzig großformatigen Farbprints.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Römisch-Germanischen Museum

NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)
Ein ganzes Leben in einer Hutschachtel
8. November 2013 – 30. April 2014

Bertha Sander: eine jüdische Innenarchitektin aus Köln Fundstücke aus dem Besitz von Bertha Sander erzählen die Geschichte eines kontrastreichen Lebens. Es begann fröhlich, weltoffen und emanzipiert in Köln und Wien. Es endete eingeschränkt und verbittert in London und Südengland. Persönliche Spuren und Dokumente stammen aus ganz Europa: aus Köln und London, aus Spa, Davos und Paris, aus Venedig, Wien und Athen. Sie führen auch zu bekannten zeitgenössischen Künstlern wie dem Gestalter Dagobert Peche (Wiener Werkstätten bis 1923) und dem österreichischen Architekten Philipp Häusler. Bertha Sander hat – über alle Umzüge und ihre Emigration nach Großbritannien hinweg – viele persönliche Dokumente, Fotos, eigene Arbeiten, Veröffentlichungen und Erinnerungsstücke aufgehoben und sorgsam gehütet. Wichtige Dokumente und Fotos hat sie in einer Hutschachtel aufbewahrt. Diese Materialien werden anschließend dem NS-Dokumentationszentrum als Schenkung überlassen, als private Darstellung eines jüdischen Lebens, das vor über 110 Jahren in Köln begann.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im NS-Dokumentationszentrum

Kölnisches Stadtmuseum
drunter und drüber: Der Eigelstein. Schauplatz Kölner Geschichte 2
9. November 2013 – 1. März 2014

Heute fährt die 18 bis nach Istanbul… – vor 2000 Jahren gelangte man auf der römischen Straße nach Neuss. Entlang dieser Ausfallstraße in der nördlichen Altstadt liegt eines der traditionsreichsten Kölner Viertel: Der Eigelstein. Nach der erfolgreichen Ausstellung über den „Waidmarkt“ 2011/12 setzen das Kölnische Stadtmuseum und das Römisch-Germanische Museum ihre Ausstellungsreihe „drunter und drüber“ mit dem Eigelstein 2013 fort – und widmen sich erneut gemeinsam der über 2000jährigen Historie eines „Schauplatzes Kölner Geschichte“. Präsentiert wird das Gebiet zwischen dem römischen Nordtor bis zur Eigelsteintorburg: die römische Vorstadt mit Gräberfeldern, Glasherstellung und den Zeugnissen der in der Varus-Schlacht untergegangenen die XIX. Legion, die Stadterweiterung von 1006 mit dem Viertel Niederich, geistliche Institutionen, die das Viertel prägten mit St. Andreas und St. Ursula, dem Dominikaner- und Makkabäerkloster, der Marzellenstraße als Hort der Gelehrsamkeit der Jesuiten und der Trankgasse mit Wallrafs Sammlungen. Traditionsreiche Unternehmen wie das Hotel Excelsior, die Gaffel-Brauerei, der Bachem-Verlag und die Kölnische Rundschau sind hier ebenso vertreten wie das schmalste Haus von Köln, italienische Restaurants oder türkische Händler. Am Eigelstein ist Musik: 2000 Jahre alt – aber keineswegs museal, sondern äußerst lebendig präsentiert sich das Veedel, geprägt von mächtigen Erzbischöfen und verführerischen Damen im Rotlicht-Viertel, von Migranten und Urkölnern, von gelehrten Jesuiten zu ausgelassenen Kneipengängern. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein „oral history-Projekt“ mit der Universität zu Köln, das die Stimmen von Zeitzeugen und Anwohnern zum Sprechen bringt: aus unterschiedlichsten Milieus – aber alle aus dem gleichen Veedel. Zu Ausstellung und Museums-Jubiläum erscheint ein reich illustrierter Begleitband als Band 2 der Reihe „drunter und drüber“, hg. v. Mario Kramp und Marcus Trier.

Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen im Kölnischen Stadtmuseum

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